CrossCode: Test zum knuffigen 16-Bit-Rollenspielepos

Ich erinnere mich nicht

Wenn man an die guten alten SNES-Zeiten zurückdenkt, kommt man zweifelsohne nicht um das Genre des Action-RPGs herum. Nostalgische Klassiker wie Terranigma, Secret of Evermore oder Illusion of Time haben bleibenden Eindruck hinterlassen und gehören sicherlich zu den populärsten Meilensteinen der Videospielgeschichte.

Mit CrossCode kommt nun ein vergleichbares Action-RPG auf die heimische Konsole, das euch eine abgefahrene Handlung inmitten eines Sci-Fi-Settings präsentiert. Euer ausgiebiges Abenteuer startet nämlich in CrossWorlds, einer virtuellen Spielwiese für zahlreiche MMO-Spieler – der Bezug zu Ready Player One kann nicht von der Hand gewiesen werden. CrossCode versetzt euch somit in ein Spiel im Spiel, das ihr physisch mit eurem Avatar betreten könnt. Ihr schlüpft hierbei in die Rolle von Lea, deren Erinnerungsvermögen nicht mit ihrem leibhaftigen Gegenpart verknüpft ist, sodass sie, wie der Spieler selbst, ohne jegliche Vorahnung in das Abenteuer geschmissen wird.

Da euer Sprachmodul dummerweise beschädigt ist, verfügt ihr anfangs nur über wenige Worte, was eine Kommunikation zwar erschwert, aber nicht unmöglich macht. Gerade die herrlich humorvollen Dialoge verleihen dem Action-RPG einen ganz besonderen Charme, interpretieren dabei den klassisch stummen Helden auf eine nachvollziehbare Art und Weise und machen einen zentralen Bestandteil des Spiels aus. Dadurch wird trotz elliptischer Konversation ein glaubwürdiger und authentischer Protagonist erschaffen, den ihr bereits nach wenigen Spielminuten problemlos ins Herz schließen werdet.

In der Spielwelt selbst begegnen euch zahlreiche NPC-MMO-Spieler, die sich ebenfalls in CrossWorlds rumtummeln und dort ein neues aufregendes Abenteuer suchen. Nehmt ihr euch die Zeit und lauscht deren Gespräche über beispielsweise die jüngsten Erfolge, werdet ihr nicht nur mit nützlichen Informationen versorgt, sondern erhaltet zusätzliche Einblicke in die außergewöhnliche Welt von CrossCode.

Eure hauptsächliche Aufgabe besteht darin, die vier Elemente von CrossWorlds aufzuspüren und euch anzueignen. Auf dem Weg dahin müsst ihr endlose Monster-Horden besiegen, knifflige Logik-Rätsel lösen sowie knackige Geschicklichkeitspassagen erfolgreich meistern – Zelda lässt grüßen. Am Ende eines jeweiligen Dungeons erwarten euch dann anspruchsvolle Boss-Kämpfe, für die ihr stellenweise eure grauen Zellen aktivieren müsst, um den finalen Schlag zu setzen. Zugegebenermaßen braucht die Handlung etwas Anlaufzeit, bis sich das spannende Konstrukt um euch und eure Amnesie auflöst, aber letztendlich wird euch eine absolut faszinierende Geschichte mit ungeahnten Wendungen und emotionalen Höhepunkten präsentiert.

3 Kommentare Added

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  1. Dr Gnifzenroe 92205 XP Posting Machine Level 1 | 03.07.2020 - 16:11 Uhr

    Ah, ein RPG im SNES Retro Look. Dachte erst an ein weiteres 08/15 Kemco Game, aber das hier scheint ja mal etwas anderes zu sein.

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  2. AlexB9019 0 XP Neuling | 03.07.2020 - 17:15 Uhr

    Sieht ganz Interessant aus. Muss aber leider vorerst noch warten, muss erst paar Spiele noch zu ende spielen und dann nehme ich dieses Spiel in Angriff.

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  3. Ranzeweih 47065 XP Hooligan Treter | 10.07.2020 - 08:45 Uhr

    Warum steht „Vielzählige Haupt- und Nebenquests“ dreimal bei den positiven Aspekten? Ist das ein simpler Fehler oder hat das eine tiefere Bewandnis, die ich enfach nicht blicke?

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