Tales from the Borderlands: Episode 2 – Atlas Mugged im Test

Atlas Technik in der Engine verbaut?

Telltale behält auch in der zweiten Folge den Erzählstil des Piloten bei. In den Fängen eines neugierigen Kopfgeldjägers berichten Rhys und Fiona von ihrem durchgeknallten Überlebenskampf. So steuert ihr häppchenweise erst Rhys und dann Fiona, erfahrt mehr über das Gortys Project und den Weg, den das ungleiche Paar bis dahin beschreiten musste.

Der Fokus liegt erneut auf dem Humor, den Tales from the Borderlands perfekt von seiner großen Vorlage übernimmt. Ob Handsome Jacks markige Sprüche, die aus der Hauptserie bekannten schrägen Charaktere oder die stylisch inszenierten, zum Schreien einladenden Action-Szenen: Dialoge und Regie machen jeden Borderlands-Fan glücklich.

Apropos Action. Davon gibt es auch in Folge 2 wieder homöopathische Dosen, um das dialoglastige Spielprinzip aufzulockern. Die aus Quick Time Events bestehenden Passagen sind nett umgesetzt und wirken im Kontext stets passend. Weniger schön sind da die Rätseleinlagen gelungen, die das Wort Rätsel eigentlich nicht verdienen. So müsst ihr beispielsweise einen Stromgenerator anschmeißen und das Kabel in eines von drei Steckplätzen stecken. Dabei hätte es so viele Möglichkeiten gegeben, die Rätsel kniffliger zu gestalten. Aber vielleicht möchte Telltale sein Zielpublikum einfach nicht überfordern.

Grafisch kann sich der zweite Teil der Borderlands-Geschichten wirklich sehen lassen. Auch wenn die Engine in die Jahre gekommen ist (ja, da reiten wir jetzt in jeder Episode drauf rum), so schaffen es die Entwickler immer wieder, den Charakteren Emotionen einzuhauchen. Auch den Cel-Shading Stil der Vorlage fängt Tales from the Borderlands hervorragend ein. Leider wird dieser positive Eindruck durch zahlreiche Ruckler, ja sogar kurze Freezes getrübt. Und ein Grafikmonster ist das Spiel nun wirklich nicht.

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