Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas

Test zum zauberhaften Rollenspiel mit Retro-Charme

Liebeserklärung an 16-Bit

Oceanhorn

Ab wann ist ein Spiel eine Kopie und keine Hommage mehr? Über diese Frage scheiden sich gerade die Geister beim RPG-Adventure Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas. Das 2014 erstmals für iOS erschienene Rollenspiel gibt es nun auch für die Xbox One – und die Ähnlichkeiten zu einem Meilenstein der Spielegeschichte sind nicht von der Hand zu weisen. Welcher Titel das ist und ob Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas mehr ist, als eine Copy Cat, erfahrt ihr in unserem Test.

Die Geschichte von Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas ist schnell erzählt. Ihr übernehmt die Rolle eines kleinen Jungen, dessen Vater beim Kampf gegen das namensgebende Seeungeheuer verschwunden ist. Eure Mutter ist ebenfalls seit langem tot und alles was ihr von ihr habt, ist eine alte Halskette. Doch eines Tages beginnt die Kette auf wundersame Weise zu sprechen. Sie führt euch zu Schwert und Schild eures Vaters, damit ihr gegen die zurückkehrende Dunkelheit in die Schlacht ziehen könnt.

Schwert und Schild? Einsame Jungen? Nicht nur in diesen Stichworten merkt ihr: Oceanhorn hat sich stark von seiner Liebe zum Klassiker The Legend of Zelda inspirieren lassen. Und das setzt sich auch im Gameplay fort. Mit eurem Schwert im Anschlag bereist ihr verschiedene Inseln, durchstöbert düstere Dungeons und löst kleinere Rätsel, indem ihr Blöcke auf Schalter schiebt oder diese in Löchern versenkt. Kreaturen, die sich euch in den Weg stellen, wert ihr mit dem Schild ab und verpasst ihnen kurze Schwerthiebe, bis sie die obligatorischen Goldmünzen fallen lassen.

In euren Gesprächen mit den NPCs in der Welt erfahrt ihr von immer neuen Orten und Quests, die ihr auf dem Weg zum Finale meistern könnt. Fans von The Wind Waker werden beim Anblick des Bootes, mit dem ihr zwischen den Inseln unterwegs seid, an alte Gamecube Zeiten zurückdenken müssen. Auch die Herzen als Lebensanzeige, zerhackbare Büsche und die obligatorischen Tonkrüge schreien geradezu nach Zelda. Die Hommage an den Rollenspiel-klassiker setzt Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas allerdings gut um. Der Titel versprüht eine positive Atmosphäre und lässt Kindheitserinnerungen wach werden.

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