Skater XL: Test zur realistischen Skateboard Simulation

Viel zu lernen, wenig zu tun

Skater XL

 
Skater XL verfolgt in seiner gesamten Präsentation den Ansatz des Realismus. Statt euch auf die Jagd nach Punkten oder Sammelgegenständen zu schicken, entlässt es euch einfach in die Freiheit. Mucke an, ab aufs Board und tut, was ihr wollt! Erst einmal lernen, wie ihr mit einem Ollie über den Bordstein kommt, ohne euch den Hals zu brechen? Klar! Oder doch bereits schauen, wie ihr die Rail an der Schultreppe grinden könnt? Los gehts!

Egal, ob ihr nach Feierabend einfach nur eine virtuelle Runde in Downtown L.A. chillen, Tricks auf einer Megaramp in der Wüste üben oder coole Trick-Videos schneiden wollt, Skater XL gibt euch die Möglichkeit dazu. Der Titel ist dadurch eher etwas für Skate-Puristen und weniger für Spieler, die Unterhaltung und Entertainment wollen. Denn um mit Skater XL eure Freude zu haben, solltet ihr euch stundenlang in den Titel verbeißen, jeden Zentimeter der Maps erkunden, stetig neue Tricks lernen und Spots perfektionieren.

Zwar gibt es auch einen Herausforderungsmodus, der euch dazu animiert, bestimmte Tricks zu wiederholen. Bis auf den Endorphinschub des Erfolgs gibt es aber auch hier kein Zuckerli, das ihr fürs Meistern erhaltet. Generell ist der Content noch ein großes Problem im Titel. Mit Evan Smith, Tiago Lemos, Tom Asta und Brandon Westgate geben sich einige echte Skater die Ehre, viel cooler ist es aber natürlich mit eurem eigenen Avatar. Der Charakter-Editor ist jedoch recht rudimentär ausgefallen, sodass das Designen eurer Figur keinen großen Spaß macht.

Auch die Tatsache, dass ihr durch die Gegend spawnt, statt nach einem Sturz wieder aufzustehen, nervt und widerspricht dem Realismusgedanken des Titels. Ihr werdet entweder an den Anfang eines Gebietes zurückgesetzt oder an einen Spawn-Point, den ihr aber jedes Mal selber setzen müsst. Die Karte dürft ihr in der Vogelperspektive erkunden, um euch zu besonderen Spots zu teleportieren. Auch hier hätten wir es cooler gefunden, wir könnten wie in der Konkurrenz Session einfach über die Map laufen.

Technisch präsentiert sich Skater XL solide. Der Titel läuft flüssig, kommt allerdings ab und an mit Kantenflimmern daher. Die Umgebungen sind nett gestaltet, wirken jedoch durch fehlende Passanten oder fahrende Autos karg und steril. Das gilt auch für die eher trostlose Soundkulisse abseits der coolen Roll-Sounds. Dafür sorgt die musikalische Untermalung für echtes Skater-Feeling.

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3 Kommentare Added

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  1. Ibrakadabra 54365 XP Nachwuchsadmin 6+ | 20.09.2020 - 00:19 Uhr

    Dann lieber Tony Hawk Pro Skater. Simus sind immer trocken und schwergängig. Spiele ab und an gerne mal eine Simulation wie Pro Evolution Soccer oder Assetto Corsa, meistens stehe ich auf Arcade-Gameplay. Tony Hawk Pro Skater 1+2 will ich mir für die Series X aufheben und hole es mir später in einem Sale dafür. War damals auf dem N64 eine fetzige Gaudi.

    Ja, hat auch 17 + 2 Stages statt nur 5.

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  2. SenorCortez 6260 XP Beginner Level 3 | 26.10.2020 - 15:31 Uhr

    Danke für den Test. Wenn es mal im Sale ist oder im Gamepass würde ich zuschlagen. Für die steile Lernkurve fehlt mir leider die Zeit

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