Devil May Cry 5: Test zur stylischen Dämonenjagd

Zickige Kamera, brachiale Riffs

Devil May Cry 5

 
Auch die Umgebungen können sich sehen lassen. Egal ob ihr durch die staubigen, sich ständig verändernden Ruinen von Red Grave City, heruntergekommene Hotels, Unterwassersysteme oder den Qliphoth selber unterwegs seid, erwarten euch abwechslungsreich designte Gebiete voller Gefahren und optisch markanten Landschaftspunkten. Persönlich hätten wir uns jedoch noch mehr gotische Bauwerke wie das Schloss aus dem ersten Teil und ein weniger monotones Leveldesign gewünscht.

Der einzig visuelle Wermutstropfen ist häufig die Kameraführung des Spiels. Während ihr diese meiste manuell mit dem rechten Stick anpassen könnt, ist sie in den Boss Fights und auch in einigen Arenen automatisch ausgerichtet. Das führt bei den Bossen beispielsweise dazu, dass ihr aus den Augenwinkeln heraus Gesundheits-Orbs herumliegen seht, die Kamera jedoch nicht schwenken dürft, um diese genau zu lokalisieren.

Ihr müsst also blind durch die Gegend gurken und darauf hoffen, dass ihr durch Zufall über einen der Steine lauft. Auch schützende Passagen oder kleinere Feinde außerhalb des Sichtfeldes gehen so verloren, wobei euch gerade letztere unangenehm in den Rücken fallen können.

Bei allem, was auf die Ohren geht, kann Devil May Cry 5 wieder ordentlich punkten. Die Synchronsprecher wurden passend ausgewählt und machen im Englischen einen richtig guten Job. Vor allem Neros Punch Lines werden so gut herübergebracht, dass ihr selbst bei den flachsten Sprüchen ordentlich schmunzeln müsst. Und in wer hätte es anders erwartet: auch in Sachen Soundtrack geht es richtig zur Sache!

Die brachialen Tracks untermalen die knallharten Fights passend, während der orchestrale Sound für die epische Grundstimmung sorgt. Die Riffs schaukeln sich sogar je nach Rang hoch, sodass ihr bei höheren Style-Rankings noch epischere Klänge zu hören bekommt, die euch zusätzlich motivieren.

Zum Schluss möchten wir euch noch auf die sich im Spiel befindlichen Mikrotransaktionen hinweisen. Im Spielgeschehen selbst könnt ihr über einen Echtgeldshop rote sowie blaue Kugeln erstehen, mit denen ihr dann eure Charaktere verbessern, Devil Breaker sowie zusätzliche Lebensenergie kaufen könnt. Außerdem bieten euch die roten Kugeln die Möglichkeit, solltet ihr einmal sterben, euch am Punkt des Todes wieder ins Leben zu „kaufen“. Weil die Devil May Cry Serie davon lebt, dass ihr die einzelnen Skills nach für nach erlernt und meistert, macht es aus unserer Sicht überhaupt keinen Sinn, euch gegen Echtgeld bereits vorab Combos und Talente zu kaufen. Im Zuge der Spielerfahrung raten wir euch also dringend davon ab.

Hinzu kommt, dass ihr im Laufe der Handlung genug rote sowie blaue Kugeln finden werdet, ja gegen Ende des Spiels als geübter Gamer kaum noch wisst, wohin ihr mit dem ganzen Zeug sollt. Das führt dazu, dass ihr auch keinerlei Berührungspunkte mit dem Shop haben werdet, weil die Entwickler euch erst darauf hinweisen, wenn ihr Punkte ausgeben möchtet, die ihr nicht mehr habt. In unserem ersten Durchlauf kamen wir nicht einmal in diese Situation – hätten wir nicht vorher gewusst, dass es Mikrotransaktionen gibt, sie wären uns schlicht nicht aufgefallen.

Und so spiegelt die Endbewertung diese auch nur mit einem geringen Abzug wider. Sie sind unnötig und auch bei uns kommen sie nicht gut an. Da Devil May Cry 5 jedoch so gestaltet ist, dass ihr das Abenteuer auch locker ohne jeden Einsatz von Echtgeld meistern könnt und das Spiel sie euch nicht unter die Nase reibt, fallen sie für uns nicht allzu negativ ins Gewicht.

8 Kommentare Added

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  1. scott75 28820 XP Nasenbohrer Level 4 | 15.03.2019 - 06:55 Uhr

    Wenn die Kamera richtig justiert wird bei den Action Kämpfen , dann schlag ich auch zu !

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  2. the-last-of-me-x 13040 XP Sandkastenhüpfer Level 2 | 15.03.2019 - 07:05 Uhr

    Schade, dass die mt’s nicht erwähnt werden. 4players gab sogar punktabzug – finde ich auch richtig.

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      • the-last-of-me-x 13040 XP Sandkastenhüpfer Level 2 | 15.03.2019 - 08:18 Uhr

        Gerne! Man kann sicherlich drüber streiten aber ich, als mega-alter Zockerveteran, sehe diese Entwicklung als extrem nervig und geldgeil an. Gerade ein DMC sollte keine MT’s haben, es geht um das Können des Spielers und nicht um einen „dicken“ Geldbeutel, wo man sich massig Orbs kaufen kann etc.

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        • Quentara 5275 XP Beginner Level 3 | 15.03.2019 - 11:14 Uhr

          Ich bin da ganz bei Dir, früher waren die Spiele fertig für den Preis und wer es „nicht drauf hatte“, der hat halt Cheats benutzt – die waren wenigstens kostenlos 😀 Es macht bei einem Titel wie DMC aus Spielersicht auch keinen Sinn, sich alles zu erkaufen. Die Progression geht verloren und overpowered wird es dann doch auch schnell langweilig. Hab die Passage in den Test am Ende eingefügt. Wie dort gesagt floss es nur minimal in die Wertung ein, weil es aus spielerischer Sicht gar nicht nötig ist, den Shop zu besuchen bzw. wirbt das Spiel offensiv auch nicht damit.

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  3. JahJah192 32315 XP Bobby Car Bewunderer | 15.03.2019 - 11:04 Uhr

    obwohl ich bisher noch keinen Teil gespielt hab, krieg ich da nun schon sehr Bock drauf… technisch wieder ne Perle. Bin richtiger Fan der RE-Engine geworden, vllt mit die beste aktuell.

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  4. Thoridias83 26150 XP Nasenbohrer Level 3 | 19.03.2019 - 09:48 Uhr

    Es sieht gut aus ist abgedreht und ist halt einfach DMC. Aber dieser überdrehte Style fällt nicht so in meine Must Have Sektion. Nier Automata ist auch so übtrieben Japan Style. Aber wie immer gibts es Fans die solche Games lieben und das ist auch gut so 👍🏻

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