Fimbul: Test zum dänischen Action Abenteuer

Leere Welt, schwache Technik

Fimbul

Der Knackpunkt ist jedoch, dass es nicht viel zu entdecken gibt. Bis auf einige kleine Abzweigungen sowie eher banale Rätsel verläuft das Spielgeschehen sehr linear. Verstecke Areale, Sammelgegenstände und Lore wie zum Beispiel Notizen oder Tagebucheinträge sind Fehlanzeige. Ihr rennt von Kampf zu Zwischensequenz zu Kampf durch die verschneite Landschaft, ohne bis auf die Boss-Fights eine wirkliche Herausforderung zu erfahren.

Selbst in Arealen, in denen sich weitere Menschen befinden, gibt es für euch keine Interaktionsmöglichkeiten. Mit der Bevölkerung eines Dorfes reden oder vielleicht von einem Soldaten eine Nebenmission erhalten? Leider falsch geraten! Und so folgt ihr stetig dem gleichen Pfad aus Comic-Sequenzen, Schlachten sowie Bosskämpfen, um bereits nach circa 3 Stunden den Abspann zu sehen. Mehr haben wir für unseren ersten Durchlauf nicht gebraucht – und wir sind weiß Gott keine Speedrunner.

Für einen Preis von knapp 30 € ist das gemessen an anderen Titeln ziemlich wenig. Aufgelockert wird die Spielerfahrung da zumindest durch die Rückblenden in Kveldulvers Kindheit, in denen ihr aus einem Lager der Jotun fliehen müsst. Hier setzen die Entwickler auf Stealth-Einlagen, in denen ihr nicht erwischt werden solltet und euch mit Fackeln gegen riesige Ratten verteidigt. Zwar bieten auch diese Abschnitte keine große Herausforderung, sorgen jedoch für Abwechslung.

Wenigstens stimmen Geschichte und Atmosphäre. Fimbul schafft es, die nordische Mythologie faszinierend herüberzubringen und durch sein verschneites Setting eine melancholische Spielerfahrung zu erzeugen. Ihr seid gespannt, wie die Story weitergeht und wie sich die Charaktere entwickeln. Wikinger-Fans geht bei den zahlreichen Anspielungen an die neun Welten auf jeden Fall das Herz auf.

Das gilt jedoch nicht für die Technik-Liebhaber unter euch. Die Unity Engine, auf der Fimbul basiert, ist bereits bekannt dafür, dass es mit der Xbox One einige Probleme gibt. Zwar läuft der Titel die meiste Zeit flüssig, allerdings geht die Performance bei Schneeeffekten mit hoher Weitsicht sowie Kamerafahrten oft etwas in die Knie. An der grafischen Qualität von Fimbul liegt das nicht, weil der Titel alles andere als opulent daherkommt. Das Spiel bleibt auch bei den Charakteren seinem Comic-Ansatz treu und präsentiert euch detailarme Modelle, die rudimentär animiert sind. Hinzu kommt eine zickige Kamera, die oft hinter Bäumen oder Gegenständen herfährt und euch so die Sicht auf das Geschehen verdeckt. Der Soundtrack fällt weder positiv noch negativ auf.

Inhaltsverzeichnis

3 Kommentare Added

Mitdiskutieren
  1. Dr Gnifzenroe 152085 XP God-at-Arms Bronze | 28.02.2019 - 10:48 Uhr

    Preis/Leistungsverhältnis scheint nicht unbedingt angemessen. Typisches Spiel, dass man bei starkem Rabatt vielleicht mal kauft.

    1
  2. the-last-of-me-x 44010 XP Hooligan Schubser | 28.02.2019 - 10:51 Uhr

    Oh man, sehr schade… würde dennoch einen Code von euch nehmen 😀 Naja, evtl. kommt das Spiel recht schnell in den Game Pass. Danke für den Test.

    1
  3. dek3247 50745 XP Nachwuchsadmin 5+ | 28.02.2019 - 16:01 Uhr

    Schade, da hatte ich mir wirklich mehr erhofft. Vor allem die Spieldauer ist ein schlechter Witz.

    1

Hinterlasse eine Antwort