King’s Bounty 2: Test zum rundenbasierten RPG-Epos

Rundenbasierte Herausforderung

Mit King’s Bounty 2 erwartet euch einerseits ein klassisches Rollenspiel, bei dem ihr euch völlig frei durch die zauberhaft gestaltete Spielwelt bewegt, andererseits wechselt das flexible Spielgeschehen bei bevorstehenden Auseinandersetzungen in den rundenbasierten Kampfmodus, der euch strategisch anspruchsvoll herausfordert.

So wählt ihr vor jeder Schlacht maximal fünf Truppen aus eurem sukzessiv weitläufigen Arsenal aus, die ihr in das taktische Gefecht schicken wollt. So könnt ihr unter anderem auf robuste Golems, anmutige Greife oder tödliche Geschöpfe der Unterwelt auswählen, die ihr bei überall auf der Karte verstreuten Händlern rekrutieren könnt.

Anschließend dürft ihr die jeweilige Startposition eurer Armeen auf dem hexagonalen Schlachtfeld auswählen, um beispielsweise eventuelle Höhenunterschiede für geschickte Distanzattacken zu nutzen oder besonders anfällige Einheiten vorerst hinter schützenden Objekten zu sichern.

Dabei finden die taktischen Kämpfe nicht zwingend alternierend statt, denn die Reihenfolge ergibt sich aus dem aktuellen Truppenrang, sodass es durchaus sein kann, dass ihr gegen einen starken Gegner erstmal die Rolle des passiven Zuschauers einnehmt und möglicherweise durch effektive Gegnerattacken schon zahlreiche Truppen verlieren werdet. Nicht nur deshalb bietet es sich vor jedem bevorstehenden Kampf an, unbedingt eine ausgewogene Truppe zusammenzustellen, die es mit dem jeweiligen Feind auch wirklich aufnehmen kann.

Hierbei solltet ihr außerdem darauf achten, dass ihr eure auserwählte Armee mit möglichst gleichen Einheitenklassen formiert, sodass die vorherrschende Truppenmoral stets hochgehalten wird, was euch anhand eines grünen, glücklichen Smileys dargestellt wird. Dadurch steigt unter anderem die prozentuale Chance, dass ihr nach einem durchgeführten Angriff eine zusätzliche Aktion erhaltet, die euch natürlich einen spürbaren Vorteil im erbitterten Kampfgeschehen verschafft.

Weiterhin könnt ihr einmal pro Runde auf euer magisches Zauberbuch zugreifen und beispielsweise eure Feinde mit vernichtenden Feuerflüchen belegen oder frostigen Eisschauern bestrafen, vorausgesetzt ihr habt diese zuvor durch virtuelle Münze freigeschaltet. Selbstverständlich dürft ihr aber auch eure angeschlagenen Truppen heilen oder mit temporären Verbesserungen wie erhöhtem kritischen Schaden aufwerten.

Die intensiv geführten Taktik-Geplänkel sind ein absolutes Highlight des Rollenspiels und sorgen nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Herangehensweisen, der anspruchsvollen Herausforderung und den vielfältigen Truppenzusammenstellungen für enorm viel Abwechslung und jede Menge Spaß.

Dennoch können unerfahrene Feldherren schnell in ausweglose Situationen geraten, aus denen sie nur durch das Laden eines vorherigen Speicherstandes entkommen. So kann es durchaus vorkommen, dass ihr starke Einheiten unüberlegt ins umkämpfte Gemenge schickt, viele davon unnötigerweise verliert und über keine Ressourcen für gleichwertige Truppen verfügt, sodass ihr letztendlich eine spielerische Einbahnstraße erreicht – erfreulicherweise speichert das Spiel vor jedem Kampf automatisch.

Inhaltsverzeichnis

5 Kommentare Added

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  1. Der falsche Diego 86385 XP Untouchable Star 3 | 11.09.2021 - 22:37 Uhr

    Vielen Dank für den guten Test. Schön Detailliert und ich habe alle wichtigen Infos vor mir die ich brauche. Das Spiel habe ich auf jeden Fall noch auf meiner Liste. Der Test kommt mir da gerade recht und stimmt mich doch sehr Positiv. Wird mein nächstes großes Game nach Tales of Arise werden.

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  2. buimui 56165 XP Nachwuchsadmin 7+ | 12.09.2021 - 00:22 Uhr

    Danke für den Test. Hört sich sehr interessant an und könnte was für mich sein. Finde es super wie detailliert du deinen Test geschrieben hast. So kann man Pro und Contra wunderbar abwägen. 👍

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  3. Tobi-Wan-Kenobi 16420 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 12.09.2021 - 00:26 Uhr

    Bin bei gut 60 Stunden Spielzeit angekommen mittlerweile und noch nicht durch.
    Am meisten nervt in der Tat das gemächliche Reisetempo da man doch viel von A nach B und C laufen muss. Und warum man dann ausgerechnet statt nen Knopf zum Rennen einen zum gehen ins Spiel „baut“ erschließt sich mir dann null. 🤷🏻
    Ansonsten finde ich den teils arg schwankenden Schwierigkeitsgrad in den Kämpfen nicht unbedingt sagen wir Mal gut. + Die Wahrsager Quest Reihe (die anscheinend optional ist, ist je nach Mission wirklich ein schlechter Witz, einige wenige davon sind für den Großteil der Spieler unmöglich schwer).

    Hört sich jetzt sehr negativ an, weil ich mich eben auch nur über die negativen Punkte geäußert habe. Davon abgesehen ist das Spiel der Hammer und ein Segen für Konsoleros. Wenn ich an die Jahre vor XCOM und sogar danach denke… Rundenstrategie auf Konsole? Jetzt? Schlag auf Schlag! Gears Tactics, Wasteland 3, Order of Battle WW2, Warhammer Mechanicus, Warhammer Space Wolves, Warhammer Storm Ground… Und mir fallen gerade nicht Mal alle ein. Dazu kommen demnächst noch Battlesector WH40k Baal, Disciples 4(?), King Arthur… Es ist ein Fest. 😍
    Bei den negativ Punkten in der Optik und in der Open World möchte ich nicht zustimmen, finde alles sehr stimmig für ein solches Spiel. Aber das ist eben auch Geschmackssache. Guter Test. Danke

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  4. Homunculus 111850 XP Scorpio King Rang 1 | 12.09.2021 - 09:36 Uhr

    Bis zu dem Punkt mit de Taktikkämpfen war ich noch voll interessiert, dann war ich raus.

    Das dauert mir persönlich immer viel zu lange. Weswegen ich auch riesen Bogen um so Spiele wie FF Tactics oder Fire Emblem mache.

    Der Test selbst ist sehr schön geschrieben.

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