Valiant Hearts: The Great War

Hands on zum Rätselspaß im Weltkriegsdrama

Emotionale Geschichtsstunde

„Krieg, Krieg bleibt immer gleich!“ So lautet der Auftakt zur Rollenspielserie Fallout. Und wenn ihr euch im Shooter-Genre so umschaut, dann scheint sich diese Redewendung zu bewahrheiten. Krieg auf der Konsole ist „cool“ geworden und ein blühendes Geschäftsfeld, schaut man sich die Erfolge von Call of Duty und Battlefield an. Der Schmerz und der Schrecken des Krieges bleiben in den actiongeladenen Geschichten meist auf der Strecke.

Dass Krieg eben nicht immer gleich ist, möchten die Entwickler von Ubisoft Montpellier mit ihrem Titel Valiant Hearts: The Great War beweisen. Das im Ersten Weltkrieg spielende 2D-Puzzle-Adventure versetzt euch in die Haut von vier Protagonisten und einem tapferen Vierbeiner, die alle aus ihrer eigenen Sicht die Tragödie des großen Krieges erleben. Wir durften Ubisoft in Düsseldorf besuchen und bereits die ersten Stunden des Titels anspielen.

Valiant Hearts: The Great War spielt an der Westfront des Ersten Weltkrieges. Als Deutschland nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand seinen Nachbarn den Krieg erklärt, wird der junge Karl als Deutschstämmiger aus seiner Heimat Frankreich ausgewiesen. Zurück lässt er seine große Liebe Anna und ihren Vater Emile, der kurze Zeit später zu den Waffen gerufen wird. Anna muss miterleben, wie durch den Schrecken des großen Krieges ihre Familie auseinanderbricht. Wenig später gesellen sich noch der Amerikaner Freddie und der Hund Walt zu den spielbaren Charakteren hinzu.

Ubisofts Geschichtsprojekt geht in Sachen Gameplay und Erzählstruktur frische Wege. Die Entwickler servieren euch hier keinen interaktiven Film oder eine staubtrockene Lehrstunde. Stattdessen kombinieren die Franzosen zahlreiche Genreelemente zu einem gelungenen Mix. Ihr steuert eure Charaktere aus der 2D-Perspektive durch die Level, erlebt wie Emile in den Krieg zieht oder Anna in Frankreich ihrem Medizinstudium nachgeht. Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf dem Erzählen einer packenden Geschichte von fünf verwobenen Schicksalen und dem Transportieren der zugehörigen Emotionen.

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