Echoes of Aincrad: Hands-on Vorschau zum neuen Sword Art Online RPG

Willkommen in Aincrad

Wer einmal in die Welt von Sword Art Online eingetaucht ist, kennt das Schaudern: Zehntausende Spieler, gefangen in einem virtuellen Dungeon, in dem der Tod im Spiel den Tod in der Realität bedeutet.

Mit Echoes of Aincrad holt Bandai Namco Entertainment genau dieses Szenario zurück. Und dieses Mal schlüpft ihr in die Rolle eures eigenen Helden. Wir durften das Spiel einige Stunden anspielen und verraten euch, ob das neue Anime-RPG SAO-Fans wie Neulinge gleichermaßen begeistern kann.

Der Einstieg macht sofort klar, womit Echoes of Aincrad punkten will: Atmosphäre. Ihr erstellt euren eigenen Avatar und werdet in die ikonische schwebende Burg Aincrad geworfen, genau so, wie ihr es aus dem ersten Arc von Sword Art Online kennt.

Das Spiel nimmt sich dabei spürbar Zeit, auch Neueinsteiger in das SAO-Universum einzuführen, und erklärt die Grundprämisse, ohne zu überwältigen. Selbst wer die Light Novel, den Manga oder die Anime-Serie nicht kennt, versteht schnell: Hier geht es ums Überleben, und Schwäche wird bestraft.

Auch, wenn ihr erstmals in einer Videospielumsetzung von Sword Art Online euren eigenen Charakter ins Feld führt, kreuzen im Spielverlauf bekannte Figuren euren Weg. Die Spielwelt weiß mit ihren Kontrasten zu begeistern. Auf dem ersten Floor kämpft ihr euch durch verwinkelte Ruinen und bahnt euch den Weg zur belebten Stadt der Anfänge, die als zentrales Hub dient. Dort herrscht viel Betrieb. NPCs bevölkern die Straßen, auch wenn sie zum Zeitpunkt unserer Demo noch etwas ziellos wirkten.

Auf dem zweiten Floor wechselt die Kulisse dann dramatisch: Ein fernöstliches Ambiente mit roten Wüstenschluchten sowie verfallenen Ruinen empfängt euch in der Gegend rund um Taran und macht deutlich, dass Aincrad visuell einiges zu bieten hat. Dass Aimer, eine renommierte japanische Musikerin im Anime-Sektor, den Titelsong beisteuert, rundet die Stimmung ab.

Schwerttechniken und Strategien: Kampfsystem mit Tiefe

Am deutlichsten hinterlässt Echoes of Aincrad seine Handschrift im Kampfsystem. Zur Verfügung stehen euch normale, schwere sowie Crush-Attacken, wobei Letztere eine besondere Rolle spielen: Sie reduzieren die Bruch-Anzeige eurer Feinde.

Fällt diese auf null, bricht die Verteidigung des Gegners zusammen und öffnet ein wertvolles Fenster für einen vernichtenden Angriff. Break Marker zeigen euch zudem an, welche Körperteile von Gegnern zerstört werden können, was taktisches Denken belohnt und den Kämpfen eine zusätzliche Tiefe verleiht.

Ferner stehen euch Sword Skills zur Verfügung, die ihr über LT in Kombination mit den entsprechenden Tasten auslöst und die SP verbrauchen. Ergänzt wird das Arsenal durch Support Skills, für die ihr separat Support SP benötigt.

Besonders befriedigend ist das Parry-System: Drückt ihr kurz vor einem feindlichen Angriff LB, pariert ihr ihn, staggert den Gegner und könnt unmittelbar danach mit X einen gemeinsamen Parry Slash mit eurem KI-Partner ausführen.

Euer begleitender Partner ist dabei kein schmückendes Beiwerk, sondern ein taktisches Werkzeug. Im Free Mode greift er Feinde eigenständig an und verteilt so den Schaden auf eure Gegner, was besonders nützlich ist, wenn mehrere Widersacher gleichzeitig auf euch einprasseln.

Im Switch Mode richtet er seinen Fokus auf denselben Feind wie ihr und füllt dabei seinen Fokusspeicher wieder auf. Bleibt euer Partner jedoch zu lange im Free Mode, ermüdet er. Ein kluges System, das euch zwingt, situativ mitzudenken und euren Begleiter im Auge zu behalten.

Klassisches RPG mit mit eigenem Helden

Abseits der Action entpuppt sich Echoes of Aincrad als klassisches Action-RPG mit soliden Progressionsmechaniken. Jeder Levelaufstieg bringt Growth Points, die ihr in Attribute wie Stärke oder Ausdauer investiert und damit euren Spielstil formt.

Sechs Waffentypen stehen zur Wahl: Schwerter, Zweihandäxte, Dolche, Rapiere, Zweihandschwerter sowie Streitkolben. Das eröffnet verschiedene Spielweisen und animiert zum Experimentieren.

In eurem Zimmer im Gasthaus der Stadt der Anfänge tauscht ihr Ausrüstung aus, packt Tränke sowie Verbrauchsgegenstände ein, oder verbessert beim Schmied eure Rüstung. Danach zieht ihr in die Welt der unterschiedlichen Ebenen aus, um dort eure Missionen zu erfüllen, Schatzkisten zu finden und aufzuleveln.

Safe Areas übernehmen die Checkpoint-Funktion und lassen euch Gesundheit regenerieren sowie Vorräte auffüllen. Sterbt ihr unterwegs, geht es vom letzten Checkpoint weiter. Ein faires System, welches bei größer werdenden Abständen zwischen den Safe Areas dennoch zu einer guten Vorbereitung mahnt.

In den offenen Abschnitten der Welt begegnet ihr außerdem sogenannten Arks. Besiegt ihr dort die Schutzgeister, öffnet ihr zuvor versperrte Passagen, was Erkundung mit Kampf auf angenehme Weise verknüpft.

So vielversprechend die ersten Stunden sind, bleiben einige Fragen offen. Da wäre etwa die Tiefe des Partnersystems, die sich nach wenigen Stunden nicht abschließend beurteilen lässt. Wie viele einzigartige Charaktere das fertige Spiel bieten wird und ob sie sich spielerisch wirklich deutlich voneinander unterscheiden, bleibt abzuwarten.

Ebenso spannend wird sein, wie sich die Spielwelt über die ersten beiden Floors hinaus entwickelt und ob die Umgebungs- sowie die Missionsvielfalt über die gesamte Spielzeit trägt. Gerade auf der zweiten Ebene zog sich unsere Reise zu unserem Missionsziel merklich, weil die Wüstenlandschaft abseits der Kämpfe wenig zum Entdecken einlud.

Erster Eindruck

Echoes of Aincrad zeigt sich in unserer Hands-on-Version als ambitioniertes Anime-RPG, das die ikonische Welt von Sword Art Online respektvoll und mit echtem Gespür für Atmosphäre einfängt.

Das flotte Kampfsystem hat mit der Break Gauge, den Sword Skills sowie dem partnerbasierten Parry- und Support-System echtes Potenzial, während die unterschiedlichen Floors eine abwechslungsreiche Spielwelt andeuten.

Offen bleiben Fragen rund um die langfristige Partnertiefe sowie den Abwechslungsreichtum von Gebieten und Quests. Für Fans von Sword Art Online ist das Spiel dennoch ein Pflichttermin im Kalender, zumal ihr euch endlich mit eurem eigenen Charakter ins tödliche MMO einloggen dürft.

Doch auch SAO-Neulinge sollten Echoes of Aincrad im Auge behalten, bietet es durch das Aufgreifen der Geschehnisse des ersten Arcs doch den besten Einstiegspunkt. Nach Aincrad reisen dürft ihr am 10. Juli 2026, wenn das Spiel für die Xbox Series X|S erscheint.

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1 Kommentar Added

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  1. Katanameister 504120 XP Xboxdynasty MVP Silber | 10.06.2026 - 19:52 Uhr

    Danke für die Vorschau, macht eigentlich keinen schlechten Eindruck, mal sehen wie das Spiel insgesamt wird.

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