My Time at Portia: Test zur knuffigen Lebenssimulation

Lebendige Gemeinschaft mit Knuddelgrafik

My Time at Portia

 
Ihr erstellt nicht nur Möbelstücke und relevante Objekte für die Infrastruktur her, sondern dürft euer Leben auch als Landwirt frönen. Samen wollen von euch ausgesät, Ställe gebaut sowie Tiere gepflegt und gefüttert werden. Deren Erzeugnisse lassen sich dann verkaufen, um so mehr Geld zur Verfügung zu haben. Denn in My Time at Portia dürft ihr innerhalb der Stadtmauern nach Herzenslust shoppen gehen. Ob ihr nun euren Hof erweitert oder euch optisch mit neuer Kleidung aufpoliert, bleibt dabei euch überlassen. Ihr ersteht Möbel für euer Haus oder legt euch verbessertes Werkzeug beziehungsweise fehlende Ressourcen zu.

Auch abseits eurer beruflichen Tätigkeit als Landwirt, Handwerker und Minenarbeiter hat euer Leben in Portia so einiges zu bieten. Die Einwohner der Stadt gehen ihrem eigenen Leben nach, haben Jobs, die sie tagsüber ausüben, gehen zur Schule oder besuchen Restaurants. Nach Feierabend trefft ihr diese Zuhause an – sollte euch der Zutritt erlaubt sein. Denn ins private Heiligtum lassen euch viele der Figuren erst, wenn ihr ein gewisses Vertrauen aufgebaut habt.

Dies erreicht ihr, na klar, in dem ihr Aufträge für sie erledigt. Ihr verbessert das Zwischenmenschliche jedoch zusätzlich durch Konversationen, Geschenke oder indem ihr euch mit den Figuren aus Spaß in einem kleinen Arenafight boxt. Selbst eine Familie gründen und heiraten dürft ihr, sobald ihr euer Haus entsprechend eingerichtet und eine Romanze vorangetrieben habt.

Um auch optisch die entspannte Atmosphäre sowie das Flair des ländlichen Abenteuers aufrechtzuerhalten, kommt My Time at Portia mit einer comichaften 3D-Grafik daher, die sich mit Spielen wie Super Lucky’s Tale vergleichen lässt – zumindest auf den ersten Blick. Denn anders als das Jump’n’Run “besticht” die Lebenssimulation auf dem Land durch verwaschen wirkende Texturen und grobe Kanten bei Objekten.

Die knuddeligen Figuren hätten durchaus schärfer und detaillierter ausfallen können. Hinzu kommen längere Ladezeiten, sobald ihr Abschnitte wechselt oder Gebäude besucht beziehungsweise verlasst. Auch die nach einigen Stunden nervige Hintergrundmusik sowie die fehlende Sprachausgabe knabber am Gesamteindruck. Dennoch ist das allgemeine optische Flair gut gelungen und wird vor allem die jüngeren Gamer begeistern. Grafik ist bei solchen Spielen ohnehin nicht alles.

15 Kommentare Added

Mitdiskutieren
  1. Hammer 45195 XP Hooligan Treter | 30.04.2019 - 22:38 Uhr

    Hört sich nach nem schön Aufbau/crafting Spiel an hätte es mir auch fast geholt

    0

Hinterlasse eine Antwort