Lost Judgment: Test zum Detektivabenteuer der Yakuza Macher

Zwischen Ermittler & Tanztrainer

Lost Judgment

Ja, die Atmosphäre in Lost Judgment ist wesentlich düsterer als in Yakuza: Like a Dragon, die Kämpfe wieder dynamischer und die Themen härter zu verdauen. Dennoch wäre es kein waschechter Ryu Ga Gotoku Studio Titel, würde er nicht auch zahlreiche spaßige Mini-Spiele und skurrile Alltagssimulationen enthalten. Das fängt mit der kleinen offenen Welt in Kamurocho und Yokohama an, in der ihr euch frei bewegen, Restaurants aufsuchen sowie in SEGA-Spielhallen Arcade-Klassiker nachholen dürft. Der Titel hört dort jedoch nicht auf. Im Schul-Setting schwingt ihr beispielsweise im Boxclub eure Fäuste oder lasst im Tanzunterricht in bester Tanzmatten-Manier die Hüften kreisen.

Autorennen auf den Straßen Yokohamas, Skateboarden, ein paar Darts in Spielhallen werfen oder die Damenwelt zum Date ausführen stehen ebenfalls auf eurer virtuellen To-do-Liste. Eure Fallakten, To-dos sowie eure Fähigkeiten managed ihr übrigens über euer Smartphone, welches getreu dem Motto „There’s an App for that“ für alle Kategorien ein eigenes Icon bereithält. Eure Erfahrungspunkte zum Beispiel löst ihr über die Erfahrungs-App ein und erlernt für eure jeweiligen Kampfstile so neue Moves beziehungsweise erweitert vorhandene.

Auch in Sachen Inszenierung setzt Lost Judgment seinen tollen Stileinschlag fort. Sowohl die Dialoge als auch die Cutscenes sind wie ein spannender Thriller aufgesetzt, bei dem ihr bis zum Ende mitfiebert. Klar, wer ansonsten wenig mit japanischen Spielen am Hut hat, für den wirken die stets dynamischen Kamerafahrten sowie die teils übertrieben emotionalen Reaktionen der Protagonisten etwas cheesy. Davon solltet ihr euch jedoch nicht abschrecken lassen.

Grafisch schwankt Lost Judgment hingegen zwischen Oberklasse und Last-Gen-Ausflug. Einige der Charaktere sowie deren Gesichter sehen wirklich herausragend aus. Hier bekommt ihr bis auf die letzte Pore und Falte authentische Emotionen vermittelt, während andere Figuren mit generischen Wachsgesichtern und ausdruckslosen Minen daherkommen. Auch eure Open-World-Umgebung überzeugt mal mit atmosphärischen Neonlichtern und schicken Bauten, lauert an anderen Stellen dafür mit groben Umgebungsmodellen sowie hässlichen Texturen.

Die englischen Synchronstimmen empfanden wir dafür als gelungen. Auch die Mischung aus treibender Uptempo-Musik mit orchestralen Einschlägen untermalt die Handlung gelungen. Auf eine deutsche Sprachausgabe müsst ihr allerdings verzichten. Dafür sind uns bei den deutschen Untertiteln keine nennenswerten Patzer aufgefallen, auch wenn die Übersetzungen den Sinn des Gesagten nicht immer eins zu eins wiedergeben.

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17 Kommentare Added

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  1. RainbowF 17620 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 26.09.2021 - 09:26 Uhr

    Fand Teil 1 schon gut, freu mich auf den zweiten. Danke für den Test.

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  2. Krawallier 8820 XP Beginner Level 4 | 31.10.2021 - 13:17 Uhr

    Muss noch Teil 1 durch spielen. Ich fand die Beschattungen extrem schlimm, der rest des Spiels ist dabei so genial.

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