Cyberpunk 2077: Test zum dystopischen Rollenspiel Epos

Eine Welt zum Niederknien

Cyberpunk 2077

 
Obwohl eure Herkunft des Öfteren aufgegriffen wird und euch eurer Origin entsprechend teils andere Dialogoptionen bereitstehen, bleibt die Hauptgeschichte dennoch gleich. Ihr wollt euch im Untergrund von Night City einen Namen machen und mit eurem Kumpel Jackie einen Splitter stehlen, der Unsterblichkeit verspricht! Ab hier wollen wir von der Geschichte jedoch nichts weiter verraten, denn Cyberpunk 2077 bietet euch eine packende Story mit der einen oder anderen Wendung, die ihr auf jeden Fall selbst erleben solltet!

Denn wie bereits bei The Witcher 3 zeigen CD Projekt Red, dass sie aktuell zu den besten World Buildern in der Games Branche gehören. Night City ist eine lebendige, bunte Stadt, die über die Jahre der Entstehung verschiedene Lebens- und Baustile verinnerlicht hat. Einzelne Viertel haben andere Stilprägungen und begegnen euch mit unterschiedlicher Innen- und Außenarchitektur. Dabei haben sich die Designer auch von der Gegenwart beeinflussen lassen und zum Beispiel die berüchtigten Favelas aus Brasilien in Night City integriert.

Bunte Neonreklame buhlt hier genauso um eure Aufmerksamkeit wie zahlreiche Händler oder allseits präsente TV-Bildschirme. Die Menschen in Night City gehen ihrem Alltag nach, trainieren, nehmen einen Snack zu sich, halten Smalltalk oder schießen Selfies mit religiösen Predigern. Ihr solltet jedoch nicht zu genau hinschauen, denn einige Seiten des lebendigen Treibens entpuppen sich schnell als Fassade. Zum Beispiel die Pumper-Fläche in Vs Appartmentkomplex, in dem stets die gleichen NPCs an denselben Geräten ohne Pause trainieren. Im Vorbeilaufen mag das eine coole Kulisse sein – solange ihr wie gesagt kein zu genaues Auge drauf werft.

Die visuelle Komponente ist jedoch nur ein Teil des Word Buildings, der hervorsticht. Überall in der Welt verteilt könnt ihr die Lore um Night City in Form von Splittern aufsaugen, die euch wertvolle Hinweise zur Geschichte und den Charakteren in Cyberpunk 2077 liefern. Auch die News-Sendungen auf den Monitoren solltet ihr nicht außer Acht lassen, verstecken sich in den beiläufigen Nachrichtenmeldungen doch oft spannende kleine Geschichten, die zur Atmosphäre beitragen. Es ist großartig, wie die Entwickler es schaffen, durch viele kleine Details eine immersive Spielwelt zu erschaffen und euch in die Lore von Cyberpunk 2077 einzuführen – vorausgesetzt ihr lasst euch darauf ein und nehmt euch die Zeit.

Bereits nach der kurzen Origin-Einführung dürft ihr Night City im ersten Distrikt frei erkunden und euch dafür entscheiden, der Hauptgeschichte zu folgen oder eine der zahlreichen Nebenquests zu absolvieren. Ein sehr positiver Aspekt: Anders als in anderen Rollenspielen nehmt ihr mit einer Quest keinen in sich geschlossenen Strang an, den ihr bitteschön erst mal abzuarbeiten habt. Vielmehr sind die Quests in Cyberpunk 2077 in kleinere Abschnitte unterteilt, die ihr auch zwischendurch unterbrechen dürft. So lässt euch das Spiel die Freiheit, Missionen auf dem Weg anzunehmen und „hineinzuschnuppern“. Ihr könnt diese jedoch jederzeit links liegenlassen und euch eine andere Aufgabe vornehmen. Ebenfalls spannend: Nebenquests sind kein bloßes Beiwerk, sondern in die Hauptstory verwoben. Sie beeinflussen nicht nur die Handlung, sondern auch das Ende des Spiels.

62 Kommentare Added

Mitdiskutieren
  1. NilZen 16950 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 13.02.2021 - 20:26 Uhr

    Schöner Test! Denke auch, dass das Game einfach nur ein bisschen warm werden muss damit es ordentlich spielbar ist. Schade, dass es nicht so den Charakter von GTA hat, ich denke das hat sich jeder so in etwa vorgestellt

    0

Hinterlasse eine Antwort