Das Schwarze Auge: Memoria: Test zum zweiten Teil der Geron-Saga

Gerons Sage geht weiter, oder?

Da sich Das Schwarze Auge: Memoria spielerisch kaum vom ersten Teil unterscheidet, möchten wir an dieser Stelle zunächst auf unseren ausführlichen Testbericht zum ersten Teil verweisen, den ihr hier nachlesen könnt. Dort erhaltet ihr tiefere Einblicke in die Welt von Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten sowie weitere nützliche Informationen zum Spielgeschehen. In den folgenden Zeilen wollen wir uns deshalb ausschließlich auf die eindeutigen Unterschiede konzentrieren, die Das Schwarze Auge: Memoria im Vergleich zum Vorgänger aufzeigt.

Das Sequel knüpft nahtlos an die geheimnisvollen Geschehnisse des ersten Teils an und spinnt sozusagen die Geschichte um euren Vogelfänger Geron von Andergast fort, sodass ihr zwingend Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten zuerst durchspielen solltet, sofern ihr der Handlung problemlos folgen wollt. Natürlich werden wir auch in diesem Test so gut wie möglich auf inhaltliche Spoiler verzichten.

Grundsätzlich spielt sich das Point ´n` Click-Adventure Das Schwarze Auge: Memoria wie der erste Teil, sodass ihr ohne große Umschweife direkt loslegen könnt. Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, kann direkt zu Spielbeginn ein hilfreiches Tutorial auswählen, um sich mit der eingängigen Steuerung vertraut zu machen.

Die relativ einfache Bedienung ist weitestgehend vom Vorgänger übernommen worden, sodass das simple Auswählen gewünschter Gegenstände sowie das Kombinieren dieser nach dem gleichen Prinzip wie in Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten funktioniert.

Vom beeindruckenden Grafikstil über dieselben Synchronsprecher bis hin zum gelungenen Soundtrack ist nahezu alles gleich geblieben – es fühlt sich demnach fast so an, als hätte man den ersten Teil nie wirklich abgeschlossen.
Doch bereits nach wenigen Spielminuten machen sich dann doch die ersten Unterschiede bemerkbar. Da wäre beispielsweise die deutlich agilere Beweglichkeit eurer Figur, die sich nun wesentlich flüssiger und dementsprechend komfortabler anfühlt, sodass die Spielqualität dadurch spürbar erhöht wird.

Des Weiteren erlebt ihr die Handlung nun nicht mehr ausschließlich aus der Perspektive des heldenhaften Vogelfängers, sondern erhaltet zudem tiefgehende Einblicke in einen anderen Charakter, sodass Geron schon beinahe eine untergeordnete Nebenrolle einnimmt.

Das ist ehrlich gesagt etwas schade, da wir den vermeintlichen Unglücksbringer wirklich ins Herz geschlossen hatten. Nichtsdestotrotz dürfte euch die spannende Handlung von Das Schwarze Auge: Memoria ebenfalls begeistern, auch wenn wir den Vorgänger diesbezüglich (aus reiner Subjektivität) deutlich stärker empfanden.

Zudem dürft ihr nun in eurem Magie-Arsenal auf neue Zaubersprüche zugreifen, mit denen ihr beispielsweise Objekte versteinert oder verborgene Geheimnisse aufspürt. Genau wie im Vorgänger müsst ihr diese geschickt einsetzen, um eventuell den entscheidenden Hinweis zu ergattern, um mit der Story voranzukommen.

Zudem kehrt ihr stellenweise an bekannte Orte zurück und trefft auf alte Bekannte, die manchmal sogar auf vergangene Ereignisse verweisen, was ein besonderes Schmankerl darstellt.

Das Schwarze Auge: Memoria verzichtet auf einen schwierigen Spielmodus ohne Komfortfunktionen, da diese ohnehin nicht zum Tragen kommen. So werden euch beispielsweise keine Gegenstände mehr farblich angezeigt, die ihr erfolgreich kombinieren könnt. Dafür dürft ihr aber jederzeit den rechten Stick drücken, um sämtliche Hotspots einer Szene zu markieren, sodass ihr wenigstens dahingehend den vollen Überblick behaltet.

Euch erwarten wieder einmal knackige Rätsel, für deren Lösung ihr dieses Mal all eure kreative Vorstellungskraft benötigt. Während die Herausforderungen im ersten Teil noch größtenteils nachvollziehbar und logisch erschienen, müsst ihr dieses Mal mit teilweise haarsträubenden Kopfnüssen rechnen, die sich letzten Endes nicht immer zwingend als schlüssig erweisen.

Mit einer Spielzeit von ungefähr zehn Stunden stellt sich das zweite Abenteuer als das etwas kürzere dar, auch wenn dies natürlich immer von der individuellen Spielweise abhängt. Absolut geübte Rätselprofis werden vielleicht sogar etwas weniger Zeit investieren müssen, bevor der Abspann über den Bildschirm flattert.

Inhaltsverzeichnis

5 Kommentare Added

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  1. Devilsgift 55530 XP Nachwuchsadmin 7+ | 26.01.2021 - 15:30 Uhr

    Danke für den Test, da ich Memoria noch zocken möchte ist es schon hilfreich zu lesen das die Rätsel nicht so gut sein sollen. Hast du öfters mal in ne Lösung geschaut oder alles so geschafft?

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  2. Viking2587 40140 XP Hooligan Krauler | 26.01.2021 - 18:26 Uhr

    Ich habe mir erst mal den Test Bericht zu Teil 1 durch gelesen. Werde mir den ersten Teil auf jeden Fall mal zu legen.

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  3. Viking2587 40140 XP Hooligan Krauler | 26.01.2021 - 18:36 Uhr

    Das Schwarze Auge Bundle „Schicksalsklinge/Sternenschweif ist doch aber nicht Das Schwarze Auge Satinavs Ketten oder ? Finde nämlich nur dieses Bundle im Store

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    • BobbyBrown 29090 XP Nasenbohrer Level 4 | 26.01.2021 - 20:10 Uhr

      Schicksalsklinge/Sternenschweif ist das Remake der alten Rollenspielklassiker.
      Soll aber ziemlich verbuggt sein, also lieber die Finger davon lassen.

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