Resonance: A Plague Tale Legacy: Vorschau: Zwischen Mythologie und persönlicher Vergangenheit

Mit Resonance: A Plague Tale Legacy schlägt Asobo Studio ein neues Kapitel im Universum von A Plague Tale auf. Statt Amicia und Hugo in den Mittelpunkt zu stellen, rückt diesmal Sophia ins Rampenlicht. Die Schmugglerin und Kapitänin, die viele Spieler bereits aus A Plague Tale: Requiem kennen, erhält ihre eigene Geschichte.

Für unsere Vorschau konnten wir bereits rund zwei Stunden in das neue Abenteuer eintauchen. Dabei verschlägt es Sophia auf die geheimnisvolle Insel des Minotaurus, wo sie sich uralten Prüfungen stellen, vergessene Ruinen erkunden und den Rätseln ihrer Vergangenheit auf den Grund gehen muss.

Nach den ersten Spielstunden zeichnet sich bereits ab, dass Asobo Studio die bekannten Stärken der Reihe bewahrt, gleichzeitig aber mutig neue Wege einschlägt.

Eine Reise in Sophias Vergangenheit

Resonance: A Plague Tale Legacy spielt rund fünfzehn Jahre vor den Ereignissen von A Plague Tale: Innocence und A Plague Tale: Requiem. Sophia ist noch weit davon entfernt, die erfahrene Kapitänin der Rascasse zu sein, die Fans aus dem Vorgänger kennen. Stattdessen begleitet ihr eine junge Frau auf der Suche nach Antworten, die sie tief in ihre eigene Vergangenheit führen.

Da die von uns gespielte Preview nicht am eigentlichen Anfang der Geschichte startet, sondern uns direkt mitten ins Geschehen versetzt, bleiben zunächst einige Fragen offen. Dies schmälert das Interesse an der Handlung jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Asobo Studio gelingt es schnell, Neugier auf die Geschichte zu wecken und Sophia als Hauptfigur interessant zu etablieren.

Schon nach kurzer Zeit möchte man mehr über ihre Beweggründe, ihre Vergangenheit und die Geheimnisse der Insel des Minotaurus erfahren.

Dabei setzt Asobo Studio auf eine spannende Mischung aus persönlicher Geschichte und griechischer Mythologie. Immer wieder wird Sophia mit den Geheimnissen einer längst vergangenen Zeit konfrontiert, während die Insel selbst zahlreiche Fragen aufwirft.

Die Erzählweise macht bereits in der Preview neugierig auf die vollständige Geschichte und deutet an, dass hinter den antiken Ruinen weit mehr steckt als bloße Legenden.

Eine Welt voller Geheimnisse

Besonders beeindruckend präsentierte sich in unserer Vorschau die Spielwelt. Die Insel des Minotaurus wirkt lebendig, geheimnisvoll und voller Details. Verfallene Tempel, verwinkelte Ruinen und weitläufige Küstenabschnitte erzeugen eine Atmosphäre, die sofort zum Erkunden einlädt.

Unterstützt wird dies von einer beeindruckenden Soundkulisse. Bereits die Vorgänger waren für ihren hervorragenden Soundtrack bekannt, und auch Resonance scheint diesen Weg konsequent fortzusetzen.

Vor allem die immer wieder eingestreuten Choräle sorgen für eine einzigartige Stimmung und verleihen vielen Szenen eine fast schon mystische Wirkung. Gemeinsam mit der gelungenen visuellen Gestaltung entsteht eine Welt, in der man sich gerne verliert.

Auch die Dialoge hinterließen einen positiven Eindruck. Sophia wirkt glaubwürdig geschrieben und ihre Gespräche tragen maßgeblich dazu bei, die Geschichte voranzutreiben. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass die Charaktere schnell an Profil gewinnen und die Reise emotional greifbar bleibt.

Rätsel als Herzstück der Vorschau

Einen großen Teil unserer Spielzeit verbrachten wir mit verschiedenen Prüfungen, die Sophia auf ihrem Weg absolvieren musste. Diese führten uns durch antike Ruinen und alte Tempelanlagen, in denen zahlreiche Rätsel auf ihre Lösung warteten.

Besonders positiv fiel auf, wie natürlich diese Rätsel in die Spielwelt integriert wurden. Sie wirken nie wie künstlich platzierte Hindernisse, sondern ergeben sich logisch aus der Umgebung und der Geschichte der Insel. Dadurch bleibt die Immersion erhalten und die Rätsel werden zu einem festen Bestandteil der Erkundung.

Ein weiteres gelungenes Detail sind die Hilfestellungen des Spiels. Wer bei einem Rätsel einmal nicht weiterkommt, erhält nach einiger Zeit dezente Hinweise durch die Dialoge der Figuren. Die Lösungen werden dabei nicht direkt verraten, stattdessen wird der Spieler sanft in die richtige Richtung gelenkt. Das sorgt für einen angenehmen Spielfluss, ohne die Herausforderung vollständig zu nehmen.

Mehr Action als bisher

Während die bisherigen A-Plague-Tale-Spiele vor allem durch Stealth-Passagen und ihre bedrückende Atmosphäre geprägt wurden, setzt Resonance deutlich stärker auf direkte Konfrontationen. Zwischen den einzelnen Prüfungen treffen wir immer wieder auf Gegner, die Sophia den Weg versperren.

Die Kämpfe wirken dynamischer als in den Vorgängern und verlangen ein gutes Timing beim Ausweichen, Parieren und Angreifen. Dadurch entsteht ein angenehmer Wechsel zwischen Erkundung, Rätseln und Action. Gleichzeitig zeigt sich hier noch Potenzial für Verbesserungen.

Insbesondere die Kameraführung wirkte während einiger Gefechte noch etwas unpräzise, wodurch Gegner gelegentlich aus dem Blickfeld gerieten. Da es sich um eine Vorschauversion handelt, bleibt abzuwarten, ob Asobo Studio hier bis zum Release noch nachbessert.

Erster Eindruck

Nach rund zwei Stunden Spielzeit hinterlässt Resonance: A Plague Tale Legacy einen überwiegend positiven Eindruck. Die Kombination aus einer atmosphärischen Spielwelt, einer interessanten Hauptfigur und clever integrierten Rätseln funktioniert bereits jetzt erstaunlich gut. Vor allem die Präsentation, die Musik und die gelungene Einbindung der Rätsel gehören zu den größten Stärken der Vorschau.

Technisch lief die Preview jedoch noch nicht vollständig rund. Während unserer Anspielsession kam es stellenweise zu spürbaren Framerate-Einbrüchen, die zeitweise sogar unter die Marke von 30 Bildern pro Sekunde fielen. Da es sich um eine frühe Version handelt, ist davon auszugehen, dass hier bis zum Release noch Optimierungen vorgenommen werden.

Dennoch überwiegen nach den ersten Spielstunden klar die positiven Eindrücke. Die geheimnisvolle Insel, die starke Atmosphäre und die Neugier auf Sophias Geschichte sorgen dafür, dass wir am Ende der Vorschau nur ungern den Controller aus der Hand gelegt haben. Das abschließende Ende der gespielten Mission macht Lust auf mehr und hinterlässt genau die Fragen, die eine gelungene Vorschau hinterlassen sollte.

Noch ist es zu früh für ein abschließendes Urteil. Die ersten Stunden zeigen jedoch bereits, dass Resonance: A Plague Tale Legacy das Potenzial besitzt, mehr zu sein als nur ein Spin-off.

Sollte Asobo Studio die technische Seite bis zum Release in den Griff bekommen und das hohe Niveau der Atmosphäre und Erzählung über die gesamte Spielzeit halten, könnte Sophia im August problemlos aus dem Schatten von Amicia und Hugo treten.

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16 Kommentare Added

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  1. d4wGkw0n 65400 XP Romper Domper Stomper | 23.06.2026 - 22:31 Uhr

    Danke für die Vorschau.
    Habe es mir nicht durchgelesen, weil ich es eh spielen werde und auch völlig unwissend ins Spiel einsteigen möchte.

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