Mirror’s Edge Catalyst: Test zu Faiths Open World Abenteuer

Leblose Metropole

Mirrors Edge Catalyst 3

Da braucht es schon fast nicht mehr die zahlreichen Upgrades, die ihr Faith noch spendieren könnt. Von verbesserten Nahkampfangriffen bis hin zur gekonnten Vorwärtsrolle bei hohen Stürzen ist alles mit dabei, was der fleißigen Runnerin das Leben erleichtert. Seid ihr gerne auf der Jagd nach Bestzeiten, solltet ihr die Upgrades auf jeden Fall fleißig freischalten. So sammelt ihr möglicherweise wichtige zehntel Sekunden, wenn ihr euch mit euren Freunden in den Online Bestenlisten von Mirror’s Edge Catalyst duelliert.

Ein neues Spiel von DICE: Das schreit ja geradezu nach einem heißen Einsatz der Frostbite Engine. Doch leider kann das neue Mirror’s Edge die Stärken der Engine nicht ausspielen. Die Stadt Glass ist zwar weitläufig und sieht auf den ersten Blick mit ihren weißen Gebäuden sehr beeindruckend aus. Auf den zweiten Blick blättert der Lack des schönen Scheins jedoch schon wieder ab. Schaut ihr Richtung Boden, erblickt ihr detailarme Fahrzeug- und Passantenmodelle, die wie Ameisen die Spielwelt bevölkern. Die Gebäude und Billboards leiden unter pixeligen oder nachladenden Texturen.

Und auch wenn die Stadt an sich ein schönes Postkartenmotiv abgibt, so erscheint sie doch im Live-Spiel unglaublich steril und leblos. Um euch herum wirkt es eher so, als ob ihr euch durch eine Pappkulisse denn durch eine lebendige Metropole bewegt. Für Abwechslung sorgen auch die ewig gleich aussehenden und auf Hochglanz polierten Innenräume nicht. Die Muskeln lässt die Frostbite Engine bei den Zwischensequenzen spielen. Die Lichteffekte und Charaktermodelle wirken dann wirklich stimmig und sorgen für den einen oder anderen Wow-Moment. Schade, dass der Rest des Titels hier nicht mithalten kann. Auch der Soundtrack gibt sich recht minimalistisch und dudelt im Hintergrund des Geschehens vor sich her.

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