The Mooseman: Test zur mythologischen Elch-Saga

Ungewöhnliche Mythologie-Stunde

Das 2D-Abenteuer The Mooseman ist in vielerlei Hinsicht ein wahrlich außergewöhnliches Spielerlebnis. Ihr übernehmt die Rolle des mystischen Moosemans – eine Mischung aus Mensch und Elch – der die magische Fähigkeit besitzt, versteckte Dinge zu sehen, die für das menschliche Auge normalerweise nicht sichtbar sind. Auf eurer mythologisch angehauchten Reise durchquert ihr mit eurem animalischen Protagonisten nacheinander die drei Ebenen der Schöpfung, die sich irgendwo zwischen den eisigen Landschaften des nordwestlichen Russlands beziehungsweise des heutigen Estlands befinden.

Spielerisch bietet The Mooseman leider nur magere Vielfalt, denn viele Optionen bietet euch der ungewöhnliche Ausflug ins mythologische Reich nicht. So bewegt ihr eure Figur lediglich von links nach rechts über die größtenteils schwarzweiß gehaltene Umgebung, setzt per Knopfdruck eure mysteriöse Elchmaske auf, mit der ihr dann versteckte Gegenstände auf eurem Bildschirm sichtbar macht, oder entfacht euren Leuchtstab, der euch einmalig vor gegnerischen Angriffen schützt. Eine vernichtende Attacke oder andere Offensivtaktiken sucht ihr in The Mooseman größtenteils vergeblich, lediglich eine kurze Episode, in der ihr als furchtloser Jäger unterwegs seid, bietet euch einen Bogen.

Durch das Verwenden eurer Maske verändert ihr eure unmittelbare Umgebung, sodass sich dadurch beispielsweise neue Gebiete eröffnen, eine tiefe Schlucht überquerbar wird oder ihr einer tierischen Gefahr in letzter Sekunde entkommt. Dabei löst ihr immer wieder einfache Rätsel oder meistert simple Geschicklichkeitseinlagen, welche euch aber vor keine größeren Probleme stellen sollten.

Die größtenteils eintönige, aber dennoch lebendige Umgebung in grauschwarzweiß zieht euch aufgrund der außergewöhnlichen Atmosphäre förmlich in den Bann und kann durch eine insgesamt überzeugende Präsentation begeistern. Die hübsch gezeichneten Hintergründe versprühen einen sagenhaften Charme und erinnern stellenweise an Titel wie „Never Alone“ oder „Limbo“. Dazu kommt ein folklorischer Soundtrack, der sich der insgesamt stimmigen Inszenierung tadellos anpasst.

Nach gut einer Stunde ist das Elch-Abenteuer aber auch schon wieder vorbei und der Abspann rollt über euren Bildschirm. Wer dann noch nicht alle 52 Sammelgegenstände in Form von antiken Artefakten gesammelt hat, darf sich erneut in die verschneiten Ebenen von The Mooseman stürzen, alle anderen werden auf einen zweiten Durchlauf aufgrund des verschwindend geringen Wiederspielwerts wohl verzichten.

Inhaltsverzeichnis

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3 Kommentare Added

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  1. -SIC- 74365 XP Tastenakrobat Level 2 | 18.07.2018 - 03:52 Uhr

    Gefällt mir sehr gut, hab es schon länger auf dem Schirm und werde es mir sicher bald mal holen. Der Vorteil eines Spieles mit kürzer Spielzeit ist auch, dass es nicht Gefahr läuft länger auf der Platte rum zu liegen. 😉

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    • Z0RN 390525 XP Xboxdynasty Veteran Platin | 18.07.2018 - 21:24 Uhr

      Gute Einstellung, wenn man an den Speicherplatz denkt. ?

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