Demolish & Build: Test zum baufälligen Abrisssimulator

Wenn’s dir nicht gefällt, mach neu!

Für alle, deren Traum schon immer ein eigenes Bau- und Abrissunternehmen war, wird jetzt Abhilfe geschaffen. Und das ist gar nicht so schwer, wie man es sich vorstellt – ihr müsst nur euren undankbaren Job verlieren, direkt danach einen Anruf annehmen und fortan den zerstörerischen Hammer schwingen. So ungefähr stimmt euch Demolish & Build inhaltlich auf die rund 15 Spielstunden ein, was dem Ganzen natürlich einen humorvollen, nicht ganz ernstgemeinten Eindruck einverleibt.

Zunächst dürfte selbst sporadischen Zockern die altbackene Grafik auffallen, die vor zwanzig Jahren sicherlich auch schon schräg gewesen wäre. Mit rudimentären Details, üblen Pop-Ups und schlicht keiner gelungenen Kollisionsabfrage müsste man das Spiel demnach genregerecht in die Tonne kloppen. Doch der Charme des Spiels lässt sich eben nicht anhand der schwachen optischen Darstellung dingfest machen, sondern findet sich erstaunlicherweise im unglaublich hohen Spielspaß wieder.

Es macht einfach viel zu viel Laune, heruntergekommene Häuser dem Erdboden gleichzumachen, mit der schwingenden Abrissbirne riesige Hochhäuser zum destruktiven Einsturz zu bringen oder einfach mal den angefallenen Müll zu entsorgen. Das unterhaltsame und zugleich simple Spielprinzip generiert dabei so viel Motivation, sodass ihr kaum vom Bagger, Presslufthammer oder Transport-LKW ablassen könnt.

Sobald ihr nämlich eure ersten eigenen Kröten in der Tasche habt, dürft ihr euch sukzessive größere und schwere Gerätschaften zulegen, die euch dementsprechend lukrativere Jobs einbringen. Hierbei braucht Demolish & Build zugegebenermaßen zwar ein wenig Anlaufzeit, bis die Spielspaß-Walze ins Rollen kommt, doch bereits mit dem ersten Angestellten, der gegen ein kleines Honorar für euch die Drecksarbeit erledigt, stellt sich ein befriedigendes und genugtuendes Spielen ein.

Solltet ihr dennoch mal knapp bei Kasse sein, da euch keine Aufträge mehr ins Haus fliegen oder ihr für den nächsten Job einen größeren Bagger benötigt, könnt ihr euch auf mehr oder weniger spannende Schrottsuche begeben. Hierbei sucht ihr lediglich nach rostigen Autowracks, die überall in der Gegend verstreut sind. Mit geeignetem Gerät demontiert ihr flugs beispielsweise die schäbige Motorhaube, den bemitleidenswerten Stoßfänger oder die verbogenen Türen. Sobald der ganze Schrott auf der Laderampe eures Pick-ups verstaut ist, geht es ab zum Schrotthändler, der euch je nach Gewicht einen guten Preis bezahlt.

Hin und wieder kommt es zu vermeintlichen Notfällen, die eurer Hilfe benötigen. Dabei handelt es sich meist um temporär verfügbare Aufräumarbeiten auf befahrenen Straßen, die aufgrund von umgestürzten Bäumen oder herumliegenden Geröll unpassierbar sind. Solche simplen Aufträge bringen euch in kürzester Zeit vergleichsweise viele Moneten ein, die ihr beispielsweise in neues Gerät oder Arbeiter investieren könnt.

Unterm Strich steht euch eine insgesamt zufriedenstellende Anzahl an Werk- und Fahrzeugen zur Verfügung, die ihr eurem Bau- beziehungsweise Abriss-Arsenal hinzufügen könnt. Vom einfachen Schaufelbagger bis hin zum alles überragenden Baukran, die elementarsten Gerätschaften haben den Weg ins Spiel gefunden.

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