Tot oder lebendig, du kommst mit mir

Der eigenständige Titel RoboCop: Rogue City – Unfinished Business beginnt unmittelbar nach den Ereignissen des Vorgängers und versetzt euch abermals in das düstere Detroit der Zukunft.
Im Zuge des Überfalls auf das OCP wurde eine Energiequelle entwendet, die in den falschen Händen eine echte Gefahr für die Menschheit bedeutet. Kurzerhand wird aus den übriggebliebenen Ressourcen die Energiequelle getrackt und bis zum überdimensionalen OmniTower-Megakomplex verfolgt.
Das eigentliche Problem dabei ist, dass dieser nicht mehr in den Zuständigkeitsbereich der Detroiter Polizei fällt, nichtsdestotrotz wird RoboCop aufgrund der hohen Gefahrenlage sofort losgeschickt, um sich der akuten Bedrohung anzunehmen.
Daher bricht auch direkt die Hölle los, nachdem RoboCop dort auftaucht – sämtliche bewaffnete Söldner verschanzen sich und eröffnen gnadenlos das Feuer auf den Robo-Polizisten.
Der actionreiche Ego-Shooter spielt sich aus spielmechanischer Sicht im Grunde genommen wie der Vorgänger. So stapft ihr mit eurem metallischem Rechtshüter schwerfällig durch den grauen Megakomplex des OmniTowers, ballert unendlich Munition aus eurer modifizierten Beretta 93R (Auto-9) und entdeckt mit eurer integrierten Scanfertigkeit versteckte Hinweise, die euch immer tiefer in die verzweigten Gänge und zahllosen Zimmer des gewaltigen Gebäudes führen.
Dabei geht ihr selbstverständlich eurer Hauptmission nach, dürft aber auch einige Nebenmissionen für die Bewohner des OmniTowers erledigen, die euch bei erfolgreichem Abschluss unter anderem mit Boni wie Mikrochips belohnen.
Hin und wieder wird der Spielfluss durch Rückblenden unterbrochen, die hauptsächlich dazu dienen, euch die verschiedenen Charaktere und deren Intentionen näherzubringen. Da diese Abschnitte zwar eine gelungene Abwechslung zum OmniTower darstellen, aber meist relativ kurz ausfallen, entwickelt man dadurch leider keine wirkliche Sympathie zu den Protagonisten, sodass der gewünschte Effekt eher ausbleibt.
Insgesamt erwartet euch ohnehin eine viel dünnere Story als in RoboCop: Rogue City, was nicht zuletzt mit der eingeschränkten Polizeiarbeit zusammenhängt. Diese fällt im Vergleich zum Vorgänger nämlich nicht so detailliert und umfangreich aus – dafür erwartet euch eine ordentliche Packung Action und Geballere.
Letzten Endes erzeugt RoboCop: Rogue City – Unfinished Business aber erneut eine unglaublich packende Atmosphäre und glänzt mit einer detailverliebten und lebendigen Spielwelt, die besonders Fans des sympathischen Robo-Polizisten gefallen dürfte.
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Komischerweise gefällt mir Rogue City, von daher nicht ausgeschlossen, dass auch dieses Werk hier auf meiner Platte landet.