Düster, verstörend, albtraumhaft

Der schwedische Entwickler Tarsier Studios hatte bereits mit den ersten beiden Titeln der Little Nightmares-Trilogie auf sich aufmerksam gemacht und versetzte euch in der Rolle von Mono und Six in schaurig obskure und gruslig abgefahrene Szenarien.
Mit Reanimal knüpfen die Nordeuropäer an die kleine Albtraum-Reihe an und verfrachten euch erneut in ein dystopisches, höchst unbehagliches Abenteuer voller abartiger Gefahren und verstörenden Kreaturen.
Dem simplen, jedoch faszinierenden Spielgeschehen des Stealth-Platformers bleiben die Entwickler treu, sodass euch auch in Reanimal bedachte Schleichpassagen, herausfordernde Sprung- und Klettereinlagen sowie kleinere Umgebungsrätsel erwarten werden.
Gerade die dichte, vorwiegend verstörende Atmosphäre, die einerseits durch eine wahnsinnig eindringliche Soundkulisse, andererseits durch die bedrückende Spielwelt mitsamt ihrer amorphen und verzerrten Gestalten erschaffen wird, lässt euch stellenweise das Blut in den Adern gefrieren.
Das sagenhaft inszenierte Licht- und Schattendesign maximiert das unbehagliche Gefühl und die bizarren, akustisch teilweise nicht greifbaren Umgebungsgeräusche sorgen für eine brutal irritierende Anspannung, sodass euch mit Reanimal ein hervorragend audiovisuelles Grusel-Erlebnis bevorsteht.
Das bewusst reduzierte Storytelling sowie die verschwindend geringe Anzahl an Dialogen lässt euch größtenteils nur erahnen, wohin euch die rund sechs Stunden lange Reise führen möchte. Nicht jede narrative Andeutung erhält zudem eine klar verständliche Bedeutung, was für reichlich Interpretationsspielraum sorgt und wesentlich zur unheimlichen Gesamtstimmung beiträgt.
Vielmehr sind es die visuellen Eindrücke und die unmittelbare Umgebung, die euch eine wahrlich düstere Geschichte präsentieren wollen, sodass aufmerksame Spieler sicherlich den einen oder anderen Story-Hinweis aufschnappen und für sich interpretieren können.
Selbstverständlich dürft ihr die finstere Spielwelt wieder „ausgiebig“ erkunden, wobei ihr oftmals durch äußerst lineare und spürbar begrenzte Levelabschnitte stapfen werdet. Nichtsdestotrotz finden akribische Spürnasen immer wieder versteckte Geheimbereiche, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind.
Dort findet ihr dann verschiedene Sammelgegenstände wie flatternde Poster, absonderliche Hüte oder verschlossene Särge, die euch abseits von coolen Konzeptgrafiken und ästhetischem Erscheinungsbild auch ein alternatives Ende freischalten, sofern ihr alle entdeckt.
Ähnlich wie in den kleineren Albträumen greift ihr in Reanimal nur sporadisch zur Waffe, um euch gegen vereinzelte Feinde zur Wehr zu setzen. Solche Auseinandersetzungen spielen aber auch hier nur eine untergeordnete Rolle, denn nach wie vor steht die omnipräsente Verletzbarkeit sowie die verwundbare Anfälligkeit eurer Charaktere im Mittelpunkt.
Gelegentliche Trial-and-Error-Passagen gehören ebenso zum Reanimal-Repertoire wie die vielen clever designten Puzzles, die euch zwar hin und wieder etwas Grips abverlangen, allerdings nie vor größere Probleme stellen sollten. Dazu gesellt sich eine einwandfreie Steuerung, die euch beispielsweise jeden Sprung präzise meistern lässt, sodass kaum Frust aufkommen sollte.
Wer sich nicht gerne allein gruselt, darf sich sowohl lokal als auch online einen nervenstarken Partner dazuholen, um das Horror-Erlebnis gemeinsam zu erleben. Über den kostenlosen Freunde-Pass müsst ihr das Spiel außerdem nur einmal käuflich erwerben, um zu zweit auf die Grusel-Reise gehen zu können.
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Ist halt wie little nightmares irgendwie. Hat mich nicht abgeholt
Will mir das SPiel mal in einem Sale holen. 40 EUR ist einfach zuviel.
laut howlongtobeat.com ist es ein Spiel, das man an einem Abend durchspielt… spricht überhaupt nichts dagegen, aber ich gehe voll mit dir, dass man dafür weniger als 30 Euro verlangen sollte.
Steht in keinem Verhältnis zu den 100 Euro, die ich für BG3 ausgegeben habe, das ich über 350 Spielstunden lang gespielt habe, bis ich die Credits erreicht hatte.
Danke für den Test, wird wohl einfach wie Little Nightmares sein, für einen schmalen Taler kann man das auf jeden Fall mal zocken.
Die obligatorische 80er Wertung bei Dynasty😁
Das Spiel word wohl demnächst in meinen Besitz wandern.
Cooler Test. Und klingt doch Recht vielversprechend.
Den Artstyle finde ich schon mal richtig gut. Werde das Spiel mal auf die Sales-Liste packen.
Danke für den Test.
Danke für den Test. Ich werde wohl irgendwann im Sale zuschlagen.