Star Wars Jedi: Fallen Order: Test zu Respawns Abenteuer im Star Wars Universum

Lichtschwertbastelei mit Technik-Macken

Star Wars Jedi: Fallen Order

 
Trotz der Anleihen an andere Top-Titel enthält Jedi: Fallen Order genug Charme und Ideen, um euch durch einen eigenständigen Charme an den Controller zu fesseln. Getötete Gegner könnt ihr mit BD-1 scannen, um deren Angriffsmuster und Schwachpunkte zu erforschen. Erinnerungsechos verraten euch mehr über die Geschichte sowie die Welt um euch herum. Und in Kisten versteckte Lichtschwert-Komponenten geben euch die Möglichkeit, das Aussehen eurer Waffe euren Wünschen entsprechend anzupassen.

Zusätzlich besticht der Titel durch ein gelungenes Leveldesign, welches Entdecker belohnt sowie zahlreiche Abkürzungen bietet. Denn leider durchlauft ihr die Passagen der einzelnen Gebiete oft mehrfach und die Navigation mittels Karte kann verwirren. Manchmal landet ihr, um neue Fertigkeiten wie beispielsweise den Wandlauf zu erlernen, auch in einer Sackgasse, die die Entwickler hätten besser lösen können. Jedi: Fallen Order ist kein Titel, welcher euch an die Hand nimmt, sondern ohne große Einblendungen, Tutorials oder Wegpfeile daherkommt. In Zeiten, in denen uns Spielern alles doppelt und dreifach vorgekaut wird, eine gelungene Abwechslung.

Vor allem die Lichtschwertkämpfe haben es uns angetan. Seien es die Fights gegen kleine Gegner, Sturmtruppler oder Bosse: Das Schwingen der Waffe geht gut von der Hand und fühlt sich einfach großartig an. Mit der Zeit erlernt ihr Kampfelemente wie Überkopfhiebe oder Vorwärts-Dashes, die euch zusätzliche Varianz bringen. Leider ist die Steuerung nicht in allen Gameplay-Teilen so poliert wie in den Kämpfen. Gerade beim Wandlauf, den Sprung- oder den Rutschpassagen steuert sich Cal träge, was zu häufigen Ausflügen in Abgründe führt. Glücklicherweise bestraft euch Respawn nicht mit dem Selbigen, sondern nur mit einem kurzen Abzug von der Lebensleiste.

Grafisch sorgt Jedi: Fallen Order für eine Überraschung, indem es nicht für EA typisch die Frostbite Engine, sondern die Unreal Engine 4 nutzt. Die präsentiert euch detailreiche und gelungene Charaktere, deren Poren und Kleidung ihr bis zur letzten Faser in aller Pracht betrachten dürft. Schade nur, dass gerade Hauptcharakter Cal unter seinem generischen Äußeren leidet. Wenn ihr mit ihm und gezücktem Lichtschwert jedoch in Blau pulsierendem Licht durch Höhlen wandert, Feinde im malerischen Schneegestöber erledigt oder von einem Kliff in die endlose Weite eines fernen Planeten schaut, lässt euch der Titel dies wenigstens ein bisschen vergessen.

Leider hat Jedi: Fallen Order selbst auf der Xbox One X mit gelegentlichen Einbrüchen in der Framerate zu kämpfen – auch im Performance-Modus. Das passiert jedoch nicht unbedingt bei Szenen, in denen viel los ist. Auch ohne Action auf dem Schirm geht die Bildrate gerne einmal in die Knie. Hier erweckt das Star Wars Abenteuer den Eindruck, dass es zeitlich am Ende an technischem Polish gefehlt hat. Sowohl der typisch epische Star Wars Soundtrack als auch die gelungene deutsche Synchronisation sorgen als Ausgleich für akustischen Hochgenuss.

14 Kommentare Added

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  1. Bergalbatros27 29280 XP Nasenbohrer Level 4 | 04.12.2019 - 08:10 Uhr

    Vielen Dank für den ausführlichen Test,seit Xwing und Tie Fighter hat mich eh kein Star Wars Spiel so wirklich abgeholt, alles Geschmackssache na klar, alles gut, viel Spaß allen Spielern, die es mögen

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