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GameStop geht gegen digitale Bundles vor

GameStop gab bekannt, dass künftig keine digitalen Konsolenbundles mehr in Filialen verkauft werden. Welchen Hintergrund hat das?

In einem Konferenzgespräch gab die Ladenkette GameStop neue Pläne zum Verkauf von Bundles bekannt. Künftig sollen in Filialen des Gaming-Geschäfts keine digitalen Konsolenbundles mehr verkauft werden.

Im letzten Monat hat sich GameStop eine erste Umsetzung der neuen Strategie erarbeiten können. Erst nach Absprache mit Microsoft und EA wurde das Konsolenbundle zu Madden NFL 16 mit physischen Kopien zum Verkauf angeboten. Dabei handelte es sich eigentlich um ein digitales Paket. GameStops Tony Bartel sagte außerdem an, welche Schritte die Ladenkette anwenden wird, falls Sony oder Microsoft den Vertrieb digitaler Bundles nicht unterlassen werden. GameStop wolle dann Deals mit Partnern wie EA oder Ubisoft schließen. Ziel wäre es hier, physische Kopien von Spielen der großen Third-Party-Publisher mit Konsolen zusammenzupacken.

Der Grund, weshalb GameStop gegen digitale Bundles streikt, liegt in der Gewinnstrategie des Spielehändlers. Die Filialen leben vom Gebrauchtspielemarkt. Genutzte Software wird billig aufgekauft, um sie dann wieder gewinnbringend anzubieten. Mit dem Einbruch des "digitalen Zeitalters" in der Spieleindustrie fährt der Existenzkern der Ladenkette nun Verluste ein: Erhöht sich die Anzahl digitaler Spiele, sinkt gleichzeitig die Menge physischer Kopien. Dem Geschäft geht die Ware aus!

Anstatt ein neues Geschäftsmodel zu präsentieren, versucht GameStop sich durch diesen Schachzug über Wasser zu halten. Wie lange das noch gut gehen wird, könnt ihr mit einem immer größer werdenden digitalen Software-Markt über die nächsten Jahre selbst mitverfolgen.

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