Observer: System Redux: Test zum überarbeiteten Sci-Fi-Thriller

Blade Runner meets Inception

Drei Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint nun mit Observer: System Redux eine überarbeitete Fassung des preisgekrönten Cyberpunk-Thrillers. In einer von Seuchen und Konflikten geprägten Dystopie übernehmt ihr die Rolle des abgehalfterten Neuraldetektivs Lazarski, der sich mithilfe seiner Fähigkeiten in die finstersten Gedanken, dunkelsten Träume und abstoßendsten Sehnsüchte seines Gegenübers hacken kann.

Nachdem sich urplötzlich euer Sohn Adam bei euch meldet, den ihr schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen habt, verfolgt ihr kurzerhand das Anrufsignal, das euch zu einem riesigen Gebäudekomplex in der Innenstadt Krakaus führt.

Kurz nach eurer Ankunft übernehmt ihr dann auch schon die ersten Ermittlungen, als ihr eine abartig verstümmelte Leiche in einem der Appartements entdeckt. Angetrieben von der durchdringenden Angst, es könnte sich hierbei um euren Sohn handeln, zieht es euch fortan durch das furchteinflößende Labyrinth des heruntergekommenen Gebäudes, um letzten Endes der brutalen Realität in die hässliche Fratze zu blicken – wenn denn überhaupt noch eine Realität existiert.

Grundsätzlich bleibt die verstörende, aber zugleich faszinierende Handlung des Originals beibehalten und zieht euch mit jedem Schritt förmlich in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele hinab. Sofern ihr euch auf die packende Story rund um den mysteriösen Observer einlasst, werdet ihr sicherlich für zwölf bis fünfzehn Stunden hervorragend unterhalten werden.

Die meiste Zeit seid ihr damit beschäftigt, den überdimensionalen Wohnungskomplex aus der Ego-Perspektive geduldig abzugehen und gründlich zu untersuchen. Mittels eurer Bio- und EM-Scanner verifiziert ihr dabei mögliche Beweise, verhört verdächtige Mieter und hackt euch anhand des sogenannten „Traumfressers“ in die Schädel der Sterbenden und Toten, um deren tiefste Abgründe zu erforschen.

Dabei dringt ihr in wahrhaftig irritierende Neural-Albträume ein, die euch zwar weitere Hinweise über die Identität des flüchtigen Killers preisgeben, dennoch besteht dabei stets die potentielle Gefahr, dass ihr, je tiefer ihr in die Gedanken der anderen eintaucht, euren eigenen Verstand verliert und dementsprechend nicht mehr zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden vermögt.

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13 Kommentare Added

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  1. Cratter13 26640 XP Nasenbohrer Level 3 | 22.11.2020 - 19:31 Uhr

    „ We are working on increasing the game’s performance and solve problems with ray tracing. So stay tuned”
    Aussage vom Entwickler. Ich würde da wirklich ein Update abwarten, dass raytracing auf der Series x ermöglicht. Denn ohne raytracing bleibt es hinter der PS5 Version einfach zurück.

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