RiMS Racing: Test zum authentischen Ritt auf zwei Rädern

Eine sehr gute Figur

Neben dem schwach besuchten Onlinemodus für bis zu zehn Teilnehmer, einem lokalen Mehrspielermodus für bis zu zwei Spieler und schnellen Rennveranstaltungen nach eigenen Vorlieben sowie einigen Herausforderungen sticht vor allem die innovativ gestaltete Einzelspielerkarriere als Aushängeschild von RiMS Racing hervor.

Und sofern wir zunächst die eher bescheidene technische Seite ausblenden, macht RiMS Racing in Sachen Fahrphysik, Sound und Karrieregestaltung eine sehr gute Figur. Kurzum, nach etwas Eingewöhnung bietet das Rennspiel aus der Feder von Raceward Studio herausfordernden Fahrspaß, dem keiner der wenigen Konkurrenten das Wasser reichen kann!

Mit dieser positiven Gewissheit als zusätzlichen Rückenwind werdet ihr nach einem kurzen Intro ohne Umwege in ein Tutorial entlassen, das euch die grundlegende Steuerung näherbringt und euch zugleich noch einmal die Marschrichtung klar aufzeigt, die RiMS Racing konsequent einschlägt.

Der realistische Anstrich spiegelt sich gerade bei der Steuerung und dem Verschleiß wider. Ein gefühlvoller Umgang mit Gas und Bremse sowie ein pingeliges Einhalten der Streckenbegrenzung sind das A und O, um euer Motorrad sturz- und straffrei über die Ziellinie zu schaukeln.

Bleifüße und Bremsverweigerer werden schnell mit dem unbestechlichen Strafsystem oder dem unnachgiebigen Asphalt Bekanntschaft machen. Allerdings lässt euch RiMS Racing mit drei wählbaren Härtegraden etwas Spielraum und genug Luft zur Eingewöhnung. Habt ihr euch erst mal mit der Steuerung vertraut gemacht, euer treues Ross gebändigt und die Strecken etwas verinnerlicht, könnt ihr einen Gang höher schalten und euch bis zur realistischen Einstellung vorarbeiten.

Hier angekommen müsst ihr nicht nur Gefühl an den Tag legen, sondern gleichzeitig auch euren Fahrer in der richtigen Position halten, die Hinterradbremse separat bedienen und selber die Gänge schalten. Wenn ihr euch zudem für eine der authentischen und nahezu perfekt eingefangenen Helmkameras entscheidet, wird dem Fahrvergnügen glatt die Krone aufgesetzt.

Gebremst wird der Fahrspaß jedoch von der bereits erwähnten technischen Darbietung. Die rücksichtslosen KI-Gegner legen zwar ein lebendiges, dafür ein oftmals sehr merkwürdiges Fahrverhalten an den Tag und fahren euch gerne mal ohne Rücksicht auf Verluste über den Haufen. Beispielsweise wenn ihr aufgrund von abgenutzten Bremsbelägen etwas früher in die Eisen steigen müsst, endet das Vorhaben mit einem Computerakteur im Nacken meist in einem spektakulären Abflug. Dazu gesellen sich teils merkwürdige Kollisionsabfragen und die Sache mit dem schwankenden Schwierigkeitsgrad, dem eine stufenlose Justierung bessergestanden hätte.

Da der realistischen Marschrichtung geschuldet keine Rückspulfunktion vorhanden ist und auf den beiden höheren Schwierigkeitsgraden zudem kein Neustart zur Verfügung steht, keimt in einigen Momenten Frust auf.

Inhaltsverzeichnis

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5 Kommentare Added

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  1. Dr Gnifzenroe 194890 XP Grub Killer Elite | 16.09.2021 - 09:13 Uhr

    Motorräder lassen mich völlig kalt und somit bleibt ich auch trotz RiMS Racing erst einmal bei Rennspielen mit vierreifigen Maschinen. Allen anderen viel Spaß mit dem Spiel.

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  2. SheranUOdal 17540 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 16.09.2021 - 09:24 Uhr

    Ich spiele dieses Game seit Release.
    Ja, es hat eine steile Lernkurve vor allem im Simulationsfahrverhalten.
    Aber das Gefühl auf den Bikes ist einfach grandios und hat mich richtig gepackt.
    Wer Lust auf Motorrad hat ist hier genau richtig.

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    • Skillicious 13360 XP Leetspeak | 16.09.2021 - 10:43 Uhr

      Kurze Frage. Ist es von der Steuerung vergleichbar mit Moto GP 21? Hätte echt Bock auf ein guten Motorradsimulator.

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      • SheranUOdal 17540 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 16.09.2021 - 11:49 Uhr

        @Skillicious
        Ich habe Moto GP21 leider noch nicht gespielt.
        Was ich sagen kann, daß es sich noch eine ganze Ecke realistischer anfühlt als Ride 4 auf dem höchsten Realismus Grad (und das fand ich schon sehr gut).
        Es war für mich ein richtiger Augenöffner, aber das ist mein persönliches Gefühl.
        Wichtig ist eine gewisse Frusttoleranz, weil Du Dich am Anfang wahrscheinlich ein paar Mal mit den Bikes hinlegst und das generelle Schrauben am Motorrad um es instand zu halten und zu pflegen nicht abschreckend wirkt, weil das in der Karriere obligatorisch ist.

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