Victor Vran: Overkill Edition: Test zur infernalen Vampirjagd

Victor geht richtig vran

Spieltechnisch erinnert das rasante „Action-Hack&Slay“ zunächst stark an die Diablo-Reihe, doch auf den zweiten Blick lassen sich deutliche Unterschiede zur Konkurrenz entdecken. Hattet ihr bei Diablo noch die vielfältige Auswahl, euren Charakter je nach Klasse zu spezialisieren, müsst ihr nun mit einem einzigen vorgegebenen Dämonenjäger vorlieb nehmen. Das bedeutet aber nicht zwangsweise, dass ihr komplett auf Anpassungsmöglichkeiten verzichten müsst, diese funktionieren in Victor Vran jedoch hauptsächlich durch das Anlegen verschiedener Waffentypen. So verfügt ihr beispielsweise durch das Tragen eines mächtigen Hammers über völlig andere Primär- und Sekundärattacken als durch das Tragen eines schnittigen Schwertes. Wer lieber den Dämonen aus sicherer Distanz entgegentreten möchte, sollte auf eine der zahlreichen Fernwaffen zurückgreifen. Je nach persönlicher Spielweise ergeben sich dadurch vielzählige Kombinationen, die ihr je nach Spielsituation einsetzen könnt.

Mit jedem Levelaufstieg eures Charakters dürft ihr eine von drei vorgegebenen Fähigkeiten auswählen, einen ausgeklügelten Fertigkeitsbaum gibt es leider nicht. Durch diese strikte Vorgabe wird eure individuelle Entwicklung leider erheblich eingeschränkt und nagt an der langfristigen Spielmotivation.

Um dennoch eine Art individueller Spielweise zu gewährleisten, dürft ihr sogenannte Schicksalskarten anlegen, mit denen ihr passive Fähigkeiten wie beispielsweise eine erhöhte Lebensanzeige erlangt. Je höher euer Charakterlevel, desto mehr Karten dürft ihr nach Gusto ausspielen, um einen möglichst schlagfertigen Dämonenjäger auf die untoten Horden loszulassen. Mit fortlaufendem Spielverlauf ergeben sich auch hierbei viele Kombinationsmöglichkeiten, sodass ihr nach und nach euren ganz persönlichen Victor „aufbaut“, wenngleich dies nur auf rudimentärer Ebene geschieht.

Ohne teuflische Kräfte wäre ein wahrer Dämonenjäger wohl nur halb so interessant, weshalb Victor über eine sogenannte „Overkill“-Leiste verfügt, die ihr auf unterschiedliche Weise füllen könnt. Durch passive Fähigkeiten lässt sich diese beispielsweise dauerhaft, jedoch nur sehr langsam laden, oder ihr bevorzugt die aktive Variante und füllt diese zum Beispiel durch jeden Kill ein kleines Stück. Ist eure Anzeige vollständig gefüllt, dürft ihr eure verheerenden Dämonenkräfte aktivieren. So lasst ihr unter anderem einen vernichtenden Meteoritenschauer auf eure Widersacher niederprasseln oder ihr entzieht euren hilflosen Gegnern als Pestwolke den Lebenssaft.

Die reine Spieldauer von Victor Vran hängt ganz von eurer Spielweise und Erkundungsfreudigkeit ab. Wer sämtliche Spielwiesen akribisch unter die Lupe nimmt, wird sicherlich die eine oder andere Stunde zur Gesamtspielzeit addieren können, während Ungeduldige die infernale Reise nach circa 20 bis 25 Stunden beenden werden. Und da sich selbst beinharte Dämonenjäger nach Gesellschaft sehnen, dürfen lokal und online bis zu vier Helden gemeinsam auf Jagd gehen.

1 Kommentar Added

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  1. serevo 2100 XP Beginner Level 1 | 20.10.2018 - 14:35 Uhr

    Jetzt mit Gold kostenlos und ein solides Diabloähnliches Spiel. Teilweise sind die Challenges aber zu schwer.

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