Pangeon: Kurztest zum Pixel-Dungeon Crawler

Ein Verlies der Qualen und Pein

Doch die bittere Wahrheit sieht leider komplett anders aus: Pangeon kann zwar zweifelsohne dem Spielgenre des Dungeon Crawlers zugeordnet werden, vielmehr kann sich der weitestgehend verkorkste Kerkerausflug aber nicht auf die Flagge schreiben.

Das fängt bei der nicht vorhandenen Handlung an, erstreckt sich über das erschreckend öde Setting und endet beim absolut uninspirierten Level-Design. So wandert ihr fortwährend durch farblose Gänge, bekämpft die stets gleichen Monster und versucht dem spielerischen Albtraum so schnell wie möglich zu entkommen. Und wieso verfügt ihr über eine Sprungfunktion, wenn diese im gesamten Spiel nicht einmal benötigt wird?

Wer beispielsweise in den frühen 90ern Dungeon Crawler auf dem PC gezockt hat, wird beim Anblick der Pixelgrafik sicherlich kurz nostalgische Gedanken hegen – allerdings ist Pangeon vom Charme der damaligen Zeit mehr als kilometerweit entfernt und wird daher kaum jemand vom Hocker reißen. Passend dazu gesellt sich eine unterdurchschnittliche Soundkulisse, welche mit belanglosen Melodien und altbackenen Soundeffekten die maßlos enttäuschende Atmosphäre des Spiels dahingehend aber gut einfängt.

Insgesamt stehen euch zu Beginn vier Charakterklassen zur Verfügung, die allesamt unterschiedliche Startwerte aufweisen. So verfügt der Zauberer über einen weitaus höheren Magieschaden als der Krieger, der aber wiederum mit einem einzelnen Schwerthieb ordentlich austeilen kann.

Neben gennannten Klassen dürft ihr euch außerdem für einen Bogenschützen mit hohem Distanzschaden beziehungsweise einen Dieb mit hohem Glücksfaktor entscheiden, der euch eine höhere Chance auf wertigere Items einbringt.

In den circa dreißig Minuten Spielzeit erwarten euch insgesamt acht kurze Levels, in denen ihr zudem drei unspektakuläre Boss-Kämpfe absolviert. Nebenbei sammelt ihr für erledigte Monster Erfahrungspunkte, steigt dadurch im Rang auf und dürft mit erhaltenen Fertigkeitspunkten eure Fähigkeiten wie zugefügter Nahkampfschaden oder maximale Gesundheit verbessern.

Tatsächlich wirken sich solche Verbesserungen spürbar aus und erleichtern somit euren Durchmarsch zunehmend. Sollten euch dennoch mal die kontaktfreudigen Monster zu nahe auf die Pelle rücken, könnt ihr verlorene Gesundheit kurzerhand mit Heiltränken wieder auffüllen. Diese findet ihr beispielsweise in zerstörbaren Fässern, kleinen Schatztruhen oder kauft sie für bare Münze beim hiesigen Händler, den ihr allerorts antreffen könnt.

Dieser bietet euch neben Tränken und Waffen aller Art ebenfalls schützende Rüstungen an, die den erlittenen Schaden reduzieren, sodass ihr das Tragen von geeigneten Protektoren in Betracht ziehen solltet. Dort könnt ihr auch unnützen Krams verkaufen, um so an ein paar Münzen zu kommen, die ihr dann wieder in anderes Equipment investieren könnt.

Ein bedrückendes Gefühl der Orientierungslosigkeit kommt – wenn überhaupt – nur dadurch zustande, dass die monotone Spielwelt erschreckend leer und gähnend langweilig präsentiert wird. Man könnte jetzt vermuten, dass sich wenigstens die Kerker bei einem Neustart prozedural verändern oder das zumindest jedem Charakter ein eigenes Verlies spendiert wurde, um ein wenig Abwechslung reinzubringen – aber nein, leider Fehlanzeige.

Einzig allein der höchste Schwierigkeitsgrad stellt euch womöglich vor eine kleine Herausforderung, da euch hierbei schon bei wenigen Treffern die Lebensenergie ausgeht, aber alles andere sollte selbst ungeübte Neulinge vor keine größeren Probleme stellen. Sobald ihr an einer Stelle scheitert, setzt euch das Spiel ohnehin umgehend an den letzten Speicherpunkt respektive den jeweiligen Level-Beginn zurück, sodass ihr kaum Fortschrittsverluste erleidet und einen neuen Anlauf starten könnt.

Als Alternative zur minder packenden Kampagne – wenn man es denn so nennen möchte – dürft ihr euer Können im Arena-Modus unter Beweis stellen. Hierbei bekommt ihr es 25 Runden lang mit einer steigenden Anzahl an Gegnerhorden zu tun, die mit jeder Runde stärker werden, sodass die Herausforderung sukzessive steigt. Nach jeder überstandenen Runde dürft ihr den Händler aufsuchen, um euch für die bevorstehenden Wellen ausreichend zu wappnen.

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3 Kommentare Added

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  1. Hey Iceman 119625 XP Scorpio King Rang 4 | 04.11.2020 - 08:44 Uhr

    DAnke für denn Test.
    Nur Englisch und sehr kurze Spielzeit ist nix für mich.

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  2. eAxis TriBune 1200 XP Beginner Level 1 | 04.11.2020 - 09:06 Uhr

    Hab ich da Lands of Lore gelesen? Wo, wie und wann gab es einen neuen Ableger? SAGT ES MIR! ?

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  3. Albion74 7640 XP Beginner Level 4 | 04.11.2020 - 09:37 Uhr

    Vielen Dank für den Test. Vielleicht nehm ich es irgendwann mal mit.

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