Disciples: Domination: Test zur Rollenspiel-Rückkehr nach Nevendaar

Dunkle Wolken über Nevendaar

Fans von Dark Fantasy, zu den Waffen! Seit 1999 bringt euch die Disciples-Reihe strategische Leckerbissen, zuletzt 2022 mit Disciples: Liberation. Nun dürfen die Artefacts Studios, bekannt durch The Dungeon of Naheulbeuk, das Erbe der Reihe antreten und mit Disciples: Domination einen direkten Nachfolger präsentieren. 15 Jahre nach den Ereignissen von Liberation taucht ihr erneut in die finstere Welt Nevendaar ein. Ob sich die Rundenkämpfe mit RPG-Tiefgang den Thron verdienen, verrät unser Test.

In Disciples: Domination schlüpft ihr erneut in die Haut der Liberations-Heldin Avyanna. Einst gefeierte Befreierin und Herrscherin über Nevendaar, ist sie als Königin zunehmend von Selbstzweifeln und Verrat gebeutelt. Verbündete wenden sich ab, einstige Gefährten verlassen ihren Hof.

Und während das Königreich an seinen Rändern zu zerfallen droht, breitet sich eine düstere, unbekannte Korruption in den Landen aus. Die Handlung schlägt von Beginn an den gewohnt düsteren Ton an: Macht, Fanatismus, Verrat und die Last der Verantwortung ziehen sich als rote Fäden durch die Geschichte.

Dabei kann Disciples: Domination problemlos als Einstieg in die Serie gespielt werden. Atmosphärische Rückblenden sowie Erklärungen Avyannas zu vorherigen Ereignissen holen auch Neulinge ins Boot. Am meisten profitiert ihr von Handlung und Figuren natürlich, wenn ihr bereits mit der Welt von Nevendaar vertraut seid.

Diese ist reich an Lore und düsterer Fantasy, von mächtigen Elfenvölkern über die teuflische Legion der Verdammten bis zu den endlich zurückkehrenden Zwergenstämmen unter eurem neuen Begleiter Helmer. Schade nur, dass Avyannas Sprachausgabe nicht immer die Würde einer Herrscherin mit 15 Jahren Regierungserfahrung transportiert. Lediglich auf Englisch und Französisch vertont, klingt Avyanna eher nach kindlich-naiver Abenteuerin als nach einer gebrochenen Königin.

Grafisch bekommt ihr ein solides Dark-Fantasy-Abenteuer mit hübschen Umgebungen geboten, die von Zwergenminen über Elfenhaine alles bieten, was das Fantasy-Herz höherschlagen lässt. Durch die Unity Engine wirken einige der Charaktere in den Dialogen etwas detailarm und unscharf, gelegentlich kommt es bei Partikeleffekten zu Mini-Rucklern. Insgesamt präsentiert sich Disciples: Liberation durch Character, Level- und Art-Design jedoch ordentlich und atmosphärisch.

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3 Kommentare Added

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  1. buimui 456630 XP Xboxdynasty MVP Bronze | 12.02.2026 - 07:16 Uhr

    Danke für den Test. Interesse ist durchaus da, aber ich habe den Vorgänger noch in der Bibliothek und noch nie gespielt. Mal schauen. 👍

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    • Quentara 15840 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 12.02.2026 - 08:21 Uhr
      Antwort auf buimui

      Gerne 😊 Dann kannst Du Liberation bedenkenlos vorher zocken und Dir Domination gönnen, wenn Dir Liberation taugt 👍

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  2. Katanameister 351700 XP Xboxdynasty Veteran Platin | 12.02.2026 - 10:01 Uhr

    Vielen Dank für den Test, ich denke, dass ich den Vorgänger mal bei Gelegenheit ausprobieren werde, wenn der Nachfolger eher ein Teil 1.5 ist.

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