Torchlight 3: Test zur effektvollen Dauerbalgerei

Einen treuen Begleiter

Insgesamt wirkt es bei Torchlight 3 fast so, als hätte man den Solomodus nachträglich noch irgendwie mit reinschustern wollen. Wie dem auch sei, habt ihr eure Entscheidung getroffen, steht als nächster Schritt die Auswahl und Bearbeitung eures Charakters an. Sobald die Münze für eine der vier Klassen gefallen ist, bestimmt ihr noch Geschlecht, Hautfarbe und Gesichtszüge aus einer vorgebenden Auswahl und vergebt eurem Helden einen gebührenden Namen.

Im Anschluss schnürt ihr noch eines der fünf wählbaren Relikte um den Hals, die euch mitunter zum Spezialisten in den Rubriken Feuer, Elektrizität oder tierische Kräfte machen. Da euch im Verlauf des Spiels viele, sehr viele, unzählbar viele Feinde begegnen und ihr gar nicht alles alleine schleppen könnt, was ihr währenddessen einsammelt, bekommt ihr zu guter Letzt noch einen treuen Begleiter zur Seite gestellt. Am Anfang steht euch ein Hündchen, ein Alpaka oder eine Eule zur Auswahl.

Keine Sorge, falls euer Lieblingstier hier noch nicht vertreten ist, im späteren Spielverlauf könnt ihr weitere Gattungen aufgabeln und jederzeit in einer der Neuerungen des Spiels aufbewahren und austauschen. Die Festung, eure Festung. Hier dürft ihr gestalterische Maßnahmen ergreifen, eine charakterübergreifende Truhe mit nützlichen Materialien füllen, gesammelte Rohstoffe verwerten oder eure Fähigkeiten neu formieren.

Zudem trefft ihr online immer wieder auf die Behausungen anderer Spieler, die ihr ebenfalls für die eigenen Zwecke verwenden oder an den dort verfügbaren Schreinen Gegenstände opfern könnt, um im Gegenzug spezielle Boni zu erhalten.

Als zweite Verschnaufpause abseits der gebotenen Daueraction, auf die wir gleich noch zurückkommen, ist die Hauptstadt ein immer wiederkehrender Haltepunkt eurer Odyssee. Hier nehmt ihr Missionen entgegen, treibt Handel oder schließt euch im Onlinemodus mit anderen Spielern zusammen. Was auf direktem Weg zum zweiten Tadel führt. Ihr könnt euch nämlich nur mit Spielern gruppieren, die denselben Schwierigkeitsgrad wie ihr gewählt haben. Auch dies ist eine fragwürdige Maßnahme, die man durchaus besser sowie unkomplizierter hätte lösen können.

Zurück zum Thema Daueraction. Torchlight 3 brennt diesbezüglich ein wahres Feuerwerk ab. Da eure Begleiter ebenfalls kräftig mitwüten und beispielsweise Zauberkräfte wirken oder weitere Unterstützung beschwören, füllt sich mit der teils schieren Masse an Gegnern schnell der gesamte Bildschirm in ein beeindruckendes Inferno.

Beachtenswert dabei, dass, selbst wenn fast der gesamte Bildschirm im Lichtblitzgewitter untergeht, ihr stets die Übersicht über euren Charakter behaltet. Was zu guter Letzt daran liegt, dass ihr eine präzise Steuerung überreicht bekommt, die sich trotz der stellenweisen Doppelbelegung mit etwas Eingewöhnung intuitiv mit dem Controller handhaben lässt.

Inhaltsverzeichnis

14 Kommentare Added

Mitdiskutieren
  1. Freakshow 6620 XP Beginner Level 3 | 19.10.2020 - 04:56 Uhr

    Danke für den Test. Die Sache mit der zu niedrigen Schwierigkeit ist für mich das größte Problem. Durchmetzeln bei kleinen Goblinhorden zum Beispiel ist ja richtig spaßig aber wenn ich so die ganze Zeit unterwegs bin, ist es mir zu öde und zwei Figuren zu erstellen (solo und Multi) ist mir ehrlich gesagt auch zu dumm. Mal sehn wie es sich entwickelt.

    0
  2. Darth Monday 116060 XP Scorpio King Rang 3 | 20.01.2021 - 10:41 Uhr

    Dank Game Pass hab ich es nun mal angefangen. Spaß macht es, ob es mich lange hält weiß ich nicht. Aber für zwischendurch ist es eine perfekte Ergänzung für den Pass.

    0

Hinterlasse eine Antwort