CONTROL Resonant: Vorschau – Remedy hebt Action, Build-Freiheit und Wahnsinn auf ein neues Level

Kampf mit Gestaltwandlern

Remedy Entertainment meldet sich zurück – und zwar mit einem Spiel, das auf den ersten Blick vertraut wirkt, sich aber schon nach wenigen Minuten komplett neu anfühlt.

CONTROL Resonant erweitert das gefeierte Original nicht einfach nur, sondern dreht es in eine deutlich actionlastigere, freiere und spielerisch variablere Richtung weiter.

Das hier ist kein vorsichtiger Nachfolger. Das ist eine Weiterentwicklung mit voller Absicht.

Einbruch in eine Realität, die nicht stabil bleiben will

Schon die ersten Minuten setzen den Ton. Dylan Faden steht im Zentrum des Geschehens – gefangen zwischen Kontrolle, Erinnerung und einer Welt, die offenbar längst aus den Fugen geraten ist.

Statt der klaustrophobischen Isolation des ersten Teils öffnet sich CONTROL Resonant deutlich stärker in Richtung Außenwelt.

Manhattan wirkt dabei weniger wie ein klassisches Setting und mehr wie ein instabiler Zustand: zerstört, überlagert, verschoben.

Was sofort auffällt, ist die Art, wie das Spiel Spannung aufbaut. Nicht über reine Skripte oder Jumpscares, sondern über Kontrolle – oder vielmehr den Verlust davon. Gegner, Raum, Sound und Bewegung greifen ineinander und erzeugen diesen typischen Remedy-Moment: Orientierung ist optional.

Der größte Bruch: Spielerfreiheit im Kampfsystem

Der wohl auffälligste Unterschied zum Vorgänger ist das Kampfsystem. CONTROL Resonant setzt nicht mehr auf ein fixes Arsenal, sondern auf modulare Entscheidungen, die sich direkt auf den Spielstil auswirken.

Bereits früh im Spiel steht man vor einer wichtigen Wahl: Unterschiedliche Nahkampfwaffen definieren, wie sich Dylan im Kampf verhält. Jede Option verändert Reichweite, Tempo und Risiko – und damit auch die gesamte Herangehensweise an Begegnungen.

Das Spiel zwingt einen damit nicht in eine Richtung, sondern lässt bewusst Raum für Experimente. Dieser Ansatz zieht sich konsequent durch das gesamte Kampfsystem.

Auch im späteren Verlauf wird dieses Prinzip weitergeführt:

  • verschiedene Waffen für leichte und schwere Angriffe
  • kombinierbare Finisher-Optionen
  • zusätzliche Spezialfähigkeiten für maximale Flexibilität

Das Ergebnis ist ein System, das weniger wie ein klassisches Action-Set wirkt und mehr wie ein Baukasten für individuelle Kampfstile.

Wenn Bewegung zur zweiten Hauptmechanik wird

Überraschend stark ist der Fokus auf Traversal. CONTROL Resonant ist nicht nur ein Action-Spiel – es ist auch ein Spiel über Bewegung.

Rooftops, vertikale Ebenen und surreal verschobene Stadträume machen die Welt zu einem aktiven Bestandteil des Gameplays. Besonders auffällig sind Sequenzen, in denen die Realität selbst fragmentiert wirkt – etwa wenn architektonische Strukturen plötzlich in abstrakte Zwischenräume übergehen.

Im Verlauf des Prologs erweitert sich Dylans Bewegungsrepertoire schrittweise.

Neue Fähigkeiten wie Dash, Double Jump und Levitation werden nicht einfach freigeschaltet, sondern in kleine Prüfungen eingebettet, die das Spieltempo gezielt variieren.

Das sorgt dafür, dass Fortschritt nicht nur über Kampf, sondern auch über Bewegung spürbar wird.

Resonant Entity: Bosskampf zwischen Chaos und Kontrolle

Der erste größere Höhepunkt der Demo ist der Kampf gegen eine sogenannte Resonant Entity. Remedy inszeniert diesen Moment bewusst als Mischung aus konventionellem Bossfight und physischem Ausnahmezustand.

Die Kreatur selbst wirkt weniger wie ein klassischer Gegner und mehr wie ein Ereignis: Die Umgebung reagiert, Trümmer werden telekinetisch bewegt, und der Raum selbst scheint gegen den Spieler zu arbeiten.

Besonders auffällig ist hier die Mischung aus Angriffen und Ausweichmechaniken, die stark auf Timing und Positionierung setzen. Statt reiner Reaktionsfähigkeit geht es darum, Räume zu lesen und sich in ihnen neu zu verorten.

Im späteren Verlauf der Demo wird deutlich, wie tief das System tatsächlich greift. CONTROL Resonant erlaubt es, mehrere Fähigkeitsschichten miteinander zu kombinieren:

  • aktive Angriffs-Skills
  • defensive Optionen
  • beschwörbare oder situative Unterstützungen
  • passive Verstärkungen über Artefakte

Die Kombination dieser Elemente führt zu einer enormen Bandbreite an möglichen Builds. Besonders im erweiterten Combat-Segment wird klar, dass das Spiel nicht nur einzelne Fähigkeiten testet, sondern ganze Systemkombinationen fordert.

Das Ergebnis ist ein Action-Design, das bewusst Komplexität zulässt, ohne dabei unzugänglich zu wirken – zumindest im frühen Spielverlauf.

Ein Balanceakt zwischen Chaos und Kontrolle

Trotz der wachsenden Systemtiefe bleibt CONTROL Resonant seinem Grundprinzip treu: Spieler sollen sich nie vollständig sicher fühlen.

Die Kämpfe sind fordernd, aber nie rein überwältigend. Stattdessen arbeitet das Spiel mit dem ständigen Wechsel zwischen Kontrolle und Überforderung. Genau hier entfaltet sich der typische Remedy-Charakter: Unruhe als Designprinzip.

Ein besonders wichtiger Aspekt dabei ist die Lernkurve. Das Spiel baut Mechaniken schrittweise auf, zwingt den Spieler aber immer wieder dazu, bekannte Muster zu hinterfragen.

Erster Eindruck: Mehr Spiel, mehr Freiheit, mehr Risiko

CONTROL Resonant wirkt in seinem aktuellen Zustand wie ein klarer Schritt nach vorn für die Serie.

Remedy behält die surrealen, erzählerischen Stärken des Originals bei, erweitert sie aber um deutlich mehr spielerische Freiheit und Systemtiefe.

Vor allem die Kombination aus modularen Kampfstilen, erweiterten Bewegungsmechaniken und einer dynamisch reagierenden Welt zeigt, dass hier ein deutlich ambitionierterer Ansatz verfolgt wird als im Vorgänger.

Noch ist vieles im Prolog nur angerissen, aber der Eindruck ist eindeutig: CONTROL Resonant will mehr sein als ein Nachfolger. Es will ein neues Fundament für die Serie legen.

Und wenn der Rest des Spiels diese Richtung hält, könnte Remedy hier eines der spannendsten Action-Adventures im Jahr 2026 abliefern.

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8 Kommentare Added

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  1. burito361 115400 XP Scorpio King Rang 3 | 22.06.2026 - 11:13 Uhr

    Lieber ein Quantum Break Fortsetzung. Oder wenigstes ein Upgrade für Xbox Series

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  2. Kitomy 107245 XP Hardcore User | 22.06.2026 - 11:27 Uhr

    Das Spiel kann noch so gut sein….
    Es wird nicht das ernten was es verdient hat..
    Es ist ja nicht nur das Release Datum….
    Sondern das gesagt und vor allem der PlayStation Deal geht gar nicht…
    Du kannst nicht gegen das Schienbein von über 50% der Spielerbase treten …

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  3. Robilein 1304360 XP Xboxdynasty Legend Onyx | 22.06.2026 - 12:36 Uhr

    Sieht sehr gut aus. Wird mich sicher wie Control und Alan Wake 2 auch wieder abholen. Ich freue mich drauf, wird zu einem späteren Zeitpunkt gekauft🙂

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  4. Devilsgift 156745 XP God-at-Arms Gold | 22.06.2026 - 12:46 Uhr

    Remedy macht zwar gute Spiele, die kommen aber bei den meisten nicht an Control wird bestimmt untergehen.

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  5. Knappe 04 144420 XP Master-at-Arms Silber | 22.06.2026 - 12:47 Uhr

    Hört sich gut an. Ich werde es auf jeden Fall spielen, höchstwahrscheinlich im Januar.

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