Verdun

Test zum Weltkriegsshooter mit Grabenkämpfen

Tauziehen im Schützengraben

Verdun

Seitdem Valiant Hearts sich an die Thematik des Ersten Weltkrieges herangetraut hat, haben zahlreiche andere Entwickler das Thema für sich entdeckt. Vorreiter ist hier natürlich DICE, die mit Battlefield 1 ein episches Action-Feuerwerk inszenierten. Doch war der “Krieg um alle Kriege zu beenden” wirklich so schlachtenlastig oder wird hier vieles verklärt? Eben dieser Frage möchte sich das kleine Team von BlackMill Games annehmen – und liefert mit dem Multiplayer-Shooter Verdun einen Gegenentwurf zu Battlefield. Ob der Titel diese ambitionierte Schlacht gewinnen kann, klärt unser Test.

Den ersten Dämpfer gibt es bereits nach dem Starten von Verdun: Das Tutorial besteht aus 7 einfachen Slides, die euch bruchstückhaft mit Informationen zu den Spielmodi füttern. Dass ihr dabei bis auf oberflächliche Informationen kaum etwas für euer Spielgefühl herausziehen könnt, macht diese Einführung nahezu überflüssig. Es passt jedoch zum Konzept des Titels, denn Verdun setzt auf eine schlichte Präsentation und möglichst wenig Feedback. Anders als in moderneren Shootern sollt ihr nicht an die Hand genommen werden, sondern euch möglichst viel selbst erarbeiten. Im Angesicht des Todes bei völliger Ahnungslosigkeit – ganz wie ein Soldat im Kriegsgeschehen 1914 eben.

Zur Auswahl stehen euch ein Offline- sowie ein Online-Modus, wobei sich offline nur die Wellenverteidigung gegen eine simple KI anwählen lässt. Herzstück von Verdun ist ganz klar der Multiplayer, der neben besagter Wellenverteidigung auch einen Deathmatch- sowie einen Team-Deathmatch-Modus bietet. Diese Modi offerieren jedoch nur Standardkost und sind wenig unterhaltsam. Spannend wird es da erst in einem Spieltyp, der mit einem typischen Merkmal des Ersten Weltkrieges assoziiert wird: Dem Frontlinienkampf. Hier tretet ihr für eines von zwei Teams an und kämpft in tiefen Gräben um jeden Zentimeter der Karte, um die Frontlinie zu euren Gunsten zu verschieben.

Habt ihr eine neue Zone der Gräben erobert, müsst ihr diese über einen bestimmten Zeitraum verteidigen, während der Gegner die Option hat, sich zur Verteidigung der nächsten Zone weiter einzugraben. Ihr könnt also frei entscheiden, ob ihr euch neu formiert und den leichtsinnig werdenden Gegner überrascht oder euer Heil im Angriff sucht und das verlorene Gebiet direkt zurückerobert. Eines solltet ihr jedoch vermeiden: Die Gräben zu verlassen! Denn auf offenem Felde seid ihr ein leichtes Ziel für eure Feinde und deren tödliche Waffen.

10 Kommentare Added

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  1. MasseTropfen87 0 XP Neuling | 11.03.2017 - 15:15 Uhr

    Das spiel ist wirklich sehr durchschnittlich. Diese wertung würde ich auch geben. Ich habe es und es macht schon fun. Aber die technik ist wirklich schwach. Sieht aus als würde das spiel an manchen stellen sehr matschig wirken. Außerdem müssen die mal nen Patch rausbringen. Denn manchmal findet man schnell ein match und manchmal zeigt er ein Error an.

    • eruvadhor 47555 XP Hooligan Bezwinger | 07.06.2017 - 02:24 Uhr

      naja das kann man so nicht sagen.. nur weil es günstig ist ? schonmal was von Insurgency gehört ? eines der besten shooter aller Zeiten wie ich finde und das kostet auch kaum was oder schonmal was von Banished gehört ? kostet auch kaum was und ist ein Top Game! gut muss nicht teuer bzw. eine große Marke sein 😉

  2. ZockerOnkelSven 4130 XP Beginner Level 2 | 11.03.2017 - 17:01 Uhr

    Ich finde das Spiel für den Preis ganz ok aber es gibt zwei Sachen die Nerven.

    1. Zu wenig Spieler aber dass war mir klar weil es halt kein Bling-Bling Boom Action Treiple A Titel ist und eher auf Realismus geht. Die jüngere Generation ist zu sehr durch Battlefield und CoD verwöhnt.

    2. Ein Nerviger Grafikbug das manchmal die Spieler als weiße oder Pinke Figur rumrennen aber dies sollte sich mit einem Patch beheben lassen.

  3. I G0TTGAM3R I 2635 XP Beginner Level 2 | 11.03.2017 - 17:15 Uhr

    Was gegen Verdun spricht ist ganz klar die technische Seite : dir unity Engine hat ja auch bekanntlich ihre Probleme mit der One, deswegen wäre die unreal Engine hier eine gute Alternative. Es gibt zudem Probleme beim beitreten von spielen und es gibt Grafik bugs bei Charakter Models ( komplett weiß oder pink ), was ziemlich blöd sein kann. Ich hatte auch diverse sound bugs ( kompletter sound weg etc. ). Was die Entwickler hoffentlich bald fixen.
    Was für Verdun spricht : das spiel ist für den Frontlinien Modus ausgelegt, was sehr gut funktioniert. Man selbst und gegner sterben schnell, wenn man nicht aufpasst und die begrenzte Munition kann zwar blöd sein ( gibts da keinen Nachschub ? ), aber ist okay. Die Klassen und die Einheiten verleihen nicht nur Abwechslung, sondern die einzelnen trupps, haben auch spezialiesierungen ( zb. Aufklärung, Mörserschlag ).
    Da Verdun mit Battlefield 1 verglichen wird, hier dazu was : alles schön und gut, aber es ist nicht dasselbe. EA hat zwar auch erwähnt, das man das gameplay erhalten wollte, aber es reizt mich auch aus genau diesen Gründen leider null. Grafisch ist es super, aber hat auch ein hohes Budget und das kann man mit Verdun nicht vergleichen.
    Wie schon im Test geschrieben, gibt es Mängel und dazu gibt es auch zurecht Kritik, auch von mir. Wenn dir Entwickler es schaffen, die Fehler zu beheben, kann es eine Lücke schließen, die mich bereits 18 Std und 46 min beschäftigt hat ( grad nachgeschaut ).
    Schönen Tag euch allen und genießt das Wochenende 🙂

  4. ZockerOnkelSven 4130 XP Beginner Level 2 | 11.03.2017 - 17:20 Uhr

    @Soulhunter seht gut zusammen gefasst aber an der geringen Spielerzahl wird sich nix änder „dank“ der Battlefield und CoD Generation.

  5. JHB79 9610 XP Beginner Level 4 | 12.03.2017 - 20:19 Uhr

    Bin mir noch unschlüssig ob ich zuschlagen soll. Hab damals auch viel Red Orchestra auf dem PC gezockt. BF1 hat einfach nur das selbe Szenario, aber als Rambo rumlaufen geht bei Verdun halt nicht, was ich auch gut finde.

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