Battleborn

Test zum abgedrehten Co-op Shooter

Schlacht um den letzten Stern

Battleborn 1

Gearbox is back! Der Entwickler, der durch die Borderlands-Serie Kultstatus erreicht hat, veröffentlicht endlich seine neue IP auf der Xbox One: Battleborn! Doch der Titel ist nicht einfach nur ein neuer, verrückter Ego-Shooter. Er kombiniert auch zusätzlich Elemente aus dem MOBA-Universum, um euch eine frische und unverbrauchte Co-op-Erfahrung zu bringen. Gearbox hat nämlich ein Problem bei heutigen Mehrspieler-Shootern ausgemacht: Sobald die Kumpels mehr zocken als man selbst und man in Sachen Spielerrang hoffnungslos hinterherhinkt, macht das gemeinsame Zocken keinen Spaß mehr.

Damit sich die Gelegenheitsspieler nicht wie das dritte Rad am Wagen fühlen, bedienen sich die Entwickler eines Gameplay-Elements von League of Legends, Smite und Co. Doch der Reihe nach, denn Battleborn bietet nicht nur reine Action, sondern auch eine alles umspannende Story. Die ist jedoch nicht sonderlich spektakulär ausgefallen: Eine Schlacht tobt im Universum, die Planetensysteme zerstört. Nur noch ein bewohnbarer Stern ist übrig, um dessen Besitz ihr kämpfen müsst. Natürlich stehen euch und euren Freunden allerhand Fieslinge gegenüber, die das Rennen zum letzten Stern gewinnen möchten. Trotz der angespannten Lage reißen die NPCs ständig dämliche Witze, die leider nicht mit dem Borderlands-Humor mithalten können. Und irgendwie fesselt euch das Story-Gebrabbel während den Missionen sowieso nicht so recht, denn die Abläufe ähneln sich hier zu sehr.

Wahlweise allein oder mit euren Freunden zieht ihr nämlich von Planet zu Planet, um Gegner auszuschalten, Spots vor Wellen von Angreifern zu verteidigen oder Charaktere zu eskortieren. Ob ihr jetzt Punkt A oder Punkt B auf Welt C oder D verteidigt, ist demnach Wurscht, da es sich vom Ablauf komplett gleich anfühlt. Strategisch wichtige Punkte werden in Wellen von euren Feinden attackiert. Ihr könnt mittels zuvor gesammelter Ingame-Währung Verteidigungsanlagen oder Drohnen kreieren und euer Team so bei der Sicherung der Punkte unterstützen. Überlebt ihr alle Wellen, geht es weiter im Text. Wird der zu beschützende Punkt, beispielsweise ein Reaktor oder eine KI zerstört, ist der Ausflug zuende. Wart ihr denn nicht eben noch an einem Checkpoint vorbeigelaufen? Doch, der zählt aber nur, wenn ihr selber ins Gras beißt und nicht, wenn eure Gruppe es verbockt. Da eine Runde auch mal 40 bis 45 Minuten dauern kann, ist die ganze investierte Zeit für die Katz. Das nervt und demotiviert ungemein.

1 Kommentar Added

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  1. Ash2X 91920 XP Posting Machine Level 1 | 20.05.2016 - 13:14 Uhr

    Uiuiui…da hat jemand offensichtlich noch nicht viel Erfahrung mit MOBAs oder dessen Grundkonzept.
    Ein paar kleine Verbesserungsvorschläge:
    „Die Idee, ein MOBA-Levelsystem einzubauen, ist vor allem für Gelegenheitsspieler interessant. Gleichzeitig sorgt es für neue taktische Komponenten.“
    Das ist beispielsweise etwas das sich fast schon wiederspricht – die Möglichkeit den Charakter während eines Matches unterschiedlich zu skillen um das Gegnerteam möglicherweise effektiver auszukontern hält das Spiel vorallendingen für Spieler interessant die sich länger mit dem Spiel beschäftigen wollen.Gelegenheitsspieler sind bei einem Doom oder Overwatch,welches solche Möglichkeiten nicht bietet, besser aufgehoben.
    Sicher ist die Kampagne nicht das Gelbe vom Ei,aber für soetwas war es bei einem stark MP-fokussierten Shooter auch nicht gedacht und damit dieser halbwegs fair bleibt darf der Loot selbstverständlich auch nicht zu mächtig sein.

    Es wirkt zudem etwas befremdlich das Spiel mit spaßigen Multiplayermodi und Coop zu bezeichnen und dann nur 7.3 für den Multiplayer im allgemeinen zu geben…




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