Deus Ex: Mankind Divided: Test zum futuristischen Action-Rollenspiel

Schönes Prag, Herausforderungen im Breach Modus

Grafisch präsentiert sich Deus Ex: Mankind Divided solide. Prags historische Bauten sind wundervoll anzusehen und gehen mit den technischen Komponenten der Zukunft eine herrliche Symbiose ein. Die Umgebung ist mit viel Liebe zum Detail designt und auch wenn ihr euch nur in einer begrenzten Spielwelt bewegt, sorgen die zahlreichen Gassen und Abkürzungen für ein Gefühl der Bewegungsfreiheit. Vor allem die Tatsache, dass viele Gebäude begehbar sind und neue Quests enthalten, sorgt für Kribbeln bei Entdeckern. Leider geht die Framerate in den Außenbereichen gerne einmal in die Knie, was verglichen mit anderen Spieleengines zu vermeiden gewesen wäre.

Auch die Gesichtsanimationen hätten vor allem in einem storygetriebenen Action-Rollenspiel lebendiger und emotionaler wirken dürfen. Hinzu kommt die Entscheidung der Entwickler, Aktionen wie K.O.-Schläge und Animationen mit Zwischensequenzen zu überblenden, statt sie aus der Ego-Perspektive zu zeigen. Die Sounduntermalung spielt sich nicht in den Vordergrund, sondern unterstützt die jeweiligen Geschehnisse passen und dezent. Das heißt jedoch auch, dass sich der Soundtrack nicht durch besondere Momente oder Brillanz hervortut.

Habt ihr die Geschichte beendet, ist aber noch lange nicht Schluss. Mit dem Breach Mode versucht euch Entwickler Eidos Montreal weiter an Deus Ex: Mankind Divided zu binden. In diesem Spielmodus übernehmt ihr die Rolle eines Rippers, den Meister-Hacker der Zukunft. Eure Aufgabe: Brecht in die Datentresore einer Großbank ein und stehlt wertvolle Unternehmensdaten. An jedem Knotenpunkt gelangt ihr als virtueller Avatar in einen Level, in dem ihr durch Hacken und Ausweichen von Feinden an Serverdaten gelangen müsst. Habt ihr alle Daten gesammelt, geht das System in den Angriffsmodus über – und ihr müsst vor dem Ende des Counters die Flucht ergreifen.

Dabei erlangt ihr durch gesammelte Daten und kurze Sessions Punkte sowie Bonus-Pakete, die Ausrüstungskarten enthalten. Hier gibt es neben normalen Waffen und Munitionspaketen auch seltene Knarren und andere nützliche Gegenstände zu finden. Vor jeder Mission dürft ihr euer Loadout bearbeiten und auf die jeweilige Aufgabe anpassen. Auch wenn es einen integrierten Shop mit Ingame-Käufen gibt, so kommt kein Gefühl von Pay2Win auf. Der Schwierigkeitsgrad ist ausgewogen und auch die gesammelten Booster Packs fühlen sich nach einer echten Belohnung an. Für Spieler, die nicht genug von Deus Ex bekommen können, ist der Breach Mode auf jeden Fall ein gelungener Zusatzmodus.

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2 Kommentare Added

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  1. Birdie Gamer 126660 XP Man-at-Arms Gold | 01.09.2016 - 07:58 Uhr

    Vielen Dank für den gut geschriebenen Test – Ich warte zurzeit noch, dass der Preis der Collector’s Edition etwas weiter (unter 100€) fällt und dann muss es her.

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