Life is Strange: True Colors: Test zum emotionsgeladenen Colorado-Ausflug

Ein vielversprechender Neuanfang mit fatalen Folgen

Wer wollte als Kind nicht schon immer mal eine übernatürliche Superkraft besitzen, mit der ihr beispielweise die wahren Gedanken eures Gegenübers lesen könnt. So wüsstet ihr unter anderem, ob das Date momentan wirklich gut läuft, was Freunde ehrlich über die neue Frisur denken oder ob der letzte Testbericht tatsächlich so informativ war, wie die zahlreichen Kommentare vermuten lassen #augenzwinker.

Doch so schön sich diese Vorstellung auch anhört, so belastend kann eine derartige Superkraft sein. Wenn es nämlich nach Alex ginge, der charismatischen Protagonistin von Life is Strange: True Colors, würde sie ihre außergewöhnliche Gabe wahrscheinlich sofort gegen ein stinknormales Leben eintauschen, denn die damit verbundenen Schwierigkeiten sowie die enorme Verantwortung, die mit einer solchen Kraft einhergeht, erdrückt das junge 21-jährige Mädchen nahezu.

Denn schon viel zu lange hat sie ihre empathische Fähigkeit – oder ihren „Fluch“ – verleugnet, mit der sie starke Emotionen ihres Gegenübers als farbige Auren wahrnimmt, diese nachempfindet und sogar absorbieren oder manipulieren kann. Trotz therapeutischer Betreuung in ihrem Wohnheim hatte sie nie das trostspendende Gefühl, irgendwo dazuzugehören.

Als sie dann aber überraschenderweise von ihrem großen Bruder Gabe, den sie seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hatte, nach Haven Springs in Colorado eingeladen wird, sieht Alex das als einmalige Chance auf einen kompletten Neuanfang in ihrem Leben. Voller nervöser Vorfreude macht sie sich schnurstracks auf den Weg in die beschauliche Bergbaustadt am Rande der Rocky Mountains.

Anfangs läuft dabei auch noch alles super für Alex und sie wird problemlos in die herzliche Gemeinschaft von Haven Springs aufgenommen, doch als ihr fürsorglicher Bruder plötzlich aus dem Leben gerissen wird, beginnt für sie ein wahrer Albtraum.

Denn obwohl die lokale Presse es als tragischen Unfall darstellt, wisst ihr nur allzu gut, dass Gabes Tod kein zufälliger Schicksalsschlag war – die ersten tiefen Risse in der hübschen Fassade der idyllischen Kleinstadt zeigen sich und offenbaren allmählich die abgrundtief hässliche Fratze der düsteren Wahrheit.

Natürlich bieten wir euch an dieser Stelle keine weiteren Einblicke in die mitreißende Handlung von Life is Strange: True Colors, allerdings dürft ihr euch auf eine hochemotionale Achterbahnfahrt der Gefühle einstellen, die euch knapp zehn Stunden beste Unterhaltung bieten wird.

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