Deus Ex: Mankind Divided: Test zum futuristischen Action-Rollenspiel

Eigener Spielstil dank Augmentierungen

Die lohnen sich auf alle Fälle. Ob ihr nun einem Dealerring das Handwerk legen möchtet, einen korrupten Medienkonzern zu Fall bringt oder in eine Hochsicherheitsbank einbrecht: Sämtliche Nebenquests bringen euch das schöne Prag näher, sorgen für Abwechslung und bringen massig Erfahrungspunkte. Die braucht ihr, um eure Augmentierungen freizuschalten und aufzuleveln. Dass Jensen diese nicht mehr zur Verfügung stehen, haben die Entwickler mit einem tollen Storykniff gelöst.

Eine Explosion sorgt nämlich dafür, dass die Verbesserungen eures Agenten beschädigt werden. Erst ein Techniker repariert euch, muss jedoch einen kompletten Reboot durchführen, weil er zusätzlich experimentelle Augs in euch entdeckt. So habt ihr nicht nur eine Begründung für die Abwesenheit von Adams Verbesserungen, sondern gleichzeitig neue Tech wie zeitliche Verlangsamungen oder Teslageschosse zur Verfügung. Aber Vorsicht: Schaltet ihr die experimentellen Augs frei, überlastet euer System und ihr müsst andere Verbesserungen deaktivieren.

Die weiteren euch zur Verfügung stehenden Augs solltet ihr maßgeblich an euren Spielstil anpassen. Denn Deus Ex: Mankind Divided bietet euch vollkommene Freiheit, wie ihr eine Mission lösen möchtet. So stehen euch neben Pistolen und Maschinengewehren auch Optimierungen zur Verfügung, mit denen ihr mehrere Feinde gleichzeitig ausschalten könnt. Andere Augmentierungen bestärken den Stealth Aspekt des Titels und unterstützen euch dabei, ungesehen durch die Gebiete zu kommen. Entsprechend den unterschiedlichen mechanischen Verbesserungen bieten euch die Entwickler auch zahlreiche Wege an, wie ihr einen Auftrag meistern könnt.

In einer Nebenmission sollt ihr beispielsweise in eine Bank einsteigen, um belastendes Material zu sammeln. Doch wie kommt ihr an den Wachen und Sicherheitsvorkehrungen vorbei? Neben obligatorischen Lüftungsschächten gibt es auch strukturschwache Wände, die ihr mit einer freigeschalteten Optimierung zermalmen könnt. Andererseits kommt ihr mit weiterentwickelten Hacker Skills auch in das System, um euch Mitarbeiter IDs oder Zugangscodes zu verschaffen. Teilweise versperren euch dann noch Kopierer oder Kühlschränke den Weg, die ihr erst nach Aufleveln eurer Mech-Muskeln aus dem Weg schaffen könnt. Und da wäre natürlich noch der wenig subtile Weg: Ihr ballert euch bis zum Zentralrechner durch! Ihr seht, Deus Ex bietet euch massig Entscheidungsfreiheit und Stoff für mehr als einen Durchlauf.

Den actionlastigeren Weg beschreitet ihr übrigens am besten, indem ihr eure Waffen stetig mit Verbesserungsteilen auflevelt und fleißig die Munition wechselt. Denn neben normalen Kugeln retten euch panzerbrechende Munition und Elektrokugeln das virtuelle Leben. Die Shooter-Einlagen gehen leicht von der Hand und stehen einem reinrassigen Shooter in nichts nach. So macht auch für die Stealth Spieler unter euch das Ausschalten der Feinde Spaß. Nervig wird es jedoch, sobald ihr entdeckt werdet. Dann stürmen auf einmal nicht nur massig an Gegnern auf euch zu, obwohl vielleicht vorher nur zwei in der Umgebung waren. Sie scheinen auch durch Zauberhand zu wissen, wo ihr euch aufhaltet und nehmen euch unter Dauerfeuer. Klar, damit drängen euch die Entwickler mehr in Richtung Schleichabenteuer. Doch für gelegentliche Ausrutscher, die dadurch sofort mit massig Gegnerpräsenz bestraft werden, ist sowas mehr als unglücklich.

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2 Kommentare Added

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  1. Birdie Gamer 126660 XP Man-at-Arms Gold | 01.09.2016 - 07:58 Uhr

    Vielen Dank für den gut geschriebenen Test – Ich warte zurzeit noch, dass der Preis der Collector’s Edition etwas weiter (unter 100€) fällt und dann muss es her.

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