Nach fast zwei Jahrzehnten Pause kehrt eine der markantesten Action-Reihen von Capcom zurück: Onimusha: Way of the Sword markiert nicht nur ein Comeback, sondern auch eine klare Neuinterpretation des Klassikers.
Ich konnte den Titel auf dem Summer Game Fest: Play Days bereits selbst anspielen – und schnell wurde klar: Das hier ist kein nostalgisches Wiederaufwärmen. Es ist eine moderne Action-Neuausrichtung mit historischem Fundament, düsterer Fantasy und einem Kampfsystem, das deutlich dynamischer wirkt als früher.
Der Release ist für den 25. September 2026 auf Xbox Series X|S, PS5 und PC angesetzt.
Ein Klassiker kehrt zurück – aber nicht so, wie man ihn kennt
Onimusha war schon immer eine Reihe, die historische Elemente Japans mit dämonischer Horror-Fantasy vermischt hat. Genau dieses Grundkonzept bleibt erhalten – aber alles wirkt größer, direkter und filmischer inszeniert.
Statt statischer oder klassischer Kameraperspektiven bewegt sich das Spiel nun konsequent in einer Third-Person-Action-Perspektive hinter dem Protagonisten Miyamoto Musashi. Schon nach wenigen Minuten wird klar: Das Spiel will dich näher am Kampfgeschehen haben als je zuvor.
Kyoto dient dabei als Kulisse, aber nicht in seiner reinen historischen Form. Die Stadt wird von einer mysteriösen „Miasma“-Erscheinung überzogen, die Schreine, Tempel und Straßen in eine düstere, fast unwirkliche Version ihrer selbst verwandelt.
Miyamoto Musashi zwischen Mythos und Wahnsinn
Im Zentrum steht eine der bekanntesten Figuren der japanischen Geschichte: Miyamoto Musashi. Capcom interpretiert ihn jedoch nicht als reine historische Figur, sondern als Mischung aus Legende, Charakterstudie und dunklem Fantasy-Protagonisten.
Musashi ist schnell, aggressiv und präzise – aber er trägt gleichzeitig den sogenannten Oni-Handschuh, ein mystisches Artefakt, das ihm übermenschliche Kräfte verleiht.
Dieser Konflikt zieht sich durch das gesamte Spiel: Musashi will sich eigentlich nur durch eigene Stärke beweisen, wird aber immer wieder von der Macht des Handschuhs in Richtung übernatürlicher Gewalt gezogen.
Genau dieser innere Widerspruch gibt dem Charakter deutlich mehr Tiefe als ein klassischer Action-Samurai.
Kampfgefühl: schnell, brutal und deutlich moderner
Das Herzstück von Onimusha bleibt der Kampf – und hier hat Capcom spürbar modernisiert, ohne die Identität der Reihe zu verlieren.
Das Kampfsystem setzt auf:
- schnelle, flüssige Schwertangriffe
- präzises Parieren und Ausweichen
- riskante, aber lohnende Timing-Manöver
- spektakuläre Finisher mit hoher visueller Wirkung
Besonders wichtig bleibt das klassische Issen-System, das perfekt getimte Konter belohnt. Dieses wurde modernisiert, ohne den ursprünglichen Kern zu verlieren: Risiko gegen maximalen Schaden.
Neu hinzugekommen ist unter anderem ein deutlich dynamischeres Treffer- und Zerstörungssystem, das Kämpfe noch unmittelbarer wirken lässt.
Der Oni-Handschuh – Macht zwischen Kontrolle und Chaos
Der Oni-Handschuh ist auch im neuen Teil das zentrale Gameplay-Element. Er erlaubt Musashi, die Seelen besiegter Gegner zu absorbieren und daraus mächtige Fähigkeiten zu entfesseln.
Diese Kräfte reichen von großflächigen Angriffen bis hin zu kontrollierenden Spezialfähigkeiten, die ganze Gegnergruppen beeinflussen können.
Im Zusammenspiel mit dem schnellen Kampfsystem entsteht dadurch ein Wechselspiel aus:
- klassischem Schwertkampf
- übernatürlichen Spezialfähigkeiten
- und riskanter Ressourcen-Entscheidung im Kampf
Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass Kämpfe selten statisch wirken.
Genma: Wenn Mythologie zur Bedrohung wird
Die Gegner in Onimusha: Way of the Sword sind die sogenannten Genma – dämonische Wesen, die aus der Unterwelt in die Welt der Lebenden eindringen.
Optisch und spielerisch setzt Capcom hier auf eine klare Richtung: weniger klassische Monster, mehr verstörende, überzeichnete Kreaturen, die direkt aus Albträumen zu stammen scheinen.
Einige der gezeigten Gegner sind bewusst übertrieben inszeniert und wirken fast wie lebende Horrortableaus – genau dieser Mix aus Historie und Fantasy bleibt eines der stärksten Elemente der Reihe.
Kyoto als lebendige, sterbende Welt
Die Spielwelt selbst spielt eine größere Rolle als früher. Kyoto ist nicht nur Kulisse, sondern ein aktiver Teil der Inszenierung.
Bekannte Orte wie Schreine und Tempel werden in eine zunehmend verzerrte, von Miasma überlagerte Version ihrer selbst verwandelt. Dadurch entsteht eine Welt, die gleichzeitig vertraut und fremd wirkt.
Capcom legt dabei sichtbar Wert auf einen Kontrast:
- reale historische Architektur
- kombiniert mit übernatürlicher Zersetzung und dämonischer Präsenz
Das Ergebnis ist eine Welt, die ständig zwischen Schönheit und Bedrohung pendelt.
Bosskämpfe und Inszenierung: großes Kino im Samurai-Setting
Ein klarer Fokus liegt auf Bosskämpfen, die nicht nur spielerisch, sondern auch erzählerisch stark inszeniert sind.
Die Begegnungen wirken bewusst charaktergetrieben – Gegner sind nicht nur Hindernisse, sondern Figuren mit eigener Motivation und Präsenz.
Die Inszenierung ist dabei deutlich cineastischer als in früheren Teilen: große Kameraeinstellungen, dramatische Animationen und überzeichnete Gegnerdesigns verstärken den Eindruck eines modernen Action-Spektakels.
Erster Eindruck: Ein echtes Comeback mit klarer Identität
Onimusha: Way of the Sword fühlt sich nicht wie ein nostalgisches Revival an, sondern wie eine bewusste Neuausrichtung der Marke.
Capcom behält die DNA der Reihe bei:
- Samurai-Mythologie
- dämonische Bedrohungen
- präziser Schwertkampf
- übernatürliche Kräfte
Aber alles wird moderner, schneller und deutlich actionlastiger interpretiert. Gerade diese Balance aus Tradition und Modernisierung macht den ersten Eindruck so stark. Wenn das finale Spiel diese Richtung konsequent weiterführt, könnte Onimusha nicht nur zurückkehren – sondern sich komplett neu im Action-Genre positionieren.
Onimusha: Way of the Sword erscheint am 25. September 2026 für Xbox Series X|S und Xbox PC. Das Spiel kann bereits jetzt im Xbox Store vorgemerkt werden und wird zudem über Xbox Play Anywhere unterstützt.
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Ich hab die Demo noch nicht gezockt, hoffe aber es geht net zu in Richrung sekiro? Das hat mich schon sehr abgeturnt mit der Parier System
Die Demo gefiel mir gut,ich werde mir das Spiel später kaufen.
Ich habe die Demo durchgespielt, hat mich irgendwie nicht gecatcht, passe daher, obwohl ich fürher großer Fan war.
Irgendwie hat sich das „Seelenaussaugen“ nicht so befriedigend angefühlt wie in den alten Teilen.
Ich hasse Konter Systeme, dabin ich meistens zu langsam für. Hat mir Sekiro versaut.
Die Demo war sehr solide, bin schon auf die Vollversion gespannt, wird aber wie meistens ein Angebotskauf.
Auf deutsch hört sich das total falsch an. Muss die Demo noch ausprobieren, dann nur auf japanisch. Wenn ich das so sehe glaube ich Sekiro bleibt einfach Nonplusultra.