GRIP: Combat Racing: Test zum futuristischen Geschwindigkeitsrausch

Abklappern der Rennveranstaltungen

 

Positiv stechen noch die solide und leicht erlernbare Steuerung sowie die etlichen Spielmodi hervor. Da wären normale Rundkursrennen ohne jeglichen Schnickschnack, Zeitrennen und Eliminierungsrennen mit tödlichem Waffeneinsatz. Zudem steht ein Arenabereich zur Verfügung, bei dem ihr euch im „Deathmatch“, „Beuteklau“ oder im Spielmodus „Zeitbombe“ den Sieg sichern könnt.

Entweder mit bis zu vier Spielern auf geteiltem Bildschirm, online mit bis zu zehn Teilnehmern oder gegen KI-Gegner. Alternativ dürft ihr euch noch Geschicklichkeitstest widmen, die ihr nur mit dem richtigen Tempo und einer perfekten Fahrlinie meistern könnt.

Das war es schon mit der Lobeshymne, die wir euch über Grip: Combat Racing trällern durften. Angefangen von Computergegnern, die sich bei Rennen viel zu sehr an eure Leistungen anpassen und im Arenakampf aufgrund ihres berechenbaren Verhaltens kaum für hitzige Duelle sorgen. Da die Einzelspielerkampagne ansonsten nur das Abklappern der Rennveranstaltungen anbietet, kippt die Motivationskurve schon nach kurzer Zeit steil in den Sinkflug. Im lokalen Mehrspielerbereich hält die Freude etwas länger an und kann einen Abend mit Kumpels an der Seite mit spaßiger Unterhaltung füllen.

Sicherlich trifft das auch auf den Onlinemodus zu, der vor dem Release jedoch noch nicht erreichbar war. Fraglich bleibt jedoch, ob sich tatsächlich genügend Spieler darin tummeln werden, um den Lobbys ausreichend Leben einzuhauchen.

Grip: Combat Racing setzt somit eher auf Quantität statt überzeugender Qualität, was sich zu guter Letzt auch bei der optischen Aufmachung bemerkbar macht. Abseits der noch einigermaßen passablen Fahrzeugmodellierung trüben eintönige, leblose und verwaschene Umgebungen den Fahrspaß. Darüber hinaus springen euch ständig nachladende Texturen ins Auge. Grafisch kitzelt Grip: Combat Racing nicht annähernd die Möglichkeiten der Xbox One, geschweige denn der Xbox One X heraus.

Bei diesem trüben Grafikgerüst hätte ein Streckeneditor vielleicht die Kohlen wieder aus dem Feuer holen können. Garniert mit einem tieferen Fokus auf den Waffeneinsatz inklusive spektakulär inszenierter Unfälle und Zerstörungsorgien umrandet von einem interessanten Karrieremodus und einer lebhafteren KI, wäre das Gesamtergebnis dem geforderten Preis dann auch wirklich gerecht geworden.

15 Kommentare Added

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  1. scb81 0 XP Neuling | 03.11.2018 - 19:07 Uhr

    Für den Game Pass finde ich das dann aber wieder ok. Aber Vollpreis würde ich, obwohl ich Arcade racer Fan bin, auch nicht machen.

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  2. soulziix3 18840 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 03.11.2018 - 20:03 Uhr

    Ich hoffe doch sehr, dass es ähnlich spaßig wie rollcage und der Spielspaß nicht doch zu stark einbrechen wird, wie es geschrieben wird 🙂

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