Jump, Step, Step

Test zu Bob der Bot

Mit einer schrecklichen Erkenntnis erwacht

Für alle, die düstere Verliese satthaben, denen ausgeprägte Balleraction auf Dauer zu monoton erscheint oder die bereits alle Meisterschaften eingefahren und Titel gewonnen haben, gibt es glücklicherweise noch alternative Beschäftigungen auf der Xbox One. Beispielsweise wenn ihr zwischendurch mal eure Gehirnzellen in Wallung bringen wollt, ist Jump, Step, Step vielleicht der passende Kandidat für euch. Für überschaubare 7,99 Euro findet ihr das bunte Knobelspiel seit dem 11. August 2017 im Microsoft Store.

Wir haben die Herausforderung gerne angenommen und wollen euch in diesem Test unsere gesammelten Eindrücke zu Jump, Step, Step wiedergeben.

Völlig gewaltlos und recht unkompliziert in der Bedienung erhaltet ihr ohne Umwege zu Spielbeginn die Kontrolle über Bob. Einem Roboter, der mit einer schrecklichen Erkenntnis auf einem fremden Planeten erwacht. Alle seine Gliedmaßen sind verschollen und in diesem erbärmlichen Zustand ist der Kerl ohne eure Hilfe völlig aufgeschmissenen. Damit das kein Dauerzustand bleibt, übernehmt ihr seine Obhut und befördert ihn durch die einerseits farbenfrohen, anderseits auch sehr gefährlichen Landschaften.

Während ihr euren neuen Freund per Richtungsangaben durch die fremden Umgebungen navigiert, sammelt ihr die fehlenden Körperteile ein und stürzt euch zwischendurch auf lebenserhaltende Batterien. Um das in die Tat umzusetzen, werdet ihr im späteren Spielverlauf ordentlich auf die Probe gestellt. Ihr müsst nämlich jedem Schritt des kleinen Roboters im Voraus planen und dabei sogar einige Variablen mit einberechnen. Denn die Wege führen euch nicht nur nach links oder rechts, sondern über Abhänge und tödliche Fallen.

Mal müsst ihr einen plötzlichen Zwischenstopp mit einbauen oder über Abgründe springen. Ein anderes Mal werdet ihr von sich stets ändernden Umgebungen begrüßt. Das sorgt im späteren Verlauf für eine haarsträubende Herausforderung, die mit den neuen Möglichkeiten wächst und euch außerordentlich zum Grübeln bringt. Den einen oder anderem könnte die Anforderung sogar auf halben Weg zum Wurf des Handtuchs verleiten.

Zwar werden euch etliche Versuche ebenfalls zum Erfolg führen, echten Spaß werdet ihr dabei jedoch kaum haben. Jump, Step, Step bringt euch nur Freude, wenn ihr bereit seid, euch in komplexe Gedankengänge zu versetzen und damit euren hilflosen Begleiter zum Ziel zu führen.

Die Umgebungen sind hübsch anzusehen und bieten abwechslungsreiche Aufgaben, hätten jedoch insgesamt etwas mehr landschaftliche Vielfalt vertragen. Auch der musikalischen Untermalung hätten die Entwickler mehr Aufmerksamkeit schenken dürfen. Hin und wieder lässt zudem die Kameraführung zu wünschen übrig. Ansonsten geht das Gebotene für den Preis von knapp 8,- Euro in Ordnung und sollte jedem waschechten Knobelfan ein paar unterhaltsame Stunden schenken.

1 Kommentar Added

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  1. ZockerEnte 49560 XP Hooligan Bezwinger | 06.09.2017 - 05:20 Uhr

    Für Leute die schnelle Gamerscore haben wollen, nehmen einen Guide und brauchen damit 30 Minuten für 1000 Gamerscore bei dem Spiel.




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