Hell Pie: Test zum dämonisch-blutigen Hüpfabenteuer aus Deutschland

Wichtige Punkte

Ähnliches Prinzip gilt für euer stolzes Geweih, dessen Auswahl ihr an Opfersteinen erweitern und euch so mit spezifischen Vorteilen ausrüsten dürft. Mit den Standard-Hörnern beispielsweise könnt ihr euch in den einzelnen Umgebungen wichtige Punkte anzeigen lassen. Bei einem jederzeit möglichen Wechsel zu euren Sprint-Hörnern wächst hingegen sehr naheliegend euer Tempo. Alles wird bei der Erforschung der verrückten Welt irgendwann benötigt. Allen voran bei den optionalen Herausforderungen, die euch von Zeit zu Zeit über den Weg laufen.

Zusammengefasst macht Hell Pie beim Spieldesign vieles richtig. Die vielfältigen Aufgaben und das durchdachte Spielprinzip von Hell Pie verwandeln das Jump ’n’ Run von Beginn an zu einer motivierenden Angelegenheit, die bis zum Ende zu fesseln weiß. An einer Stelle befreit ihr in einem Walfleisch-Restaurant im Inneren eines Wals verstopfte Arterien mithilfe einer Kanone. An anderer Stelle setzt ihr eure Sprint-Hörner ein, um einen Hindernisparcours in Windeseile zu überwinden und im nächsten Moment steht ihr einem der Endbosse gegenüber und beweist eure Reaktions- und Kampffähigkeiten.

Auf der technischen Seite schwächelt das Unterfangen hingegen leider etwas. Die Bildwiederholungsrate geht streckenweise spürbar in die Knie, nachladende Texturen trüben das ansonsten hochauflösende Bild. Hinzugesellt sich eine teils hanebüchene Kameraführung, die euch gerne mal einen Strick dreht. Davon abgesehen ist die Steuerung punktgenau und gibt zusammen mit einem zwar strammen, jedoch schaffbaren sowie mit meist fair gesetzten Speicherpunkten gepaarten Schwierigkeitsgrad eine solide Figur ab.

Einigen „Trial-and-Error-Passagen“ werdet ihr dennoch begegnen, die im Einklang mit der mitunter mangelnden Übersicht auch für kurzzeitigen Frust sorgen können. Gleiches gilt für kleinere Spielfehler, die euch ein Weiterkommen unmöglich machen und nur durch einen Neustart des Spiels behoben werden können. So konnte unser kleiner Nate an einer Stelle plötzlich nicht mehr klettern, wurde an den falschen Speicherpunkten abgesetzt oder verschmelzte mit Objekten.

Dazu tragen sich bei Hell Pie teils öde Abschnitte und eine eintönige Gestaltung der Innenräume in die Kontrapunkte mit ein. Selbiges Schicksal gebührt der faden musikalischen Untermalung. Sofern an den gröbsten Baustellen noch nachgearbeitet wird, ist Hell Pie jeden Cent wert und wird euch, sofern euch die Aufmachung zusagt, eine unterhaltsame Zeit spendieren.

Inhaltsverzeichnis

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7 Kommentare Added

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    • SheranUOdal 16480 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 07.08.2022 - 11:16 Uhr

      Schau Dir mal die Steam Reviews an, die fallen deutlich positiver aus. Da wird oft der Vergleich zu Conkers Bad Fur Day vom Humor und A Hat in Time vom Plattform Anspruch verglichen. Kurz ein anspruchsvoller Plattformer mit derb lustigem Humor.
      Ich habe es mir schon geholt, muss aber noch antesten.

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  1. Robilein 683465 XP Xboxdynasty MVP Onyx | 07.08.2022 - 10:56 Uhr

    Oh man, wenn mein Pile of Shame nicht so groß wäre🙈🙈🙈

    Setze ich aber mal auf die Wishlist.

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  2. SanVio70 139640 XP Elite-at-Arms Gold | 07.08.2022 - 15:29 Uhr

    Ein Preis von 19,99 Euro würde die spontane Kaufentscheidung bei mir deutlich beschleunigen. So kann es vielleicht doch mal erst ‚warten‘.

    Wie so viele andere Spiele 😅

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  3. Ripperdom 5600 XP Beginner Level 3 | 07.08.2022 - 16:06 Uhr

    Sluggerfly GmbH  ich wohne seit 31 jahre hier noch nie von den gehört 😅

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