Far Cry 6: Test zur karibischen Action-Rundreise

Ein prall gefüllter Sandkasten voller Möglichkeiten

Obwohl sich der Karibik-Actionurlaub spielerisch kaum von seinen Vorgängern unterscheidet, haben dennoch einige Neuerungen den Weg nach Yara gefunden, die dem Spiel einen ganz individuellen Charme verleihen. So tragt ihr nun beispielsweise einen Supremo – eine Art experimenteller Waffenrucksack – der euch temporär unterschiedliche Fähigkeiten wie zielsuchende Raketen, elektrische EMP-Schockwellen oder einen kurzzeitigen Gesundheits- und Geschwindigkeitsschub bietet, die sich im erbitterten Kampf gegen Castillos Armee sicherlich nützlich erweisen. Nachdem ihr euren Supremo aktiviert habt, müsst ihr allerdings erst eine gewisse Zeit verstreichen lassen, bevor ihr diesen wieder aktiv benutzen könnt.

Außerdem ist es neu, dass ihr jetzt vor dem endgültigen Hochziehen an einer Klippe zunächst spähen könnt, um eventuell bevorstehende Gefahren frühzeitig zu erkennen, was besonders ausgesprochene Stealth-Freunde erfreuen dürfte. Darüber hinaus erweist sich der eine oder andere scheinbar feindlich gesinnte Soldado als übergelaufener Doppelagent, der gegen eine erschwingliche Schmiergebühr wichtige Informationen preisgibt. Ihr solltet dabei aber stets darauf achten, dass ihr eure bedrohlich wirkende Waffe zuvor sicher verstaut habt, ansonsten geht nämlich direkt eine wilde Schießerei los.

Zudem könnt ihr in Far Cry 6 auch euren Charakter mit stilsicherer Kleidung und unterschiedlichen Gadgets ausrüsten, die euch zusätzliche Boni wie erhöhte Munitionskapazität, robustere Verteidigung oder maximierte Geschwindigkeit gewähren. Somit könnt ihr eure heldenhafte Protagonistin oder heroischen Protagonisten ganz nach eurem ästhetischen Gusto stylen und auf euren individuellen Spielstil im Einzelnen anpassen.

Weiterhin habt ihr in euren Guerilla-Lagern die Möglichkeit, unterschiedliche Banditenaufträge zu erfüllen, indem ihr ausgewählte Rekruten auf gefährliche Mission schickt. Dafür benötigt ihr je einen Kommandanten, die ihr durch das positive Abschließen von Aufträgen erhaltet, der dann eure Befehle innerhalb der Mission ausführt. Hierbei habt ihr jedes Mal drei unterschiedliche Optionen, die ihr wählen könnt. Anhand einer prozentualen Erfolgschance entnehmt ihr, wie erfolgreich euer Unterfangen sein wird. Gelingt euch eine Aktion, erhaltet ihr unter anderem neue Rekruten oder Ressourcen. Misslingt dagegen eure Handlung, verliert ihr nicht nur die eigentliche Belohnung, sondern unter Umständen auch eure kämpfenden Soldaten.

Um eure Guerilla-Hauptbasis etwas aufzuwerten, dürft ihr überdies noch weitere Gebäude errichten, die euch unterschiedliche Vorteile bieten. So könnt ihr beispielsweise im Guerilla-Stützpunkt verschiedene Spezialwaffen kaufen oder im Versteck-Netzwerk unveröffentlichte Verzeichnisse erwerben.

Neben rasanten Autorennen, entspanntem Fischfang oder aufregender Jagd nach mythischen Tieren dürft ihr nun auch fetzige Hahnenkämpfe austragen oder an geselligen Domino-Runden teilnehmen. Hierbei könnt ihr nicht nur unendlichen Ruhm und Ehre erlangen, sondern natürlich auch einige yaranische Pesos einstreichen, die ihr dann beispielsweise beim Waffenhändler eures Vertrauens in humanvernichtendes Spielzeug investieren dürft.

Zusätzlich werden die akribischen Schatzsucher und eifrigen Sammler unter euch erneut mit massenhaften Collectibles verwöhnt, die es auf ganz Yara aufzuspüren gilt – so solltet ihr stets ein wachsames Auge auf versteckte USB-Sticks, verschlossene Criptograma-Kisten oder gackernde Hähne haben.

Solltet ihr mal eine spielerische Abwechslung benötigen, könnt ihr euch Lolas Informanten-Herausforderungen stellen. Diese speziellen Sondereinsätze sind stets losgelöst von der eigentlichen Handlung und entsenden euch in individuelle Gebiete, in denen ihr beispielsweise eine überhitzende PG-240X-Waffe sicher bergen müsst, ohne dass diese zerstört wird.

Außerdem wird euch gerade auf der Xbox Series X eine unfassbar lebendige und optisch anspruchsvolle Spielwelt präsentiert, die sich wahrlich sehen lassen kann. Zwar müsst ihr hier und da etwas verwaschene Texturen oder vereinzelt nachladende Grafikelementen in Kauf nehmen, nichtsdestotrotz wird euch die offene Karibikinsel Yara mit Sicherheit in den Bann ziehen und daher garantiert begeistern können.

Auch seitens der gelungenen Soundkulisse macht der sechste Teil vieles richtig und setzt auf gewohnt starke Synchronsprecher – sowohl in englischer als auch deutscher Sprache – und verwöhnt eure Trommelfelle mit einem fantastischen Soundtrack.

Inhaltsverzeichnis

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34 Kommentare Added

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  1. juicebrother 152460 XP God-at-Arms Bronze | 24.10.2021 - 12:04 Uhr

    Ich werd’s sicher irgendwann zocken, aber eilig hab ich’s damit jetzt nicht unbedingt. Beim 5’er hab ich erstmals bewusst angefangen Sättigungserscheinungen im Bezug auf Far Cry wahrzunehmen. Schade, dass Primal ein einmaliger, mutiger, kreativer Ausreisser der Reihe zu bleiben scheint.

    Zuschlagen werd ich dann, wenn’s im sale die Ulti für den Preis der Standard Variante gibt 😙

    Danke, für den Test 👌

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  2. SanVio70 122940 XP Man-at-Arms Silber | 24.10.2021 - 12:50 Uhr

    Schöner Test 👍
    Da ich mit den Far Cry Spielen sehr wenig bis gar nicht vertraut bin, könnte die Nummer 6 ja mal ein erster Versuch werden. Aber hat Zeit. Bin im Moment mit Spielen gut versorgt. Wird im Auge behalten.

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  3. biowolf 32880 XP Bobby Car Schüler | 27.10.2021 - 17:49 Uhr

    Danke für den Test! FC6 hole ich mir in einem Sale und nach dem Release von ein paar Updates… am Ende ist es ja ein Ubi Spiel…

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