Cobra Kai 2: Dojos Rising: Test zur Karate-Katastrophe 

Ohne Serienkenntnis, kein Spaß

Lizenzversoftungen waren schon immer ein heikles Thema in der Geschichte der Videogames. Gute Vertreter wie das erste Telltale Spiel zur Walking Dead Vorlage oder das legendäre Goldeneye 007 für das N64 stellen nur die dünne Spitze der Lizenztitelpyramide dar. Der breite Unterbau besteht hingegen aus vielen schlechten und mittelmäßigen Titeln. Nun kommt das neue Spiel zum Netflix Hit Cobra Kai um die Ecke und versucht es besser zu machen: Cobra Kai 2: Dojos Rising. Unser Test zeigt, ob das gelingt.

Der Vorgänger konnte mit klassischer Beat ‚em’Up Action punkten, versprühte vereinzelt den Charme der Serie und ließ sich in die Kategorie der mittelmäßigen Prügler einordnen. Seit dem 08.11. ist der zweite Teil der Serie auf dem Markt, der vieles anders machen möchte und unter anderem auf ein 3D-Kampfsystem setzt. Ganz nach dem bekannten Cobra Kai Motto „Strike first! Strike hard! No mercy!“ haben wir das Spiel durchleuchtet.

Worum geht es in Cobra Kai 2: Dojos Rising? Da fängt der Lizenzspaß schon an, denn starten wir den Story-Modus, werden wir direkt von Charakter Chozen in Empfang genommen. Die Sätze, die er von sich gibt, sind aber so verschwurbelt, mystisch und zusammenhanglos, dass gar kein Kontext zustande kommt. Er mimt den außenstehenden Betrachter und kommentiert das Geschehen. 

Warum er das überhaupt tut und was er mit der ganzen Sache rund um die drei Dojos aus L.A. zu tun hat, wird nicht weiter erwähnt. Habt ihr keine einzige Folge gesehen, seid ihr auf verlorenem Posten, denn sowohl die Ausgangslage als auch die insgesamt 28 spielbaren Charaktere, deren Rivalitäten oder die allgemeine Vorgeschichte, bleiben völlig unerklärt.

Daher zunächst ein kurzer Crashkurs: Das Geschehen lässt sich zeitlich in der dritten und vierten Staffel der Netflix-Serie ansiedeln. Es geht um das große All Valley Turnier, bei dem die Schüler von Cobra Kai, Miyagi-Do und Eagle Fang Karate antreten. 

Sollte Cobra Kai gewinnen, müssen die beiden anderen Dojos dicht machen, gewinnt hingegen eines der anderen Teams, so müssen die Pforten des Schlangenclubs schließen. Wer die Staffeln kennt, weiß, wie das Spektakel eigentlich ausgeht, demgegenüber habt ihr hier das Ende und den Weg dorthin selbst in der Hand.

Denn tatsächlich könnt ihr euch zu Beginn der Kampagne aussuchen, welche der drei Handlungsstränge ihr spielen wollt. Diese jeweils um die vier bis fünf Stunden andauernden Mini-Kampagnen unterscheiden sich jedoch nicht in dem Maße voneinander, als dass sich hier gänzlich neue Storylines ergeben. 

Es geht hauptsächlich darum, neue Mitstreiter für die eigene Gruppierung zu verpflichten und somit den Sieg im All Valley Turnier wahrscheinlicher zu gestalten. Abgesehen von den verfügbaren Charakteren und dem jeweiligen Hauptquartier ändert sich an der Prämisse nichts.

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17 Kommentare Added

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  1. Ranzeweih 95975 XP Posting Machine Level 3 | 05.12.2022 - 22:11 Uhr

    Hört sich ja schlimmer als der Vorgänger an. Nicht mal vom Grabbeltisch.

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