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Frontlines Fuel of War

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
28.02.08
Streetdate
29.02.2008
Spielgenre
Taktik Shooter
Entwickler/Publisher
Kaos Studios / THQ
Kommentare
10
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Frontlines Fuel of War

Frontlines: Fuel of War basiert auf zukünftigen Konflikten, die sich schon heute in den Schlagzeilen und Medien abzeichnen. Der Action-Titel versetzt euch mitten in den nächsten großen Weltkrieg. Unter einer neuen globalen Wirtschaftskrise, die der großen Depression von 1929 in nichts nachsteht, bricht die bestehende Gesellschaft zusammen. Das Spiel entführt euch in ein beängstigendes Zukunftsszenario, in dem ihr mit Hilfe einer großen Auswahl futuristischer Next-Generation-Waffen einen verzweifelten Kampf führen müsst. Inmitten dieser gewaltigen Umwälzungen schließen sich zahlreiche Staaten zu zwei Supermächten zusammen, die verschiedener nicht sein könnten. Ein globaler Krieg um die Ölreserven der Erde tobt zwischen den beiden Supermächten, der Western Coalition (US/NATO) und der Red Star Alliance (Russland/China). Im Rahmen dieses Konfliktes könnt ihr entscheiden, für welche Seite ihr kämpfen möchtet. Die Single-Player-Kampagne konzentriert sich dabei auf die Geschehnisse dieses Handlungsrahmen. Im Multi-Player-Modus kämpft ihr euch als Mitglieder eines Squads durch die feindlichen Gebiete dieser von Krieg erschütterten Welt.

Was wäre, wenn der Menschheit das Öl ausginge? Die Antwort ist, dass Männer wie ihr um den letzten Tropfen kämpfen müssen.
Auf in den Kampf
In nicht allzu ferner Zukunft, die natürlichen Ressourcen und Rohstoffe sind weltweit nahezu erschöpft. Mit der schwindenden Grundlage für das globale Wirtschaftssystem bricht auch die gewohnte Ordnung und das alltägliche Leben zusammen! In dieser chaotischen Situation geraten die verbliebenen Supermächte beim Versuch, die Kontrolle zu behalten, aneinander. Sobald ihr das Spiel startet und eine kleine Xbox LIVE Aktualisierung vorgenommen habt, knallt euch zuerst ein THQ, Unreal 3 Technologie Logo entgegen und ein rasantes Intro gestartet. Hier wird euch bereits deutlich gemacht, welchen taktischen Aspekt das Spiel vertritt und das jede Einheit mit bestimmten Mitteln ausgerüstet ist und auf unterschiedliche Art und Weise ausgeschaltet werden kann. Nach den ersten fulminanten Eindrücken landet ihr im Startbildschirm und könnt die Helligkeit an euren Fernseher anpassen. Habt ihr alle Einstellungen vorgenommen, stürzt ihr euch zuerst in die Einzelspielerkampagne und schreibt euch mit der Westkoalition in den Schwierigkeitsgraden Freizeit, Veteran und Hardcore ein.

Zu Anfang wird euch noch mal das schreckliche Ausmaß des beängstigen Szenarios deutlich gemacht. In einer beklemmenden Atmosphäre wird die Ölkrise, auch die lange Not genannt, veranschaulicht. Anfangs gab es nur lange Staus an den Tankstellen, dann Stromausfälle, die über mehrere Wochen hielten. Tote die nicht mehr „entsorgt“ werden konnten. Die Vogelgrippe brauch aus und die Impfstoffe wurden knapp. In Afrika brachen Bürgerkriege aus, die Lebensmittel blieben aus und die Menschheit stand vor dem Kollaps. Was vor einigen Monaten noch die Nachrichten über Afrika berichteten, steht nun vor eurer Haustür. Hunger, Not und Elend ebnen eure Kindheit. Die Nationen erkannten schnell, dass sie lieber die anderen Mächte ausschalten müssen, als auf den eigenen Straßen zu kämpfen. So kamt ihr zur Armee. Sowohl im Einzelspieler, als auch im Mehrspieler ist es euer Ziel die feindlichen Truppen entlang der Front zurückzudrängen und wichtige Missionsziele zu erfüllen. Entlang der Grenze zwischen eurem und feindlichem Territorium geht es rasant zur Sache und jeder Stützpunkt und jedes Ziel wird hart umkämpft. Nach einer etwas längeren Ladezeit wird euch das Missionsbriefing durchgestellt und schon befindet ihr euch in einem Helikopter, sollt auf dem Ölgelände patrouillieren und euch ein Bild von der Lage verschaffen. Nach bester Black Hawk Down Manier tötet plötzlich ein Schuss einen eurer Kameraden, euer Heli wird aus dem Hinterhalt abgeschossen und ihr landet mitten im umkämpften Gebiet.
Ab nach vorne Männer
Die Feinde stürmen zur Absturzstelle und ihr müsst erstmal den ersten Angriff überleben. Dazu schnappt ihr euch das Maschinengewehr und macht alles dem Erdboden gleich. Kugeln zischen an euch vorbei, ihr bringt Fässer zum Explodieren und nutzt die Bordkanone des Hubschraubers, um die zahlreichen und hartnäckigen Gegnerscharen zu vernichten. Auf dem Spielbildschirm werden alle Gegner mit einem roten Kreis markiert und ältere Spieler unter euch werden sich gleich mal ein bisschen in die Zeiten von Virtua Cop zurück versetzt fühlen. Missionsziele werden als gelbe Symbole angezeigt. Schaut ihr sie euch näher an, bekommt ihr weitere Informationen und könnt zum Beispiel die Entfernung bis zu einem bestimmten Gebäude ablesen. In der rechten oberen Bildschirmecke findet ihr eine Minikarte, die ihr mit dem Steuerkreuz auch als Vollbild darstellen könnt. Dort werden euch ebenfalls Feinde und Ziele noch mal angezeigt. Auf eurem Vormarsch macht ihr euch mit der leichten und vielfältigen Steuerung vertraut.

Das Spiel verzichtet auf ein umfangreiches Tutorial und liefert stattdessen sofortige Action mit eingängiger Steuerung. Mit RT schießt ihr eure Hauptwaffe, mit LT die Sekundärwaffe, RB lässt euch laufen und LB nachladen, bzw. neue Waffen aufheben. Alle weiteren Funktionen sind selbsterklärend und werden selbst im Spiel je nach Anwendung immer wieder eingeblendet. Leider wird auch die Grafik sehr oft nur eingeblendet oder muss ziemlich häufig nachladen. Im Kampf und auf eurem Weg zum Missionsziel ploppen euch immer wieder sehr unschön nah gelegene Gebäude, Objekte und vieles mehr entgegen. Es nimmt zwar eigentlich nicht den Spielspaß, aber heutzutage im Next-Generation-Zeitalter sind solche Fehler einfach unverzeihlich. Kommt es zu heftigen Kämpfen mit zahlreichen Gegnern, dann geht oftmals leider auch die Framerate in die Knie und leichte Slowdowns trüben den weiteren Spielverlauf.

Betrachtet man die Grafik als Ganzes und lässt diese Fehler mal kurz außen vor, dann müssen wir leider selbst hier sagen, dass man heutzutage bei weitem mehr aus der Xbox 360 herauskitzeln kann. Die Farben wirken ein wenig bleich, die Charaktere hätten sicher ein paar Polygone mehr verdient und die Kriegsschauplätze wirken allesamt ein wenig trist.

Ein weiterer wichtiger und Spielspaß raubender Kritikpunkt sind die Trefferspots der Gegner. Egal wo ihr eure Gegner trefft, erstmal bleibt dieser von den Kugeln unbeeindruckt, sackt kurz zusammen, rafft sich wieder auf und feuert zurück. Manchmal feuert ihr locker ein ganzes Magazin mit circa 50 Kugeln auf euren Gegner und dieser läuft locker weiter. Irgendwie habt ihr den Eindruck, dass eure Kugeln eher Faustschläge, die von euren Gegnern ausgetänzelt werden, sind. Dann gibt es wieder Momente an denen ein einziger Kopftreffer eure Gegner ausschaltet, ein anderes mal benötigt ihr 3 Kopftreffer. Komisch oder?

Aus weiter Entfernung werdet ihr zwar getroffen, eure Kugeln verhungern unterwegs und richten bei euren Gegnern keinen Schaden an. Leider ist es auch nicht möglich die gegnerischen Waffen aufzuheben und einzusetzen. So und jetzt kommt etwas, was richtig unfair ist. In jeder Mission, egal wie gut ihr Räume, Gebäude oder andere Bereiche gesäubert habt, spawnen immer wieder nach einer gewissen Spielzeit Feinde hinter euch. Das heißt, dass ihr zum Beispiel in einem Berggelände einen kleinen Trupp aus 8 Soldaten ausschaltet. Ihr schaut euch ein wenig um und geht dann den Bergpass weiter voran, dann plötzlich schießen zwei Soldaten in euren Rücken. Woher kommen die bloß immer? Genau, aus den virtuellen Respawnpunkten der Kaos Studios.

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