Grand Theft Auto VI: Erste richterliche Entscheidung gegen ehemalige Mitarbeiter

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Image: Rockstar Games

Der Streit um mehr als 30 entlassene Rockstar‑Mitarbeiter und geleakte Informationen zu Grand Theft Auto VI eskalieren weiter.

Zum Jahresende hatte Rockstar mehr als 30 Mitarbeiter in Großbritannien und Kanada entlassen. Offiziell begründete das Studio die Kündigungen mit schwerem Fehlverhalten. Kurz darauf erhob die Independent Workers’ Union of Great Britain den Vorwurf, die Betroffenen seien entlassen worden, weil sie einem gewerkschaftsnahen Discord‑Kanal angehörten oder versucht hätten, eine Gewerkschaft innerhalb des Unternehmens aufzubauen.

Rockstar wies diese Darstellung entschieden zurück und erklärte, die Mitarbeiter hätten in einem öffentlichen und unsicheren Discord‑Channel hochsensible Informationen zu unveröffentlichten Projekten wie Grand Theft Auto VI, Entwicklungsfortschritten und mehr geteilt.

Laut Rockstar befanden sich in diesem Kanal auch Angestellte konkurrierender Studios, ein Branchenjournalist sowie zahlreiche anonyme Nutzer.

In der vergangenen Woche begann die erste Phase des arbeitsrechtlichen Verfahrens. Für die entlassenen Mitarbeiter und die IWGB setzte es jedoch einen frühen Rückschlag: Richterin Frances Eccles lehnte den Antrag auf eine vorläufige Wiedereinstellung ab. Diese Maßnahme hätte die Betroffenen bis zum Abschluss des Verfahrens wieder auf die Gehaltsliste von Rockstar gesetzt.

Die Richterin erklärte, dass die Antragsteller eine realistische Erfolgschance nachweisen müssten, um glaubhaft zu machen, dass die Kündigungen aufgrund gewerkschaftlicher Aktivitäten erfolgt seien. Dies sei bislang nicht ausreichend belegt. Das Urteil bedeutet jedoch nicht, dass die Hauptverhandlung zugunsten von Rockstar ausgehen wird – lediglich, dass der Ausgang nicht eindeutig zugunsten der IWGB erscheint.

Rockstar begrüßte die Entscheidung und betonte, dass sie die bisherige Position des Unternehmens stütze. Gleichzeitig erklärte das Studio, man bedaure die Situation, halte die Entlassungen aber weiterhin für notwendig.

In ihrer Begründung stellte die Richterin fest, dass beide Seiten nachvollziehbare Argumente vorgebracht hätten. Einige der entlassenen Mitarbeiter hätten nur wenig im Discord‑Kanal geschrieben, dennoch seien bei allen Äußerungen gefunden worden, die laut Rockstar gegen ihre Arbeitsverträge verstießen. Zudem gebe es Angestellte, die sich offen gewerkschaftsfreundlich gezeigt hätten, aber nicht entlassen wurden.

Rockstar führt dies darauf zurück, dass diese Personen keine vertraulichen Informationen geteilt hätten. Die IWGB hingegen behauptet, die Zahl der Entlassungen sei bewusst begrenzt worden, um eine Gewerkschaftsbildung zu verhindern, ohne den Entwicklungsbetrieb zu gefährden.

Die Gewerkschaft hält an ihrer Position fest, dass es sich um gezielte Benachteiligung und eine Form von Blacklisting handele. IWGB‑Präsident Alex Marshall bezeichnete die Vorgänge bereits im November als klaren Fall von Union Busting.

Wie das Verfahren weitergeht, bleibt offen.

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18 Kommentare Added

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  1. GERxJOHNNY 62810 XP Romper Stomper | 13.01.2026 - 15:42 Uhr

    Zumindestens bei einem Leak schien es so, als wenn da absichtlich von einem PC abgefilmt worden wäre in der Firma

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  2. Evilski 45500 XP Hooligan Treter | 13.01.2026 - 16:05 Uhr

    Die Interessen der Arbeitnehmer werden gerne mal mit den Füssen getreten. Bin gespannt wie es ausgeht.

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  3. kleineAmeise 136430 XP Elite-at-Arms Silber | 13.01.2026 - 16:32 Uhr

    Was da noch alles rauskommen wird. So ein Verhalten ist auch nicht zu tolerieren. Sorry, aber wer heute in irgendeinem Chat über firmeninternen Sachen plaudert, braucht sich über sein Rauswurf nicht wundern. Ich dachte am Anfang ging es nur um Gewerkschaftsbildung.

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  4. Toxic Growler 28090 XP Nasenbohrer Level 4 | 13.01.2026 - 17:04 Uhr

    Sollte das mit den leaks in chat Stimmen finde ich das richtig. Betriebsspionage geht hat nicht. Allerdings hatte ich die Sache mit einer geplanten Gewerkschaft schon selber erlebt. Alle leitenden Personen, die damit zu tun hatten wurden aus der Firma gedrängt. Mit abartigen Mitteln

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  5. Hey Iceman 868205 XP Xboxdynasty All Star Platin | 13.01.2026 - 18:22 Uhr

    Wenn in dem Discordserver wirklich auch andere drin waren, sieht das eher schlecht für sie aus.

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  6. Gunslinger 41410 XP Hooligan Krauler | 13.01.2026 - 22:08 Uhr

    Ich traue den Leuten wohl grundsätzlich zu, dass sie Interna ausplaudern, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich traue aber auch Rockstar zu, Vorwände zu erfinden, um Gewerkschafter loszuwerden.

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  7. XBoXXeR89 74820 XP Tastenakrobat Level 2 | 14.01.2026 - 00:47 Uhr

    Bin mir fast sicher, dass es hier zwei Wahrheiten gibt und an beiden Geschichten was dran ist.

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  8. Mech77 81455 XP Untouchable Star 1 | 14.01.2026 - 11:31 Uhr

    Mal sehen, wie das noch endet. Aber wie gesagt: R* hatte es noch nie so mit den Rechten seiner Mitarbeiter.

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