Xbox One

Patent: Konsolen-Boost per USB?

Microsoft ließ im letzten Jahr ein interessantes Patent zur Auslagerung von Daten auf schneller arbeitende USB-Speichergeräte eintragen. In der Patentbeschreibung wird „Xbox“ explizit erwähnt.

Im letzten Jahr ließ Microsoft ein Patent zur Auslagerung von Daten einer Festplatte auf externe USB-Speichergeräte eintragen. Auffällig ist hier die Erwähnung der Xbox-Marke, die auch in den Funktionsbereich der Technologie fällt.

In der Kurzbeschreibung des Patents wird erklärt, dass Geräte per USB-Eingang Daten von der internen Festplatte auf ein externes USB-Speichermedium auslagern können. Dies soll ermöglichen, langsame Lese- und Schreibprozesse der verbauten Festplatte zu überbrücken und den schnelleren USB-Speicher ans Werk zu lassen. Dadurch könnten zum Beispiel Ladezeiten von System- oder Softwaredaten verkürzt werden. Das externe USB-Speichermedium muss dafür nicht zwingend am Gerät angeschlossen sein. Es reicht lediglich eine Verbindung mit dem Netzwerk, in dem das Gerät sich befindet. Schließt man das USB-Speichermedium an einen USB 2.0-Port, kann man die Festplattengeschwindigkeit um das zwanzigfache überbieten.

Durch einfache Erweiterung kann also die allgemeine Performance und Produktivität sichtlich gesteigert werden. Eure Xbox hätte, laut Beschreibung, davon ebenfalls einen Vorteil. So ist folgendes nachzulesen: „Außerdem können übliche Verbrauchergeräte, wie die Xbox, reichere Software mit dem Speicher von EMDs (externe Speichermedien) abspielen.“

Das Patent wurde im Februar 2015 veröffentlicht und ist somit noch relativ frisch. Ob die Technologie bei der Xbox One noch zum Einsatz kommt, wird man wohl von offizieller Seite so schnell nicht erfahren. Dennoch ist es stets spannend, zu sehen, was für technische Möglichkeiten und Verbesserungen geschaffen werden. Vieles klingt nach einer SSD-Innovation im USB-Gewand. Das volle Patent könnt ihr euch hier anschauen.

Vielleicht habt ihr euch auch schon einmal gefragt, warum nur an der Seite der Xbox One der USB-Port anders aussieht und nur dort das SS-Zeichen angebracht wurde. Obwohl alle USB-Ports USB 3.0 Ports mit Super-Speed (SS) sind. Eventuell ist dies ein Hinweis auf dieses Patent, wahrscheinlicher ist aber, dass auf der Rückseite einfach der Platz fehlte bzw. es keinen Sinn gemacht hätte. Mit etwas Glück ist Microsoft jedoch schon wieder zwei Schritte weiter und in Zukunft wird es möglich sein das Dashboard der Xbox One zu exportieren, eben auf einen USB-Stick, um die Geschwindigkeit noch einmal zu steigern. Immerhin wäre dies einfacher, als selbst eine SSD-Platte einzubauen und die Garantie zu verlieren. Sollte dieses Patent bei der Xbox One zum Einsatz kommen, sind wir uns aber sicher, dass der USB-Stick nicht nur an der Seite angebracht, sondern an allen USB 3.0 Ports der Xbox One angeschlossen werden kann.

Glaubt ihr, dass die Xbox One diesen Vorteil für Dashboard, Apps oder Spiele nutzen wird?

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