Bleeding Edge: Test zu Ninja Theorys Hero Shooter

Fazit

Bleeding Edge

 
Wäre Bleeding Edge bereits vor ein paar Jahren erschienen, es wäre bei uns wahrscheinlich besser angekommen. Die Schlachten mit den durchgeknallten Figuren machen durchaus Laune und auch das Zusammenspiel der einzelnen Klassen funktioniert gut. Ninja Theory setzt hier ganz auf Teamplay und hält euch zum Beispiel im Kontrollpunkt-Modus ständig in Bewegung.

Das hat aber nicht nur Nachteile, zum Beispiel, dass ihr mit egoistischen Randoms schnell aufgeschmissen seid, sondern ist alles schon einmal dagewesen. Kein Problem, wenn man eine bestehende Formel übernimmt, solange man sie besser macht. Und hier sehen wir Bleeding Edge eben noch nicht. Mit den Charakteren konnten wir uns wenig identifizieren, ja haben manchmal sogar nicht mal Lust mit ihnen zu spielen, einfach, weil wir ihr Design und ihr Gehabe nicht mochten.

Auch die fehlende Backstory und die beiden Spielmodi sorgen nur für kurze Abwechslung im Chaos-Dschungel. Es wirkt eben alles wie ein solides Basis Game, dem es an Fleisch auf den Rippen fehlt. Bestes Beispiel hierfür ist der fehlende Charakter Mekko, der eigentlich zum Launch angekündigt wurde. Und von solchen Fällen hatten wir im Bereich Service Games in letzter Zeit eben zu viele als das uns Bleeding Edge richtig vom Hocker haut. Wir werden daher wohl abwarten müssen, ob in den nächsten Monaten noch mehr in Sachen Figuren, Ideen, Karten und Modi folgt, um uns langfristig vor die Xbox One zu fesseln.

Versteht uns nicht falsch, Bleeding Edge ist immer noch ein spaßiges Game. Es steckt hier nur so viel Potenzial darin, welches noch nicht ausgeschöpft wurde und warum der Titel im Endeffekt unseren Bronze Award verfehlt. Unsere Hoffnung bleibt, dass sich auch dank Game Pass eine stabile Community findet, die den Titel fleißig zockt und bald schon mehr Content folgen wird.

  • Singleplayer: -/-
  • Multiplayer: -/-
  • Graphic: 7.5
  • XboxLive: 6.8
  • Sound: 7.0
  • Control: 8.0
  • Overall: 6.8
  • Game Time: -/-
  • Speech: Englisch
  • TV TEXT: Deutsch
  • Censor:
  • Qualified:
  • Letzte Worte:

    "Spaßige Multiplayer-Action, der es jedoch an Inhalt und Tiefe fehlt."

The Good

  • Skurrile, kreative Charaktere...
  • Coole Attacken der einzelnen Figuren
  • Mischung aus Hero Shooter und Fighting Game
  • Gute Abstimmung der Rollen
  • Teamplay wird großgeschrieben
  • Verschiedene Upgrades sorgen für individuelle Charakter-Anpassung
  • Neue Hoverboards und andere Designs freischaltbar
  • Viel Potenzial in Gameplay und Welt

The Bad

  • ...die oft zu Over-the-Top ausfallen
  • Lediglich zwei Spielmodi
  • Nur vier Karten...
  • ...die sehr lieblos und steril wirken
  • Unausgewogenes Matchmaking
  • Zum Launch nicht alle Charaktere Spielbar
  • Welt und Figuren fehlt es an Tiefe
  • Kein Role Queue
  • Wenig Langzeitmotivation
  • Abgenutzter Cel Shading Look
6.8
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28 Kommentare Added

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  1. Phonic 251750 XP Xboxdynasty Veteran Silber | 29.03.2020 - 11:53 Uhr

    Danke für den Test, war mir aber schon seit der Ankündigung klar das es nix für mich ist! Aber eines muss man sagen MS traut sich defintiv auch mal Risiken einzugehen und bissel was anderes zu machen auch wenn es eher mau ist, als ein Safecall Third Person Action Adventure!

    5
    • swagi666 69325 XP Romper Domper Stomper | 29.03.2020 - 12:28 Uhr

      Was bitte ist ein Risiko am Tausendsten GaaS-Spiel. Ist doch auch nur eine Formal, die man nachkocht.

      Da wäre mir persönlich ein gutes 3rd Person Action Adventure wesentlich lieber.

      7
      • Phonic 251750 XP Xboxdynasty Veteran Silber | 29.03.2020 - 12:56 Uhr

        Denke es ist ganz schön Nische und dann hat man durchaus ein Risiko das die Verkaufzahlen eher Mau sind. Wie ich schon gesagt hab, mir war beim ersten Trailer klar das es nix für mich ist! Und an Third Person Action Adventures bin ich übersättigt da dort zu viel Einheitsbrei Released wird. Mein Kommentar spiegelt nur meine persönliche Meinung. Was aber wie man liest wieder ein Problem ist, was sich wirklich durch die komplette Gen zieht MS schafft es nicht ihre Games mit genügend Inhalt zu versorgen zu release siehe SoT war es genauso. Allerdings schaffen das die wenigsten selbst Division 2, Destiny 2 usw waren da alle eher Mau

        1
  2. swagi666 69325 XP Romper Domper Stomper | 29.03.2020 - 12:24 Uhr

    Den Kritikpunkt mit den Charakteren kann ich völlig zustimmen. Gerade beim ehemaligen Metal Gitarristen sind mir so viele Dinge so aufgesetzt cool vorgekommen, dass es mich einfach nur genervt hat.

    „Ride the Lightning“ als Name für den Finisher, um nur ein Beispiel zu nennen.

    3
    • Quentara 14260 XP Leetspeak | 29.03.2020 - 13:02 Uhr

      Einmal das und ich finde ihn persönlich auch wirklich abstoßend was das Design angeht. Solche Charaktere vermöble ich gerne als Gegner, aber ich habe keine Motivation so einen selbst zu spielen.

      1
      • swagi666 69325 XP Romper Domper Stomper | 29.03.2020 - 13:06 Uhr

        Und auch hier wieder eine Holzhammer-Referenz an die Vergangenheit. Wahrscheinlich hätte Ärger mit Sega gegeben, wenn man den Mecco geschrieben hätte…argh, der Art Director gehört so was von gefeuert!

        1
        • Thegambler 0 XP Neuling | 29.03.2020 - 14:40 Uhr

          Ich finde das Charakterdesign auch viel zu übertrieben, aber ich finde andere Spiele sind da keinen Deut besser (Fortnite, Overwatch, Bayonetta, Sunset Overdrive, Project Arms). Diese Spiele kann ich aus denselben Gründen einfach nicht zocken, während andere Gamer sie abfeiern.

          Am Ende bleibt so etwas eben einfach Geschmackssache!

          @Swaggi
          Das Charakterdesign steht schon seit Monaten fest. Das ständig zu Thematisieren bringt was genau? ?

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          • swagi666 69325 XP Romper Domper Stomper | 29.03.2020 - 18:20 Uhr

            Hast Du den Test gelesen?!? Da steht auf der zweiten Seite

            (Zu?) skurrile Charaktere

            Folglich habe ich das Thema nicht erneut aufs Tablett gebracht, sondern der Tester des Spiels. Ich habe lediglich zum Ausdruck gebracht, dass ich den Tester diesbezüglich zustimme.

            Ja – auch Overwatch-Charaktere bedienen sich an Klischees – vom Samurai bis zum Western-Gunslinger. Die sind aber nicht so maßlos übertrieben wie hier.

            Aber ist schon schlimm für Dich, dass Dein Nächster geliebter Listwars-Titel sich als Rohrkrepierer entpuppt. ???

            Und offensichtlich hast Du Sunset Overdrive nicht mal gespielt. Sonst würdest Du diesen Vergleich nicht ziehen!

            2
            • Thegambler 0 XP Neuling | 29.03.2020 - 19:19 Uhr

              Ich habe Sunset Overdrive kurz gespielt, aber mir war das Game einfach zu überdreht.

              Sorry

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  3. el ramon 4380 XP Beginner Level 2 | 29.03.2020 - 13:20 Uhr

    Ich hab freitag abend mal rasch 300-400 gamerscore geholt. Dann war die luft aber schon raus. Nebst der beteits erwähnten fehlenden abwechslung ist vorallem das balancing zwischen den charakteten schlecht. Mit der figur kulev beispielsweise zerpflückt ihr mit ein wenig übung im alleingang ganze teams, während andere charaktere vollig nutzlos sind….

    1
    • Atryox 7965 XP Beginner Level 4 | 29.03.2020 - 21:38 Uhr

      Ja am Balancing muss definitiv nochgeschraubt werden. Gleichzeitig fehlt es an Inhalten. Für kurz zwischendurch ist es ganz Spaßig aber es fehlt definitiv an Langzeitmotivation.

      1
  4. Pantherbuch1980 0 XP Neuling | 30.03.2020 - 11:49 Uhr

    Ich finde es gut! Nicht überragend, aber gut.?

    1
  5. MR.A-K 4960 XP Beginner Level 2 | 11.04.2020 - 21:29 Uhr

    Konnte den Spielspaß nach 2 Stunden noch nicht finden.
    Aber ist halt auch kein Spiel für mich.

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