RiMS Racing: Test zum authentischen Ritt auf zwei Rädern

Das volle Programm

Gleiches gilt für die genauere Betrachtung der grafischen Aufmachung von RiMS Racing, die alles andere als präsentabel daherkommt. Grobe Texturen, hässlicher Grafikaufbau, penetrantes Kantenflimmern – halt das volle Programm an störenden Grafikfehlern. Selbst von Soundbugs wurden wir in unserem Test nicht verschont.

Wenn ihr beispielsweise den Hintern eures virtuellen Abbilds bei der Boxeneinfahrt in der Nahaufnahme bestaunen dürft, werdet ihr um viele Jahre zurück in die Vergangenheit katapultiert. Den besten Eindruck macht RiMS Racing noch bei Regen, wobei auch hier die leblosen Umgebungen und die fehlende Auswirkung eures Feuerstuhls auf den Streckenuntergrund keine Bäume ausreißen kann.

Im Gegenzug huscht das Rennvergnügen flüssig über den Bildschirm und hat abseits des Rennalltags einiges in der Karriere zu bieten. Mit verdienten Punkten und Preisgeldern könnt ihr euch Zubehörteile und Verbesserungen für euer auserkorenes Lieblingsmotorrad und euren Rennstall sichern. Nahezu das gesamte Zweirad dürft ihr abgesehen des Motors in seine Einzelteile zerlegen und mit neuen Teilen frisieren beziehungsweise defekte Teile austauschen. Denn auch der Verschleiß nimmt bei RiMS Racing wie bereits erwähnt einen hohen Stellenwert ein.

Merklich bauen die einzelnen Bauteile ab, was sich spürbar auf das Fahrverhalten niederschlägt. Wenn ihr euch beispielsweise auf nassem Untergrund fragt, warum ihr mehr über den Asphalt rutscht als auf eurem Motorrad sitzt, liegt es daran, dass ihr mit der falschen Bereifung unterwegs seid.

In kleinen Minispielen legt ihr in diesem Sinne in der hauseigenen Werkstatt selber Hand an, schraubt und montiert die entsprechenden Komponenten ab, um sie durch neue Teile zu ersetzen. Der Spaß daran lässt zwar auf Dauer etwas nach, schafft aber im Gegenzug eine echte Bindung zu eurem Untersatz und lässt euch tiefer in die Materie Motorrad blicken. Darüber hinaus könnt ihr euch durch Verbesserungen die Arbeit im späteren Verlauf sparen und euren Mechanikern den Vortritt lassen.

Abseits dessen hat der Karrieremodus leider keine weiteren großen Innovationen in der Hinterhand und fährt sich dann letztendlich auf dem Abklappern der einzelnen Rennveranstaltungen fest. Die Meisterschaftsrennen werden hin und wieder durch ein Herstellerevent aufgelockert und mit ein paar Herausforderungen garniert, bei denen ihr euch die Werke der anderen Marken genauer ansehen könnt beziehungsweise bestimmte Ziele wie eine gewisse Platzierung oder eine festgelegte Rundenzeit erreichen sollt.

Inhaltsverzeichnis

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5 Kommentare Added

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  1. Dr Gnifzenroe 194890 XP Grub Killer Elite | 16.09.2021 - 09:13 Uhr

    Motorräder lassen mich völlig kalt und somit bleibt ich auch trotz RiMS Racing erst einmal bei Rennspielen mit vierreifigen Maschinen. Allen anderen viel Spaß mit dem Spiel.

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  2. SheranUOdal 17540 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 16.09.2021 - 09:24 Uhr

    Ich spiele dieses Game seit Release.
    Ja, es hat eine steile Lernkurve vor allem im Simulationsfahrverhalten.
    Aber das Gefühl auf den Bikes ist einfach grandios und hat mich richtig gepackt.
    Wer Lust auf Motorrad hat ist hier genau richtig.

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    • Skillicious 13360 XP Leetspeak | 16.09.2021 - 10:43 Uhr

      Kurze Frage. Ist es von der Steuerung vergleichbar mit Moto GP 21? Hätte echt Bock auf ein guten Motorradsimulator.

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      • SheranUOdal 17540 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 16.09.2021 - 11:49 Uhr

        @Skillicious
        Ich habe Moto GP21 leider noch nicht gespielt.
        Was ich sagen kann, daß es sich noch eine ganze Ecke realistischer anfühlt als Ride 4 auf dem höchsten Realismus Grad (und das fand ich schon sehr gut).
        Es war für mich ein richtiger Augenöffner, aber das ist mein persönliches Gefühl.
        Wichtig ist eine gewisse Frusttoleranz, weil Du Dich am Anfang wahrscheinlich ein paar Mal mit den Bikes hinlegst und das generelle Schrauben am Motorrad um es instand zu halten und zu pflegen nicht abschreckend wirkt, weil das in der Karriere obligatorisch ist.

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