SteelSeries Arctis 9X Wireless Headset: Test zum komplett kabellosen Headset für Xbox One

Nachdem wir euch das kabelgebundene Arctis 3 vorgestellt haben, folgt nun ein Test zum kabellosen SteelSeries Arctis 9X. Das Headset hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 199,99 Euro und ist derzeit für 179,99 Euro bei Amazon im Angebot erhältlich.

Dank der integrierten Xbox Wireless-Technologie sind zwischen dem SteelSeries Arctis 9X Headset und dem Controller der Xbox One keine Kabel erforderlich. Ihr verbindet das Headset also exakt mit der Xbox One-Konsole, wie ihr einen Controller verknüpfen würdet. Nach der erfolgreichen Verknüpfung könnt ihr das SteelSeries Arctis 9X somit komplett kabellos nutzen.

Dazu wurde bestätigt, dass das Headset mit der gleichen Verbindungstechnologie mit der Xbox Series X-Konsole kompatibel ist. Somit seid ihr nicht nur im hier und heute perfekt aufgestellt, sondern seid sogar zukunftssicher, wenn ihr auf die neue Konsole wechselt.

Neben der Xbox Wireless-Technologie bietet euch das SteelSeries Arctis 9X zusätzlich die Verbindungsmöglichkeit via Bluetooth 4.1 mit den Profilen A2DP, HFP, HSP. Dies kann sogar simultan verwendet werden, was so viel bedeutet, dass ihr – während ihr das Headset an der Konsole beim Spielen nutzt – auch Bluetooth verwenden könnt, um gleichzeitig Musik zu hören. Außerdem könnt ihr Telefongespräche führen oder aber Team-Chats via Skype oder Microsoft Teams parallel einrichten.

Selbstverständlich könnt ihr das Headset komplett kabellos via Bluetooth mit eurem Smartphone oder anderen Geräten, wie eurem Smart-TV verbinden. Ältere Geräte oder andere Konsolen ohne Bluetooth können über den 3,5 mm Stecker angeschlossen werden. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass dann das einklappbare Mikrofon nicht funktioniert.

Die kabellose Reichweite des Headsets liegt bei sechs Metern, wobei hier immer die räumlichen Begebenheiten eine Rolle spielen und diese negativ beeinflussen können. Wohnungen mit dünnen Wänden (wie in unserem Fall – leider) können eine Reichweite von bis zu zehn Metern ermöglichen.

Bei den technischen Spezifikationen und beim Sound ist zwischen dem Arctis 3 und dem Arctis 9X ein geringfügiger Unterschied auszumachen. Beide Headsets setzen auf 40 mm Treiber für die Neodymium-Lautsprecher, beide haben eine Frequenz von 20-20000 Hz und die Kopfhörerempfindlichkeit liegt auch bei beiden bei 98 dBSPL. Gleiches gilt für die Impedanz von 32 Ohm. Somit ist ebenfalls das Arctis 9X beim Bass etwas schwach auf der Brust und die Gesamtlautstärke könnte vor allem beim Musikhören durchaus höher sein. Windows Sonic kommt bei beiden zum Einsatz, was für einen besseren Surround-Klang sorgt.

Beim ohnehin schon erstklassigen Arctis 3-Mikrofon hat man beim Arctis 9X noch einmal nachgebessert. Die Empfindlichkeit des Mikrofons liegt jetzt bei -38 dBV/Pa. Die Impendanz bleibt mit 2200 Ohm gleich auf. Das Gewicht des SteelSeries Arctis 9X liegt jedoch bei 375 Gramm im Vergleich zu 294 Gramm beim Arctis 3. Dies liegt an dem festverbauten internen Akku, der beim kabellosen Headset zum Einsatz kommt.

Von der Verpackung bis zur Bauart bleibt alles ähnlich. Das SteelSeries Arctis 9X hat genauso geschmeidige Ohrpolster, wie das Arctis 3. Das Design ist schlicht und dennoch ein echter Hingucker. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Das Gesamtbild wird lediglich wieder von der „Kopfband“-Lösung getrübt. Dabei ist das Gummiband diesmal einmal komplett um den Kopfbügel angebracht und hat ein paar grüne Xbox-Akzente spendiert bekommen.

Beim Arctis 3 hängt das Kopfband unschön nach unten, wenn man es nicht verwendet, dies ist beim Arctis 9X nicht der Fall. Sieht aber trotzdem nicht optimal aus. Dafür ist das Band mit Klettverschluss deutlicher zu sehen und bekommt von uns somit die gleichen Kritikpunkte, wie auch schon das Arctis 3. Ein einmaliges Justieren ist absolut kein Problem. Wechseln die Köpfe unter dem Headset aber häufiger, ist vor allem für sehr pingelige Spieler eine exakte Einstellung wie vorher schier unmöglich. Sicher kann man sich die Klettverschlusseinstellung versuch zu merken, es wird aber nie wieder auf den Millimeter genau wie vorher sein.

Auf dem Kopf fühlt sich das Arctis 9X noch einmal eine Ecke besser an und auch Brillenträger werden hier ihre wahre Freude mit dem Headset haben. Grund für den noch besseren Tragekomfort ist der Metallbügel, der einen festeren Halt bietet als die Plastikversion des Arctis 3.

In der linken Ohrmuschel wurde das ausziehbare Mikrofon versenkt. An der Rückseite wartet ein Rädchen darauf die Sprach- und Spiellautstärke getrennt voneinander zu regeln. Auf der rechten Ohrmuschel wartet ein zweites Rädchen auf euch. Hier könnt ihr die Gesamtlautstärke des Headsets anpassen. Darunter ist die Stummschalttaste. Weiter folgen die Bluetooth- und die Xbox-Connect-Tasten. Dahinter der Stecker für die USB-Aufladefunktion und die 3,5 mm Buche für den Klinkenstecker. Alle Knöpfe und Rädchen sind problemlos erreichbar, sind gut verarbeitet und verrichten ihren Job, wie man es erwartet.

Die wahre Freude gibt es aber nicht nur beim Tragekomfort, sondern beim Sound. Das Soundprofil wurde leicht überarbeitet und macht einen deutlich besseren Job als beim Arctis 3. Die Soundeffekte in Videospielen sind so dank Windows Sonic in alle Richtungen zuzuordnen, was einen enormen Wettbewerbsvorteil bei Multiplayer-Spielen bringt. Der Bass ist, wie schon erwähnt, etwas geringer – lenkt dafür aber nicht zu sehr von der wichtigen Action und dem nächsten Abschuss ab. Wem das vordefinierte Soundprofil nicht gefällt, der kann über die SteelSeries-Software „SteelSeries Engine 3“ den Equalizer einstellen und das Voice-Monitoring zum Beispiel komplett abschalten.

Die Sprachqualität des zweifach gerichteten Mikrofons ist exzellent und die Geräuschunterdrückung des ClearCast-Mikros sehr beeindruckend. Störende Nebengeräusche dringen somit nicht länger in den Sprach-Chat ein und „belästigen“ somit nicht mehr euer Team.

Den größten Pluspunkt erhält das Arctis 9X aber bei der Akkulaufzeit. Insgesamt 20 Stunden könnt ihr mit dem SteelSeries Arctis 9X spielen, das ist ein Wert, der bisher unerreicht ist. Dieser Wert wurde durch eine Optimierung der neuesten Energieeffizienztechnologie beim fest verbauten Akku erreicht. Bitte beachtet aber dabei, dass die Akkulaufzeit durch das gleichzeitige Nutzen von Bluetooth und Xbox Wireless beeinträchtigt werden kann. Dennoch bietet das Arctis 9X über 20 Stunden reine Akkulaufzeit, was einfach phänomenal ist.

Sollte das Headset trotzdem einmal schlapp machen, könnt ihr es einfach mit dem mitgeliefertem USB-Kabel an der Konsole verbinden und so parallel aufladen. Leider ist das USB-Kabel etwas kurz geraten, somit solltet ihr lieber an einen Adapter-Stecker und die Mehrfachsteckdose ausweichen, damit ihr nicht zwangsläufig vor dem Bildschirm kleben müsst.

Das SteelSeries Arctis 9X macht eine gute Figur, liefert einen großartigen Sound eine noch bessere Sprachqualität. Dank Bluetooth ist es vielfach einsetzbar und kommt auf der Xbox One komplett kabellos daher. Dazu ist es mit der Xbox Series X kompatibel, was einen Umstieg auf die neue Konsolengeneration leicht macht. Die Akkulaufzeit ist mit 20 Stunden phänomenal und gehört zur absoluten Elite in diesem Segment. Abstriche müssen jedoch beim Bass und der allgemeinen Lautstärke gemacht werden, nicht aber beim Klang. Der Tragekomfort ist ideal und noch einmal besser als beim Arctis 3. Lediglich der etwas hoch angesetzte Preis von 199,99 Euro könnte vom Kauf abhalten. Die Verarbeitung, der Komfort, der Klang, die Sprachqualität und die Einsatzmöglichkeiten können es jedenfalls nicht sein, denn diese sind auf einem sehr hohen Level.

 

 

 

 

The Good

  • Erstklassiger klarer Sound
  • Keine Kabel
  • 20 Stunden Akkulaufzeit
  • Zwischen 6 und 10 Meter Reichweite
  • Bluetooth-Unterstützung (sogar parallel)
  • Großartige Sprachqualität
  • Perfekter Tragekomfort
  • Schickes Design
  • Verschiedene Soundprofile dank PC-Software
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Geschmeidige Ohrpolster
  • Einklappbares bewegliches Mikrofon
  • Alle Tasten an den Ohrmuscheln gut erreichbar
  • Voice-Monitoring (über Software deaktivierbar)
  • Sprach- und Game-Chat getrennt voneinander regulierbar
  • Xbox Series X kompatibel

The Bad

  • Gummibandlösung gewöhnungsbedürftig
  • Bass und Gesamtlautstärke etwas schwach
  • Etwas hoher Preis
  • PC-Software zu versteckt
8.6

24 Kommentare Added

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  1. Terrorbob 13080 XP Sandkastenhüpfer Level 2 | 18.06.2020 - 15:09 Uhr

    Hatte in den letzten Wochen ein paar Headsets getestet (u.a. Turtle Beach Steals 600 u. 700 und das Astro A50). Leider gab es nur Blindgänger.
    Hatte mir dann das Arctis 9x zugelegt und war sofort begeistet! Sprache, Klang, Tragekomfort, Direktverbindung mit der Konsole. Alles Super. Und da es parallel Bluetooth zur vefügung hat, kann ich über das Smartphone auch noch Discord nutzen.

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  2. Stehkragen 4720 XP Beginner Level 2 | 18.06.2020 - 15:31 Uhr

    Ein toller Test. Vielen Dank.
    Ich habe mir das Headset auch vor 4 Wochen geholt und bin absolut begeistert. Einzig die Ohrenpolster sind zu weich, sodass die Ohren schnell an den Treibern anliegen und das nach einer Weile dann nicht mehr bequem sitzt. Habe das auch im Netz schon oft gelesen, aber dem ist mit anderen Ohrpolstern leicht Abhilfe zu schaffen

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  3. Brandel 3780 XP Beginner Level 2 | 18.06.2020 - 16:15 Uhr

    Fest verbauter akku…. stört mich mehr als ein einzelnes kabel zum controller. Sind die 20h bei maximal lautstärke getestet oder mit xbox aus? Solche angaben sehe ich immer skeptisch. Und wie lange dauerts von ganz leer bis 100% und wieviele ladezyklen bis das hs in müll wandert, weil akku ja nich wechselbar? Solche details liest man nie bei tests und selbst von herstellern erfährt man es nur, wenn man direkt nen support kontaktiert…. da bleib ich lieber beim kabel am controller und hab dafür keine zusätzliche energiequelle weil meine headsets vom controller versorgt werden

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  4. BluEsnAk3 4480 XP Beginner Level 2 | 19.06.2020 - 12:52 Uhr

    Habt ihr keine Probleme mit dem connecten? Jedesmal wenn ich von der xb zum surface oder zum Handy wechseln will, artet es bei mir in einem Überlebens Kampf aus.

    BT verbindung zum surface hält nur 5 min danach schaltet sich das Headset ab, über xbox wireless for windows geht es, Aber bis es sich damit mal verbindet, ohje

    BT zum Handy funktioniert gar nicht mehr

    Wireless zur xb dauert auch wieder ewig bis es sich connected. 3x ein aus schalten aller Geräte inklusive

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    • Xmufti 16170 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 20.06.2020 - 01:47 Uhr

      Nein überhaupt nicht, nutze das Headset an der Xbox One X,PC und am IPhone alles ohne Probleme selbst Xbox und Smartphone gleichzeitig funktioniert wunderbar.

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  5. selune1 3400 XP Beginner Level 2 | 23.06.2020 - 15:26 Uhr

    Falls wer nach dem Headset gerade schaut – Coolshop hat es im Sale für 160 Euro. Möglicherweise aber nur ein Tagesangebot heute!

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  6. CeBraX 2180 XP Beginner Level 1 | 07.08.2020 - 22:34 Uhr

    Weiß jemand ob das Headset auch Dolby Atmos unterstützt?
    Oder zumindest 7.1 Sound hat?

    Überlege mir nämlich das Headset zu kaufen.

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