Railway Empire

Test zur transkontinentalen Zugfahrt

Blühende Wirtschaftssimulation

Wir schreiben das Jahr 1826. Im nordamerikanischen Städtchen Quincy wurde soeben die erste Eisenbahnstrecke eröffnet, deren hauptsächlicher Nutzen der Transport von Gütern an die nahgelegenen Kanäle war. Jedoch waren zu dieser Zeit nicht alle Handelsstädte auf dem Wasserweg erreichbar, sodass um 1827 die Baltimore and Ohio Railroad – die erste amerikanische Eisenbahngesellschaft – gegründet wurde, um diesem Problem durch Erschließung des Landes gen Westen Herr zu werden. Der glorreiche Startschuss für ein wahrlich aufregendes Abenteuer war somit gefallen, der Rest ist letztendlich Historie.

In eben diese Zeit versetzt euch die Aufbausimulation Railway Empire und lässt euch den amerikanischen Eisenbahn-Traum hautnah miterleben. Mittels weniger Tastenkombinationen erbaut ihr neue Bahnhöfe, erstellt kilometerweite Gleise und erschafft ein riesiges Handelsnetzwerk über den ganzen Kontinent. Städte wachsen mit zunehmendem Gutsverkehr, Höfe erwirtschaften durch regen Handel einen Überschuss und geschultes Personal sorgt für einen reibungslosen Transport, sodass ihr euer Imperium sukzessive erweitern könnt, um euch letztendlich die ersehnte Monopolstellung einzuheimsen.

Doch bevor ihr euch diese alleinige Herrschaft ergattert, müsst ihr wahrlich geduldig sein. Ganz egal, für welchen Spielmodus ihr euch entscheidet – beispielsweise Kampagne, Szenario oder „Freies Spiel“ – zu Beginn verfügt ihr immer über ein überschaubares Kapital, das gut investiert werden möchte. So solltet ihr stets ein aufmerksames Auge darauf haben, welche Ressourcen in umliegenden Städten benötigt werden, um diese mit ebendiesen zu beliefern. Darüber hinaus könnt ihr im späteren Verlauf beispielsweise Industrien in den urbanen Regionen aufbauen, um selbst in die konkurrierende Produktion einzugreifen.

Die individuellen Handelsrouten eurer Züge bestimmt ihr dabei selbst, so klickt ihr ganz bequem verschiedene Zielorte beziehungsweise Städte an, die dann von euren nimmermüden Gleisblitzen regelmäßig angefahren werden. Darüber hinaus liegt es in eurem Ermessen, welche Waren hauptsächlich wohin transportiert werden sollen. Dadurch ergibt sich ein dynamisches Spielerlebnis, das völlig individuell gestaltet werden kann.

Generell spielt sich Railway Empire wie eine waschechte Wirtschaftssimulation, die euch einiges an strategischem Geschick abverlangt und Genre-Neulinge anfangs vielleicht überfordert. Gerade im späteren Spielverlauf müsst ihr vernünftige Entscheidungen treffen, so verknüpft ihr beispielsweise Handelsrouten mit geeigneteren Gleisen, legt günstige Produktionen fest oder erstellt für sämtliche Städte individuelle Warentransporte. Mittels zahlreicher Statistiken, übersichtlichen Bilanzen und plakativen Prognosen überprüft ihr jederzeit euren aktuellen Status und könnt somit das eine oder andere Defizit schließen. Dies ist vor allem deshalb wichtig, da euch verschiedene obligatorische Aufgaben auferlegt werden, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel erledigt sein müssen, da ihr ansonsten scheitert und das Level erneut starten beziehungsweise einen Speicherstand laden müsst. Dazu gesellen sich fakultative Aufgaben, die bei erfolgreichem Absolvieren euer Gesamtergebnis aufwerten, aber nicht zum Weiterkommen benötigt werden.

Ein kurzer Blick auf eure gesamte Zug-Liste verrät euch zusätzlich, welche Lok welchen Gewinn beziehungsweise Verlust auf welcher Strecke einfährt. Haben sich zum Beispiel die Bedürfnisse und der Bedarf in den Städten verlagert, solltet ihr dementsprechend auch eure Handelsrouten auf diese anpassen.

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