Voodoo Vince: Remastered

Test zur Neuauflage des Voodoo-Plattformers

Voodoo-Puppe in New Orleans gesichtet

Voodoo Vince

Wie heißt es so schön? “Alles kommt mal wieder!” In diesem Fall die Zeit der 3D-Plattformer, schließlich dürfen wir mit Voodoo Vince nun bereits den dritten Vertreter dieser Zunft innerhalb von nur wenigen Wochen testen. Anders als bei Yooka Laylee und Snake Pass handelt es sich bei diesem Titel allerdings nicht um eine neue IP, sondern um ein Remaster des 14 Jahre alten Klassikers aus der Zeit der ersten Xbox. Was sich seitdem alles getan hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Das Voodoo-Business ist hart. Diese Tatsache bekommt die in New Orleans ansässige Magierin Madam Charmaine zu spüren, als ihr Konkurrent Kosmo sie von seinen Schlägern überfallen lässt, um ihr wertvolles Zombie-Pulver zu stehlen. Doch Madam Charmaine lässt sich nicht ohne einen deftigen Fight entführen, in dessen Höhepunkten voller Flüche und Magie euer Hauptcharakter entsteht: Die Voodoo-Puppe Vince erwacht zum Leben! Euer Ziel? Folgt in Vinces “Haut” der Spur aus Zombie-Pulver und rettet eure Meisterin aus den Fängen von Kosmo!

Hierfür bereist ihr zahlreiche comcihafte Level, die alle in New Orleans und Umgebung spielen. Von verwinkelten Hinterhöfen über schummrige Jazz-Clubs bis hin zu tiefen Sümpfen ist alles dabei. Durch diese Level springt und schlagt ihr euch hindurch, löst kleinere Schalterrätsel und stellt euch witzigen Zwischenbossen wie etwa zwei fiesen sprechenden Zapfsäulen. Die Kämpfe gegen Kosmos fiese Schergen und kleine Monster sind jedoch nicht sonderlich fordernd. Mit seinen Fäusten sowie einer Wirbelattacke nehmt ihr Vinces Gegner mit Leichtigkeit auseinander.

Viel lustiger: Da eure Hauptfigur eben eine Voodoo Puppe ist, kann er nicht zerstört werden. Stattdessen leitet sich das Schicksal von Vince auf seine Feinde um. So könnt ihr beispielsweise einen Amboss auf euch fallen lassen, um ein riesiges Schwein zu plätten. Voodoo Vince ist fürwahr ein spaßiger Plattformer, allerdings bringt das Remaster wirklich nur ein aufgepepptes Original ohne wirkliche Neuerungen oder zusätzliche Inhalte. Somit müsst ihr ebenfalls mit der antiquierten Kamera vorlieb nehmen, die sich zwar frei drehen lässt, aber stehts in die Ursprungsposition zurückkehrt. Auch die Steuerung wirkt hier und da etwas hakelig.

Durch seinen witzigen Comicstil haftet Voodoo Vince trotz seiner 14 Jahre eine gewisse Zeitlosigkeit an. Auch nach dieser Zeit sind die Kulissen noch nett anzusehen – vor allem in flüssigen 60 Frames und 1080p. Leider scheinen nicht alle Texturen im Spiel ausgetauscht worden zu sein, denn oft bekommt ihr neben schicken Objekten auch unschönen Pixelbrei zu sehen. Für eine lediglich aufgehübschte Version weiß das Remaster allerdings zu gefallen. Das gilt auch für den groovigen Jazz-Soundtrack, der perfekt zum Schauplatz New Orleans passt.

6 Kommentare Added

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  1. datalus 83600 XP Untouchable Star 2 | 13.05.2017 - 08:33 Uhr

    Das Remaster ist klasse! Es weckt viele Erinnerungen, und das Gameplay ist heute immer noch sehr gut! Ich hoffe auf die Ankündigung einer Fortsetzung auf der E3!




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  2. Colton 81105 XP Untouchable Star 1 | 13.05.2017 - 09:29 Uhr

    Klasse Humor, tolles jump&run. Einen Nachfolger würde ich auch begrüßen




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  3. Muehle74 41205 XP Hooligan Krauler | 13.05.2017 - 09:54 Uhr

    Ihr scheint das ja durchaus weiter empfehlen zu können. Als jemand der das Original noch nicht kennt, kann man also zuschlagen, gell!?!




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  4. cyfex 6215 XP Beginner Level 3 | 14.05.2017 - 09:23 Uhr

    Toller Test! Danke dafür, werde aber auch erstmal auf nen Deal warten. Dann schlag ich sicherlich zu!




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