theHunter: Call of the Wild

Test zum jägerlichen Geduldsspiel

Autodidaktisches Jagen

Wem das actionreiche Ego-Geballer a la Call of Battlefield doch mal zu schnell, zu hektisch oder zu unübersichtlich erscheint, kann sich bald mit der ruhigen, entspannten und harmonischen Jagdsimulation theHunter: Call of the Wild, welche für 39,99€ geschossen werden kann, genüsslich die nächsten Monate versüßen. Zur Feier der Konsolenveröffentlichung am 02. Oktober wurden außerdem die Erweiertungen „Tents & Ground Blinds“ sowie „ATV“ gratis hinzugefügt.

In theHunter: Call of the Wild übernehmt ihr die Rolle eines einsamen Jägers, der mit seiner Flinte auf Fuchs-, Reh- und Bärenjagd geht. In klassischer Ego-Perspektive wandert ihr durch zwei bildschön dargestellte Landschaften (Europa oder Nordamerika), immer auf der Suche nach der nächsten Trophäe. Insgesamt stehen euch circa 50 Quadratmeilen Jagdrevier zur Erkundung bereit, das von detaillierten Feuchtgebieten über massige Bergeketten bis hin zu üppigen Wäldern alles bietet. Dagegen ist die Anzahl an Tierarten eher spartanisch ausgefallen, begrenzt sich die Jagd doch meistens auf Rehe, Hirsche, Füchse, Bären und Bisons.

Kleinere Missionen sorgen für die nötige Abwechslung, eine stringente Handlung sucht ihr dagegen vergeblich. Aufgrund der frühen Testversion konnten wir leider den Mehrspielermodus nicht anspielen, da keine Spiele gefunden wurden. Wenn es sich aber um den gleichen oder ähnlichen Mehrspielermodus wie auf dem PC verhält, dann könnt ihr euch auf unterhaltsame Koop- sowie kompetitive Matches mit bis zu acht Spielern freuen.

Da euch eingangs kein ausführliches Tutorial geboten wird, seid ihr mehr oder weniger auf euch alleine gestellt, um die doch komplexe Spielmechanik zu verinnerlichen. Gerade zu Beginn dürften Ungeduldige hart auf die Probe gestellt werden, da das behutsame Anpirschen an die wilde Fauna unabdingbar ist. Schon bei der geringsten Geräuschkulisse, die ihr beim Annähern verursacht, zieht euer Wild rasend schnell davon. Um dem entgegenzuwirken, wird euch jederzeit die aktuelle Lautstärke angezeigt, die ihr beispielsweise beim knirschenden Zerbrechen von morschen Ästen fabriziert. Schlägt die Akustikkurve hierbei zu hoch aus, steht ihr plötzlich alleine im Wald.

In den ersten Spielstunden blieben wir leider oft ratlos und frustriert zurück, als uns auch beim vorsichtigsten Anschleichen das nächste Tier panisch davonlief – und das, obwohl dieses noch gut zweihundert Meter hinter dichten Bäumen und wilden Büschen verdeckt entfernt stand. Vielleicht lag es aber auch an der ungünstigen Brise, die tatsächlich euren Geruch in Windrichtung transportiert und dementsprechend von weitem von den Wildtieren gewittert wird. So oder so sind alle potenziellen Käufer gewarnt: Nur äußerste Disziplin gepaart mit einer ordentlichen Portion Geduld führen zum Erfolg, welcher dann aber umso süßer schmeckt.

5 Kommentare Added

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  1. Birdie Gamer 97240 XP Posting Machine Level 4 | 26.09.2017 - 09:43 Uhr

    Als Cabela’s Spieler könnte dies ganz interessant sein – Danke für den Test dieses Nischentitels.

  2. Spongebuu 68060 XP Romper Domper Stomper | 04.10.2017 - 17:43 Uhr

    ja das Tiere einfach abhauen obwohl man keinen murks von sich gibt, nervt teilweise schon etwas arg..

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