Flinthook

Test zum spacigen Piraten-Abenteuer

Von Weltraumpiraten und Enterhaken

Flinthook

Ihr wolltet schon immer mal ein berüchtigter Space-Pirat mit Greifhaken-Arm sein und Piratenschiffe im Weltall hochjagen? Diesen bestimmt sehnsüchtigen und vollkommen verqueren Kindheitstraum erfüllen euch nun die Entwickler von Tribute Games mit ihrem schräg-flinken Sidescroller Flinthook. Was ihr von der Pixelexplosion zu erwarten habt, erfahrt ihr in unserem Test.

Zur Geschichte des 2D-Abenteuers ist schnell alles gesagt. Ihr übernehmt die Rolle des Weltraumpiraten Flinthook, der auf der Suche nach Beute und Reichtum die Piratenmeute der unendlichen Weiten besiegen muss. Doch die See- oder besser Weltraumräuber sind nicht leicht ausfindig zu machen. Zunächst muss ihr Kopfgeld eingelöst werden, um an die Informationen ihres Aufenthaltsortes und somit auch an den Standort ihrer reichhaltigen Schätze zu kommen.

Und so arbeitet ihr euch Level um Level zu den Fieslingen aus der Seitenansicht vor, indem ihr Space-Schiff um Space-Schiff kapert. In typischer Jump-n-Run Manier bewegt ihr euch von links nach rechts durch die 2D-Pixelwelten. Ist Flinthook also nur ein weiteres Retro-Hüpfspiel mit nettem Setting? Mitnichten, denn zwei Gameplay-Elemente sorgen für motivierenden Spielspaß. Zum einen wäre da euer Enterhaken, mit dem ihr euch schwingend durch die Level bewegen könnt. Dabei nutzt ihr diesen nicht nur, um euch in ungeahnte Höhen zu katapultieren, sondern auch, um schnell gefährliche Abgründe zu überwinden.

Die zweite Mechanik wird euch unter dem Begriff Rougelike bekannt sein. Der Titel kommt mit einer hohen Geschwindigkeit, fiesen Fallen und knackigen Gegnern daher, sodass ihr während eures Abenteuers oft sterben werdet. Da die Welten prozedural generiert sind, also kein Durchgang dem anderen gleicht, kommt keine Langeweile, aber leichter Frust auf. Anders als bei Spielen wie Dark Souls geht euch der Fortschritt jedoch nicht verloren oder wird am Ort eures Todes zurückgelassen.

Vielmehr könnt ihr nach eurem Ableben und zwischen den Leveln in eure Fähigkeiten wie Gesundheit oder Feuerkraft investieren. Außerdem lassen sich sinnvolle Perks freischalten, die euch im Kampf gegen die Space-Piraten und ihre Bosse unterstützen. So lässt sich kurzzeitig eure Lebensenergie erhöhen oder die Chance steigern, einen Feind mit einem kritischen Treffer nieder zu strecken.

Die bearbeitet ihr zunächst übrigens mit einer Laserkanone, die sich gewöhnungsbedürftig mit dem linken Stick steuern lässt. Das hat den Vorteil, dass ihr eure Feinde in 360 Grad befeuern könnt. Diese Steuerungsart bringt jedoch auch den Nachteil mit sich, dass ihr beispielsweise nicht gleichzeitig nach oben schießen und laufen könnt, was den Schwierigkeitsgrad noch einmal deutlich steigert.

Grafisch bekommt ihr einen netten Retro-Pixellook geboten, der euch hübsch gezeichnete Charaktere und Umgebungen präsentiert. Vor allem im fortgeschrittenen Spiel, wenn ihr euch schnell und von mehreren Feinden umgeben durch die Welten ballert, entfalten die visuellen Effekte ihre ganze Pracht. Die prozedural generierten Gebiete bringen es jedoch mit sich, dass sich Umgebungen stark ähneln und sich Standard-Assets wiederholen. Die Welt ist eben nicht so durchdesignt, wie man es von einem klassischen Jump-n-Run mit linearen Stages gewohnt ist. Der Soundtrack schlägt in die gleiche Kerbe wie die Retro-Optik und versorgt euch mit netten 8-bit Tracks, die mit modernen Klängen gemixt werden.

2 Kommentare Added

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  1. Homunculus 61845 XP Stomper | 31.07.2017 - 11:17 Uhr

    Schöner Test, vielen Dank dafür~
    Bekommt man schon ein wenig Lust darauf^^

    Doch muss man wohl echt ein Fan von Rogue-like Spielen sein und das hat mich irgendwie noch nie so gereizt – genau wie Dungeon Crawler.

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