Sir Lovelot: Kurztest zum liebebedürftigen Hüpfabenteuer

Im filigranen Umgang mit euren Controller

Hört ihr schon die ersten Paarungsrufe aus den Wäldern schallen? Der Frühling samt seiner verlockenden Gefühle rückt näher und ehe man sich versieht, schwebt man bereits auf Wolke sieben.

Und genau dorthin möchte auch Sir Lovelot gelangen, dessen Obhut ihr im gleichnamigen Spiel übernehmt und im filigranen Umgang mit euren Controller über 40 Level hinweg auf der Suche nach der großen Liebe seines Lebens begleitet.

Wir haben uns diesem Wechselbad der Gefühle voll und ganz hingegeben und verraten euch nun in unserem Test der Xbox Series X Version, ob die 9,99 Euro für Sir Lovelot euer Geld gut angelegt sind.

Dafür müssen zunächst zwei Grundvoraussetzungen geklärt werden. Oder sagen wir lieber drei. Zuerst steht die Frage im Raum, ob euch Hüpfabenteuer generell gefallen.

Dann wäre da noch die Sache mit der Pixeloptik, die zwar in Sir Lovelot muntere Formwandlungen durchlebt, jedoch nicht jedermanns Geschmack trifft. Und zu guter Letzt müsst ihr euch mit einem hohen Spieltempo und dem damit einhergehenden anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad arrangieren.

Wie schon Sigi aus dem Hause Pixel.lu mit einem kräftigen Furz die Herzen aller Frauen eroberte, steigt jetzt Sir Lovelot in die Fußstapfen des edlen Ritters und verfolgt dieselben Ziele. Nur ohne Blähungen, dafür mit etwas mehr Elan, Feuerkraft und einer etwas aufpolierten Aufmachung.

Ihr sammelt bei Sir Lovelot mit eurem kleinen Helden in jedem Level bezaubernde Aufmerksamkeiten in Form von Blumen und Schmuckstücken ein und überliefert diese an eure potenzielle Herzensdame. Nachdem die Liebe hinter verschlossenen Türen keine Grenzen kennt, erhaltet ihr einen kurzen Überblick über eure erbrachte Leistung und könnt einsehen, welche Geheimnisse ihr eventuell von der Liebe geblendet übersehen habt. Neben den Geschenken gibt es nämlich für gewiefte Hüpfakrobaten noch geheime Schätze zu ergattern.

Im Anschluss dürft ihr auf der Übersichtskarte ein Feld weiterrücken und der nächsten Schönheit eine Chance geben. Die über 40 Level beziehungsweise Liebesnächte, denen ihr auf dieser Weise beiwohnt, verteilen sich auf vier Welten. Damit der Aufstieg zu Wolke sieben gelingt, kann der liebebedürftige Ritter Doppelsprünge vollführen, sich an Wänden festklammern und unendlich Feuerkugeln verfeuern. Wo er die herholt, wissen wir leider nicht! Schließlich gilt es neben tödlichen Hindernissen noch bösartige Kreaturen zu überwinden.

Und wie es sich gehört, werden die Levels mit der Zeit größer und komplexer. Dennoch liegt der Schwierigkeitsgrad auf einem machbaren Niveau und lässt selbst grobmotorische Controllerhelden mit Durchhaltekraft aufgrund unendlicher Leben eine Chance. Denn Obacht, Tod und Liebe geben sich bei Sir Lovelot die Türklinke in die Hand. Die kleinste Unachtsamkeit und schon dürft ihr das Level vom letzten Kontrollpunkt beginnen. Und diese liegen oft weit entfernt.

Musikalisch wird der rasante Ausflug nach Lululand gediegen untermalt. Und das Wichtigste, die Steuerung, ist ebenfalls gelungen. Eine präzise Umsetzung eurer Eingaben schlägt dem Frust in dieser Hinsicht die Türe vor der Nase zu.

Und was gibt es jetzt bei Sir Lovelot zu meckern? In Anbetracht des Preises eigentlich kaum etwas. Optisch hätte den einzelnen Abschnitten sowie der Variation der Gegner hier und da noch etwas mehr Abwechslung gut gestanden. Eine kleine Geschichte als Beiwerk wäre natürlich auch etwas Feines gewesen.

Inhaltsverzeichnis

2 Kommentare Added

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  1. Ghostyrix 65220 XP Romper Domper Stomper | 09.03.2021 - 16:54 Uhr

    Ich bin zwar kein Fan vom Pixellook aber der Zeichen Stil ist schon etwas niedlich 😃

    Wenn ich mir den test so durchlese, dann ist es wahrscheinlich nichts für mich aber wenn es mal im GP erscheint, dann gib ich dem Spiel gern eine Chance 👍

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  2. EMA-68 660 XP Neuling | 01.04.2021 - 11:32 Uhr

    Hab den bericht gelesen musste leider auch feststellen das es nicht so meins ist.

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